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Brandenburgligist 1. SV Eberswalde verliert 21:29

Handball
Zu viele technische Fehler

Hasn-Joachim Haarbrandt / 17.04.2018, 05:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der 1. SV Eberswalde hat sich am Sonnabend die 19. Saisonniederlage in Folge in der Handball Brandenburgliga bei der Berolina Lychen abgeholt. Mit einem am Ende klaren 29:21-Sieg können die Uckermärker noch auf den Klassenerhalt hoffen, während der 1. SV Eberswalde weiter auf seinen ersten Sieg warten muss.

Das Spiel in Lychen sollte für den 1. SV endlich den ersten Sieg in der Saison bringen. Für die Gäste aus dem Barnim begann das Spiel recht ordentlich. Die Lychener konnten zwar sofort in Führung gehen, aber die Barnimer kamen immer wieder zum Anschlusstreffer. Nach 12 Minuten stand es 4:3 und es war ein recht ausgeglichenes Spiel zwischen den beiden Tabellennachbarn. Zur Pause stand es 12:10 in der Lychener Sporthalle für die Gastgeber.

„Trotz der vernünftigen ersten Halbzeit haben wir wieder einmal zu viele Chancen liegen gelassen. Wir hätten locker beim Halbzeitpfiff auch mit 14:10 führen können. Unsere Fehlwürfe nutzten die Hausherren sehr oft zu schnellen Kontertoren, so dass wir ins Hintertreffen gerieten“, beurteilte Trainer Heiko Kallies die erste Halbzeit im Nachhinein.

In der zweiten Halbzeit wollten es die Kallies-Schützlinge dann besser machen. Aber es gab in diesem Spiel zu viele Schwachpunkte in der Eberswalder Mannschaft. Mit dem ersten Tor in der zweiten Halbzeit durch Maximilian Stooß schaffte der 1. SV noch einmal den Anschlusstreffer zum 12:11. Danach vergrößerte die Berolina-Mannschaft konstant die Tordifferenz. Von 12:11 auf 14:11 und nach 38 Minuten führten die Hausherren mit 18:14. Nach dem 19:15 kamen die Barnimer noch einmal auf 19:17 heran und damit keimte noch einmal Hoffnung. Doch mit sieben Toren in Folge, innerhalb von nur acht Minuten, schafften die Gastgeber mit dem 26:17 mehr als eine Vorentscheidung. Der Torhüter der Gastgeber, der ehemalige Eberswalder, Nicos Kulitzscher, steigerte sich zu einer tollen Leistung und entnervte die Eberswalder Angreifer.

Der 1. SV produzierte in der zweiten Halbzeit einfach zu viele technische Fehler. Einzig Maximilian Stooß, Daniel Rethfeldt und Nick Hoffmann konnten auf Seiten der Eberswalder noch Akzente setzen. Auch die beiden Torhüter Carsten Meyer und Sebastian Hinz boten eine solide Partie. Überraschend für die Gäste aus dem Barnim war der Einsatz des großgewachsenen Jan Wendland am Kreis der Gastgeber. Immer wieder geschickt angespielt, verwandelte er seine Chancen eiskalt. Die Eberswalder versuchten, mit verschiedenen Deckungsvarianten das Spiel der Gastgeber zu stören, aber es gelang ihnen einfach nicht. Die Beine der Gäste wurden jetzt auch schwerer und es fehlte in den letzten 10 Minuten der unbedingte Wille, dem Spiel noch eine Wende zu geben. So brachte das Team von Berolina Lychen den Sieg sicher nach Hause. Mit dem 29:21 fiel er am Ende vielleicht etwas zu hoch aus, aber mit den „berühmten schwachen 10 Minuten“ des 1. SV war er am Ende aber für die Gastgeber verdient.

„Uns fehlen einfach ein, zwei starke und torgefährliche Aufbauspieler für den Rückraum“, so Trainer Heiko Kallies. Diesen Mangel muss die Mannschaft in der neuen Saison in der Verbandsliga unbedingt abstellen. Auch muss die Chancenverwertung wesentlich verbessert werden, denn auch in der zurückliegenden Saison wurden viele Spiele dadurch verloren. Die Fans halten aber weiterhin zu ihrer Mannschaft und auch beim bedeutungslosen Spiel in Lychen begleiteten wieder etwa 30 Fans ihr Team.

Für die letzten drei Spiele geht es nun bei den Eberswaldern nur noch darum, zu versuchen, mit einem Sieg vielleicht noch einmal ein Erfolgserlebnis einzufahren. Am 21. April zu Hause gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst, am 28. April im Derby beim SV Jahn Bad Freienwalde und zum Abschluss der Spielserie 2017/18 am 5. Mai zu Hause gegen den HSV Wildau haben die Spieler des 1. SV Eberswalde dazu noch die Gelegenheit.

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