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Klinkengrund
Gemeinsam für ein lebenswertes Umfeld

Blick in den Klinkengrund, in dem rund 2.400 Bewohner ihr Zuhause haben.
Blick in den Klinkengrund, in dem rund 2.400 Bewohner ihr Zuhause haben. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 13.04.2018, 08:28 Uhr
Bad Belzig (BRAWO) "Die Senioren hier sind sehr aktiv", lobt Carsten Tarrach das Engagement der älteren Bewohner im Wohngebiet Klinkengrund. Ob bei freiwilligen Arbeitseinsätzen oder anderen Gelegenheiten, die im Zusammenhang mit dem Projekt "Soziale Stadt" stehen.

Mit Carsten Tarrach ist Mike Wieland als Quartiersmanager im Stadtteiltreff "Klinke 1" Ansprechpartner in allen Projektfragen. Seit 540 Tagen sind die beiden im Einsatz. Sie bauen Kontakte zu den Bewohnern des Wohngebietes auf und versuchen das Projekt mit seinen Themenfeldern bekannter zu machen. Von der Bürgerbeteiligung über die Wohnumfeldverbesserung bis hin zur Stärkung des Miteinanders.

Generationsübergreifend war 2017 zu Gesprächen eingeladen worden, um Möglichkeiten der Wohnumfeldverbesserung auszuloten. Schließlich soll sich das Projekt so nah wie möglich an den Bedürfnissen der gut 2.400 Klinkengrundbewohner ausrichten. Am Montag informierten die beiden Männer im städtischen Sozialausschuss über ihre Arbeit.

Am 5. Mai, am Tag der Städtebauförderung, werden sie abermals den Weg in die Öffentlichkeit gehen. Dann sollen in der Kita "Tausenfüßler" die Planungen zur Umgestaltung des Kita-Spielplatzes vorgestellt werden.

Trotz erster sichtbarer Erfolge, wie den bereits stattgefundenen Arbeitseinsätzen im Wohngebiet und der barrierefreien Herrichtung des Stadtteiltreffs "Klinke 1", kommt es immer wieder zu Kritik. So häufen sich auch weiterhin im Klinkengrund die Klagen über Müllablagerungen in den Straßen und Lärmbelästigungen durch Alkohol konsumierende Mitbewohner. Für die wurde zwischenzeitlich ein einfacher überdachter Rückzugsort hinter dem Trafohaus in der Erich-Weinert-Straße installiert. Nicht vorhandene sanitäre Einrichtungen sorgen jedoch wiederum dafür, dass immer wieder im öffentlichen Raum uriniert wird. "Es ist nicht die beste Lösung, aber ein Anfang", schätzt Tarrach ein.

Um den von ihm zitierten "Mülltourismus" von außerhalb in den Klinkengrund einzudämmen, ist zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe Müll ins Leben gerufen worden. Geplant ist auch, Müllsammelplätze umzubauen. Gut angenommen und durch verschiedene Träger und Angebote genutzt, wird indes die Begegnungsstätte "Klinke 1".

Das im Zusammenhang mit dem über zehn Jahre laufenden Projekt "Soziale Stadt" gegründete Quartiersgremien, bestehend unter anderem aus Anwohnern, Vertretern der Kommune und anderen Institutionen, tagte am Tag darauf in der "Klinke 1". Projektideen und Möglichkeiten von Spendenaufrufen für den Verfügungsfonds aus dem Projekt wurden diskutiert. Um dafür zu werben, ist zwischenzeitlich auch ein Faltblatt erarbeitet worden. Erklärtes Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen im Stadtteil Klinkengrund zu verbessern.

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