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HSC-Frauen unterliegen in letzten Sekunden

Handball
Kampfgeist und Tränen

Über die Hand hinweg: HSC-Spielerin Nadine Lauersdorf  bringt den Ball an Altlandsberg Torhüterin Maika Noack vorbei. Sie trifft in diesem Heimspiel dreimal.
Über die Hand hinweg: HSC-Spielerin Nadine Lauersdorf  bringt den Ball an Altlandsberg Torhüterin Maika Noack vorbei. Sie trifft in diesem Heimspiel dreimal. © Foto: Michael Benk
Christopher Kranich / 17.04.2018, 05:30 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Handballerinnen des HSC 2000 Frankfurt mussten eine denkbar knappe Heimspielniederlage einstecken. Nach großem Kampf, den sowohl Zuschauer als auch das Gästeteam honorierten, verloren sie das vorletzte Heimspiel der Saison mit 25:26 (10:11) gegen den MTV 1860 Altlandsberg II.

Das Spiel nahm von Anfang an Fahrt auf und sollte dieses Tempo nicht mehr verlieren. Den Gästen aus Märkisch-Oderland gelang nach knapp zwei Minuten der erste Treffer zum 1:0 von der Siebenmeterlinie. Im Gegenzug glichen die Oderstädterinnen durch Lisa-Marie Busse aus – ebenfalls mit Siebenmeter. Den MTV-Frauen waren die nächsten beiden Tore vorbehalten, ehe die HSC-Frauen richtig ins Rollen kamen. Mit einem 5:0-Lauf drehten sie binnen von sechs Minuten das Spiel zum 6:3. Die Altlandsbergerinnen hatten sich die Aufgabe in Frankfurt sicher leichter vorgestellt, hatten sie doch fünf der letzten sechs Partien gewonnen.

Leider leistete sich der HSC zwischen der 15. und 20. Minuten fünf technische Fehler. Dies nutzte die Drittliga-Reserve des MTV sofort aus und zog durch einfache Gegenstoßtore auf 8:6 davon. Heiko Hillebrand, der durch Michael Schuster (zuletzt Trainer der weiblichen A-Jugend des LHC Cottbus) auf der Bank unterstützt wurde, unterbrach diesen Lauf mit einem Timeout und die Frankfurterinnen fingen sich in der Folgezeit. Mit einem knappen 10:11-Rückstand ging es in die Kabinen.

Das Trainerduo Hillebrand und Schuster fand in der Halbzeitansprache lobende Worte und forderte für den zweiten Durchgang den gleichen Kampfgeist und Konsequenz in Angriff und Abwehr. Mit Erfolg. Nicol Leuschner zeigte sich gleich nach dem Wiederanpfiff zweimal von der Siebenmeter-Linie gewohnt sicher und brachte ihr Team mit 12:11 in Führung.

Wieder folgte auf beiden Seiten ein enges, kampfbetontes, aber sportlich faires Spiel. Während sich die Gäste im Umschaltspiel besser präsentierten, fanden die HSC-Frauen mehr Lösungen im Positionsangriff. So war es wenig verwunderlich, dass sich nun kein Team mehr als zwei Tore absetzen konnte. Über die Stationen 14:14, 17:15, 19:18 bis zum 22:22 fünf Minuten vor dem Schluss wurde den gut 50 Zuschauern in der Halle der Sabinusstraße ein hochspannendes Spiel geboten.

Beim Stand von 23:23 knapp zwei Minuten vor dem Ende handelte sich Anne Liebenthal eine Zeitstrafe ein, sodass die HSC-Frauen bis kurz vor dem Ende in Unterzahl spielen mussten. Altlandsberg fand nun die sich bietenden Lücken in der HSC-Abwehr und ging wieder in Führung, wo auch die starke Anita Tumaszyk im Tor keine Abwehrmöglichkeiten mehr hatte. Trotz der Unterzahl glichen die Frankfurterinnen zweimal aus und ein Punkt war zum Greifen nah. Doch hatten die Gäste 20 Sekunden vor dem Ende das letzte Wort und trafen zum Endstand von 26:25, sodass man nach der Schlusssirene in den HSC-Gesichtern nur Tränen und Enttäuschung fand.

Heiko Hillebrand war nach dem Spiel gleichermaßen enttäuscht wie stolz: „Wir haben heute alles gegeben und toll gekämpft. Wir haben es Altlandsberg richtig schwer gemacht. Uns hat nur ein wenig Glück gefehlt, das man nicht hat, wenn man unten steht. Diese Leistung muss der Maßstab sein für die letzten beiden Spiele. Dann holen wir noch einen Sieg.“ Gästetrainer Michél Mölter sah dies ähnlich: „Hut ab vor der Leistung des Gastgebers. Sie waren hammerhart und sportlich echt fair. Das war ein Spiel, was eigentlich keinen Sieger verdient hatte.“

Zudem wagt der HSC-Trainer einen kleinen Ausblick in die nächste Saison: „Wir würden gerne eine weitere Saison in der Brandenburgliga spielen und mit unseren wieder genesenen Spielerinnen, Rückkehrerinnen und den Erfahrungen der Saison neu angreifen. Ob dies möglich ist, liegt nicht mehr in unserer Hand.“

Das vorerst letzte Heimspiel in der Brandenburgliga-Saison 2017/18 ist am 28. April um 18 Uhr in der Halle der Sabinusstraße gegen die HSG/RSV Teltow-Ruhlsdorf.

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