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Brandenburger Polizei, Kreis und Stadt beteiligen sich am bundesweiten Blitzmarathon

Kontrollen
Vorsicht, Blitzerlichtgewitter

Raser im Visier: Am Mittwoch werden Polizei und Kommunen beim Blitzermarathon auch an 19 Stellen in der Uckermark Geschwindigkeitsmessungen vornehmen.
Raser im Visier: Am Mittwoch werden Polizei und Kommunen beim Blitzermarathon auch an 19 Stellen in der Uckermark Geschwindigkeitsmessungen vornehmen. © Foto: dpa/Arno Burgi
Michael Dietrich / 17.04.2018, 06:15 Uhr - Aktualisiert 17.04.2018, 19:18
Schwedt/Angermünde (MOZ) Die Uckermärker dürfen sich am Mittwoch wieder auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Die Brandenburger Polizei, der Landkreis Uckermark und mehrere Kommunen beteiligen sich am bundesweiten Blitzermarathon an diesem Tag und hat auch für die Uckermark 19 Messtellen bzw. Blitzer angekündigt.

In Schwedt sind Polizei-Blitzer auf der Lindenallee und in der Schillstraße, Ecke Heinrich-Heine-Ring vorgesehen. Die Lindenallee gilt seit Jahren als größter Unfallschwerpunkt. Die 2017 komplett erneuerte Schillstraße wird wegen der neuen Parkplätze von den Anwohnern sehr begrüßt, es gibt aber auch Beschwerden darüber, dass die nagelneue Piste jetzt Autofahrer offenbar zu schnellerer und damit lauterer Fahrweise verleitet.

Parallel misst die Stadtverwaltung Schwedt vor der Schule in der Dr.-Theodor-Neubauer-Straße und in Tempo-30-Zonen in Blumenhagen, in der Auguststraße sowie in der Biesenbrower Straße. Auch auf dem Weg nach Berlin ist Vorsicht geboten. Im Barnim sind Messstellen auf der Umleitungsstrecke für die gesperrte B 198 in Sandkrug und Britz vorgesehen.

In Angermünde ist eine Messtelle im Mürower Weg in Höhe des Mittelweges vorgesehen. Zwischen Schwedt und Angermünde wird auf der L 284 am Abzweig Schöneberg geblitzt. Weitere Messstellen in der Uckermark sind in Prenzlau, Templin, Milmersdorf, Hohengüstrow, Stegelitz, Baumgarten, Dauer und Damme. Die Ankündigung übrigens passierte unfreiwillig. Bis gestern war die Bekanntgabe der Messstellen vom Polizeipräsidium  nicht beabsichtigt. Die Liste war aber in einem sozialen Netzwerk aufgetaucht. Bei der Abstimmung der Messstellen zwischen Polizei und Kommunen muss ein daran Beteiligter sie kopiert und vorschriftswidrig weitergegeben haben.

Die Messstellen sind erfahrungsgemäß nicht vollständig und werden auch nur in bestimmten Zeiträumen besetzt. Sowohl die Ankündigung des Blitzermarathons als auch die Bekanntgabe der Messstellen ist  umstritten. Die Polizei hatte in vergangenen Jahren, als sie die Aktion offensiver öffentlich machte, dies damit begründet, dass sie dem Eindruck der Abzockerei begegnen wolle. Vergangene Blitzmarathone geben ihr Recht, es werden zwar prozentual weniger Raser als bei unangekündigten Messungen erwischt, etwa nur drei statt sonst sechs Prozent der gemessenenen Fahrzeuge. Die Aufmerksamkeit für das Thema und die Fallzahl aufgrund der landesweiten Beteiligung sind jedoch eine viel größere. Und trotz vorheriger Bekanntgabe wurden zum Beispiel 2016  landesweit mehr als 7000 Raser geblitzt. Leider auch in der Uckermark. In Angermünde wurde ein Fahrzeugführer damals mit 103 km/h bei erlaubten 50 km/h festgestellt.

Der Blitzermarathon wird dennoch nicht flächendeckend den Verkehr überwachen, weil es dafür an Polizisten fehlt. Die haben angesichts eines hohen Krankenstandes, unbesetzter Stellen und Abordnungen zur Absicherung der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA schon zu tun, den regulären Dienst abzusichern.

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Karl Heinz Günther 17.04.2018 - 10:23:24

Sind verkehrsberuhigte Zonen in den Kommunen tabu?

Ich bin Bewohner in der Altstadt Schwedt, diese ist als "Verkehrsberuhigte Zone" beschildert. Alle meine bisherigen Bemühungen, dort durch die Kommune und Polizei Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, waren vergebens. Selbst Anwohner ignorieren teilweise die Geschwindigkeitsbegrenzung und das Parkverbot lt. STVO. Manche Autofahrer brettern mit 50 bzw. bis 60 Km/h durch den Bereich. Nichts passiert, obwohl die zulässige Höchstgeschwindigkeit lt. höchstrichterlicher Entscheidung 10 km/h beträgt. Doch das ist den zuständigen Organen sch...egal. Ich erwarte eine öffentliche Stellungnahme der Stadtverwaltung und Polizei zu diesem Problem.

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