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Bodenordnung
Flur im Raum Letschin wird bereinigt

Doris Steinkraus / 17.04.2018, 06:45 Uhr
Letschin (MOZ) Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) in Fürstenwalde bereitet derzeit den Anordnungsbeschluss für ein neues Verfahren „Flurbereinigung Letschin“ vor. Die Flurbereinigung hat sich zu einem zentralen Element entwickelt. Ein Schwerpunkt der Bodenordnung in Brandenburg ist das Oderbruch. Es zeichnet sich durch fruchtbare Auelehm-böden mit vorwiegender Ackernutzung aus und ist das größte geschlossene Flußpoldergebiet in Deutschland.

Die Bewirtschaftung ist in hohem Maße von der Entwässerung durch ein umfangreiches, künstlich angelegtes Grabensystem mit Schöpfwerken abhängig, die das Wasser aus dem tiefer gelegenen Oderbruch in die höher gelegene Oder pumpen müssen. Ein gut ausgebautes Wegenetz zur Bewirtschaftung der Ackerschläge ist für die landwirtschaftlichen Betriebe deshalb in diesem Gebiet besonders wichtig.

Wege, die noch von den LPG der DDR gebaut wurden, sind in hohem Maße erneuerungsbedürftig. Durch umfassende Meliorationsmaßnahmen erfolgte eine grundlegende Umgestaltung des Landschaftsraumes. Das geplante Flurbereinigungsverfahren liegt entlang der Oder in der Gemeinde Letschin. Es wird auf einer Fläche von 3187 ha angeordnet und schließt die Lücke zwischen dem bereits beendeten Verfahren Groß Neuendorf und dem 2016 angeordneten Verfahren Zechin. An dem Verfahren Letschin werden mehr als 400 Grundstückseigentümer beteiligt sein, die sich auf Einladung des LELF bereits zu einer Aufklärungsveranstaltung im vergangenen Jahr über die Gründe für die Verfahrensanordnung, Verfahrensziele, voraussichtlich entstehende Kosten und den geplanten Verfahrensablauf informieren konnten. Bereits 2015/2016 wurde durch den Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung (vlf) eine  Analyse des Konfliktpotenzials, der Struktur und der Standortbedingungen im Untersuchungsraum Letschin vorgenommen.

Neben dem schlechten baulichen Zustand des Wegenetzes wirken sich insbesondere die eigentumsrechtlichen Konflikte auf die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe aus. Etwa 19 km Wege und knapp 16 Kilometer Gräben befinden sich auf privatem Grund und Boden. Ein Drittel aller Flurstücke ist nicht erschlossen. (dos)

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