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Annett Ochla leitet Tourismusverein Naturpark Barnim / Homepage soll überarbeiten und Service verbessert werden

Tourismus
Neue Chefin gut aufgenommen

Hans Still / 12.04.2018, 06:45 Uhr
Wandlitz (MOZ) Mit modernen Ideen hat die Berlinerin Annett Ochla ihre Arbeit als neue Geschäftsführerin des Tourismusvereins Naturpark Barnim aufgenommen. Sie will die Anbieter touristischer Dienstleitungen stärker digital vernetzen und die sozialen Medien nutzen, um mehr Touristen zu erreichen.

Nun ist der Chefwechsel auch offiziell vollzogen. Der bisherige ehrenamtliche Geschäftsführer Andreas Schaarschmitt wurde am Mittwochvormittag in Biesenthal offiziell mit Dank verabschiedet, nunmehr beginnt die Ära der hauptamtlichen Geschäftsführerin Annett Ochla. Die 37-jährige Berlinerin kennt die Region bereits, sie ist in Zehdenick geboren und kam zwischen Biesenthal und Wandlitz schon in ihrer Kindheit herum. „Die Badeseen sind mir hier bestens bekannt, als Kinder kamen wir oft hierher“, erinnert die neue Geschäftsführerin, die nach eigenem Bekunden im neuen Team bestens aufgenommen wurde. Sie pendelt zwischen den Touristinformationsstellen in Biesenthal und Wandlitz und ist auch nach fast einem Monat im neuen Amt begierig darauf, alles Neue in sich aufzunehmen. Ganz klar, der Vorstand des Verbandes erwartet von ihr neue Impulse, die letztlich in spürbare Fortschritte in der touristischen Arbeit münden sollen. „Die Erwartungen der Geldgeber sind mir schon bekannt, denn mit dem hauptamtlichen Geschäftsführer verbinden sich ja bestimmte Ziele“, bekennt die Geschäftsführerin.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht beispielsweise der Kontakt zu den Mitgliedern des Vereines. Die fragten sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr, welche Vorteile ihnen die Mitgliedschaft eigentlich bringt. Die Zahl der Mitglieder sank, die Stimmung ging ebenfalls in den Keller, wie 2017 zu erleben war. Daher will sich Annett Ochla sehr schnell persönlich um Kontakte zu den Mitgliedern bemühen. „Den kleinsten gemeinsamen Nenner finden“, bezeichnet sie das Ziel der Kennenlernrunden, die sie bereits in sämtliche Winkel und Ecken der Verbandsgebietes führte. Schnell sollen auch neue touristische Angebote entstehen, die den Anbietern dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen.

Ein weiteres Thema dürfte die digitale Vernetzung sein. So soll die Außenvermarktung verbessert und die Kommunikation untereinander verstärkt werden. Eine Disziplin, die für die 37-Jährige keineswegs unbekannt sein sollte. „Ich war vor dieser Anstellung drei Jahre lang selbstständig und habe Projekte gemanagt“, berichtet die junge Frau, die ein Diplom der Humboldt-Uni im Fach Sozialwissenschaften und einen Zweitabschluss im Fach Medieninformatik mitbringt. Davor trug sie leitende Verantwortung bei einem Berliner Bildungs- und Projektträger. „Beflügelt.von“ ist beispielsweise eine von ihr verantwortete Plattform. Ziel dieser Plattform sei es, Berliner und Brandenburger einander näher zu bringen. Nichts anderes wird von ihr nunmehr erwartet. „Ich weiß sehr wohl, Biesenthaler und Wandlitzer erwarten einen nachhaltigen Tourismus. Der Ansturm an den Badetagen überfordert die Region zuweilen. Umso wichtiger ist es aber, saisonverlängernde Angebote auf den Markt zu bringen“, wiederholt sie eine Erwartung des Vorstandes.

Zur gestrigen Vorstandssitzung wollte Annett Orchla erste Vorstellungen präsentieren, wie sich beispielsweise die Homepage verbessern lassen könnte. Auch soll sich insgesamt die Servicequalität der Touristinformationsstellen verbessern, wobei sich die Mitarbeiter dort über mangelnde Arbeit nicht beklagen können. „Die Leute wollen Bahnverbindungen haben, sie fragen nach Ausflugstipps, suchen ihre Vermieter, kaufen Karten oder nehmen gern touristische Prospekte mit - es gibt tausend verschiedene Themen, mit denen wir konfrontiert werden“, berichtet beispielsweise Petra Sankowski von der Wandlitzer Infostelle. Annett Ochla lobt derweil das Engagement aller Mitarbeiter. „Ich wurde hier so freundlich aufgenommen. Es gibt hier ein sehr engagiertes Team, das macht es für alle sehr angenehm“, streicht sie heraus.

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