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Tapfer gewehrt
Couragierter Auftritt

Die West-Handballer taten sich schwer mit dem Durchkommen, so wie hier Magnus Wybranietz. Der beste Werfer in Reihen des SV 63 West, war gegen Stralsund nur vom Siebenmeterstrich erfolgreich.
Die West-Handballer taten sich schwer mit dem Durchkommen, so wie hier Magnus Wybranietz. Der beste Werfer in Reihen des SV 63 West, war gegen Stralsund nur vom Siebenmeterstrich erfolgreich. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 16.04.2018, 15:47 Uhr
Brandenburg (MOZ) Dass die Handballer des SV 63 Brandenburg-West am Sonnabend gegen den Stralsunder HV unterlagen, bedeutete keine Überraschung. Dass aber das Schlusslicht der Oberliga Ostsee/Spree über weite Strecken der Partie gegen den Tabellenzweiten mithielt, sorgte doch für eine Überraschung unter den Besuchern der West-Halle.

In der Anfangsphase wurden die Norddeutschen ihrer Favoritenrolle noch halbwegs gerecht, überzeugten vor allem dann, wenn sie den Ball schnell in den eigenen Reihen laufen ließen und durch häufiges Kreuzen die West-Deckung verwirrten. Als die Gäste in der 10. Minute das 6:2 erzielten, schien alles seinen vorprogrammierten Gang zu nehmen.

Doch schnell stabilisierte sich die West-Defensive, stand dichter beim Kontrahenten, so dass sich die Chancen für Torhüter Andy Witowski einen Wurf abzuwehren deutlich erhöhten. Was West-Trainer Sven Schößler besonders erfreute, dass seine Abwehr es schaffte den Top-Schützen der Liga, Benjamin Hinz, aus dem Spiel zu nehmen. Er musste über weite Strecken das Spiel von der Bank aus verfolgen, kam lediglich bei Strafwürfen zum Einsatz.

Zu bemängeln war lediglich die Offensivleistung der Gastgeber. Mit Szymon Ligarzewski hatten die Stralsunder zwar einen guten Torsteher zwischen den Pfosten, bei den Würfen wurde es ihm aber auch zu leicht gemacht, wenn die Bälle genau dahin kamen, wohin er sich bewegte. Und dass bei einigen freien Würfen der Ball nicht einmal aufs Tor kam, ließ Schößler und die West-Anhänger ebenfalls verzweifeln. Bei einer etwas besseren Toreffektivität hätten die Hausherren zur Halbzeit auch führen können, anstatt mit einem minimalen 9:10-Rückstand in die Kabine zu gehen. Dennoch herrschte Zufriedenheit in der Halle, mit diesem Zwischenstand hatte niemand vor dem Anpfiff gerechnet.

Gab es in der Vergangenheit häufig einen Einbruch in der West-Mannschaft mit dem Wiederanpfiff, so hielt sie diesmal weiterhin gut mit. Allerdings trat in der Offensive keine Besserung ein. Jeder Treffer war hart erkämpft. Zum Glück leisteten sich die Gäste etliche technische Fehler, so dass der Vorsprung nicht sonderlich anwuchs. Bis zur 52. Minute waren die Brandenburger auf Schlagweite (17:19).

Danach häuften sich jedoch die leichten Fehler bei den Gastgebern. Schlechte Pässe, unvorbereitete Würfe machte es den Ostseestädter leicht, die Weichen auf Auswärtssieg zu stellen. Beim 21:17 in der 55. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Sven Schößler hatte noch einmal frische Kräfte gebracht, doch gegen das routinierte SHV-Team blieb es ohne Wirkung.

Am verdienten 24:19-Erfolg des Ligazweiten gab es kaum Zweifel, doch ist der Sieg, über die gesamten 60 Minuten gesehen, zu hoch ausgefallen. Um den Favoriten noch mehr zu ärgern, hätte die Chancenverwertung besser ausfallen müssen, um die Stralsunder nervös zu machen.

Nun hat die Schößler-Truppe Zeit sich auf die Partie beim Doberaner SV vorzubereiten, die findet erst am 28. April statt.

West: Witowski, Benkendorf, Reckzeh, Witt, Nhantumbo 1, Wybranietz 3/3, Lipinski 1, M. Schößler, Meysel, Käselau 1, Teichert, T. Kryszon 5, Wollweber 5, P. Kryszon 3.

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