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Bauprojekt
Wohnen mit Waldblick

Janet Neiser / 17.04.2018, 06:45 Uhr
Neuzelle (MOZ) Bisher wurde nur darüber geredet, aber am Montag hat es den offiziellen ersten Spatenstich des zweiten Millionenprojektes der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) in Neuzelle gegeben. Dort entsteht im Birkenweg die altersgerechte Wohnanlage „Waldblick“.

Zugegeben, ein bisschen geschummelt haben die Verantwortlichen der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) am Montag. Aber nur, weil sie es gut gemeint hatten mit den Hauptdarstellern an diesem Tag. Damit der erste Spatenstich, der durch den Neuzeller Amtsdirektor, den Technischen Vorstand der EWG sowie den Architekten vorgenommen wurde, nämlich möglichst dynamisch aussieht, wurde die Erde vorher extra aufgelockert. Die Stimmung jedenfalls war gut – vor und nach dem offiziellen Akt.

Auf der Fläche neben dem Neuzeller Sportlerheim wird in den kommenden Monaten die altersgerechte Wohnanlage „Waldblick“ wachsen. 20 Drei- und Zweiraumwohnungen sollen dann im Oktober 2019 bezugsfertig sein. Alle mit Fußbodenheizung, Balkon oder Terrasse und alle mit dem Fahrstuhl erreichbar. „Wir bauen Staffelgeschosse“, erklärte Verena Rühr-Bach, die Vorstandsvorsitzende der EWG, den Gästen. Vorn wird es zwei Geschosse geben, dahinter drei. Letztlich besteht der Waldblick aus zwei Gebäuden mit einer gemeinschaftlichen Großterrasse, von der aus man den Blick über Neuzelle genießen kann. „Wir wären allein nie darauf gekommen, hier in einen Neubau zu investieren“, sagte die EWG-Chefin. Auf diese Idee habe sie erst Dietmar Baesler, der Neuzeller Bürgermeister, gebracht. Und die Fläche am Sportplatz gab es nur im Doppelpack mit dem ehemaligen Landambulatorium. Letzteres ist bereits fertig umgebaut, modernisiert und bezogen.

Baesler war am Montag auch vor Ort und strahlte. „Mit diesen 20 Wohnungen geht ein riesengroßer Wunsch von mir und vielen Neuzellern in Erfüllung“, erklärte er. Es gebe nämlich einige Ältere, die ihr Haus nicht mehr bewirtschaften können, aber gern in Neuzelle bleiben möchten. So wie beispielsweise Norbert Kühnast, der es sich nicht nehmen ließ, dem Spatenstich beizuwohnen. Der 76-Jährige und seine Frau wohnen in direkter Nachbarschaft zu dem Bauprojekt, in das die EWG etwa drei Millionen Euro investiert. „Aber man muss ja auch ein bisschen weiter denken“, sagte der Senior mit Blick aufs Alter. Die Bewirtschaftung des eigenen Grundstückes wird schließlich nicht leichter. „Wir wollen hier in eine Wohnung ziehen.“ Kühnast hat sich bereits auf eine Liste bei der Wohnungsbaugenossenschaft setzen lassen. Seine Wunschwohnung hat er sich schon ausgesucht. Mit Waldblick.

„Das Interesse ist groß“, erklärte Romy Steyer, Leiterin der Vermietung. Und die meisten, die sich schon haben vormerken lassen, würden tatsächlich aus Neuzelle und Neißemünde sein. „Genau das wollen wir ja auch“, betonte Verena Rühr-Bach. „Wir möchten vor allem neue Mieter gewinnen.“ Denn das Unternehmen habe ja nichts davon, wenn Eisenhüttenstädter Genossenschaftsmitglieder in die Wohnanlage nach Neuzelle ziehen. Dann stünden ja in den Wohnblöcken in der Stahlstadt wieder Wohnungen frei. Noch können sich Interessenten melden, versicherte Romy Steyer.

Ein weiterer Nachbar hörte aufmerksam zu und zeigte sich ebenfalls erfreut über das Projekt. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass die Anwohner mehr mit in die Planung einbezogen worden wären. Schließlich handele es sich um ein Eigenheimgebiet, in dem jetzt ein dreigeschossiges Gebäude entsteht. Verena Rühr-Bach nickte verständnisvoll, verwies aber auf die öffentliche Auslage des Bauvorhabens Mitte des vergangenen Jahres. Insgesamt äußerte sie sich sehr lobend über die schnelle Arbeit sämtlicher Behörden. „Das war schon eine starke Nummer.“

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