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Umfangreiche Maßnahmen in diesem und im kommenden Jahr geplant / Arbeiten bei laufendem Verkehr möglich

Bauwerk
Magistralbrücke wird saniert

Stefan Lötsch / 17.04.2018, 20:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die sogenannte Magistralbrücke in der Straße der Republik über den Oder-Spree-Kanal muss in diesem und im kommenden Jahr umfangreich saniert werden. Eine Sperrung ist aber nicht erforderlich. Die Stadt rechnet mit Kosten von gut einer Million Euro.

In regelmäßigen Abständen werden die größeren Brücken in Eisenhüttenstadt überprüft. „Bei der letzten Hauptuntersuchung wurden für die Magistralbrücke mehrere Maßnahmen festgesetzt und empfohlen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden müssen“, sagt Michael Reichl, Leiter des Fachbereiches Bauen und Liegenschaftsverwaltung. Zuletzt wurde das Bauwerk, das in den Jahren 1961/1962 errichtet wurde, vor mehr als 20 Jahren umfangreich instand gesetzt, sagt Ute Kramer vom Fachbereich. Dass die Stadt aktiv wird, hat auch den Grund, die Nutzungsdauer der Brücke, vor allem auch die Tragfähigkeit, so lange wie möglich zu erhalten. Die Nutzungsdauer eines solchen Bauwerkes beträgt 70 Jahre, bleiben von diesem Jahr aus gerechnet noch 14 Jahre. Aber Michael Reichl geht nicht davon aus, dass dann ein Neubau fällig würde, nicht zuletzt, weil die Stadt rechtzeitig mit Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen beginnt.

In diesem Jahr wird schon einmal ein Teil der Empfehlungsliste abgearbeitet, die sich aus der Brückenhauptprüfung im Jahr 2012 ergeben hat. Die Autofahrer werden davon kaum etwas mitbekommen, andererseits wird durch die Maßnahme die Tragfähigkeit der Brücke gewährleistet. Demnach muss die Zugverankerung erneuert werden. „Die Schraubverbindungen zur Ankerplatte sind nicht kraftschlüssig“, erklärt Ute Kramer. Das sei ein Indiz dafür, dass die Zugverankerung der Lager am Widerlager nicht mehr fest im Widerlager verankert sei, so Ute Kramer. Das ist aber wichtig: Immerhin erstreckt sich das Bauwerk über 112 Meter unter anderem über den Oder-Spree-Kanal. Nur wenn die Maßnahme durchgeführt wird, ist sichergestellt, dass auch künftig Lastwagen mit entsprechender Tonnage die Brücke passieren können. Die Kostenschätzung belaufen sich in diesem Fall auf rund 195 000 Euro.

Teurer wird es im kommenden Jahr. Dann ist allerdings auch die Liste der Maßnahmen wesentlich länger. Rund 830 000 Euro sind nach bisherigen Kostenschätzungen in der Finanzplanung des Haushaltes dafür vorgesehen. Unter anderem muss der Korrosionsschutz an verschiedenen Stellen des Bauwerkes erneuert werden. Vorgesehen ist auch, die Fugenanschlüsse zwischen Brückenkörper und der Fahrbahn zu erneuern. Auch sind neue Sicherheitsvorschriften zu berücksichtigen. So werden zusätzliche Leitplanken montiert, die verhindern sollen, dass ein Auto, das von der Fahrbahn abkommt, im Oder-Spree-Kanal landet. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert.

Darüber hinaus wird bei dieser Gelegenheit auch eine Maßnahme umgesetzt, die mit der Brücke eigentlich nichts zu tun hat, das Bauwerk aber unnötig belastet. So verlaufen an der Unterseite noch alte Fernwärmerleitungen, die aber schon seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb sind. Diese Leitungen werden abgerissen. „Das ist nur eine zusätzliche Last für die Brücke“, erklärt Michael Reichl.

Auch wenn die Maßnahmen umfangreich sind, zu einer Vollsperrung wird es nicht kommen. Ute Kramer verweist darauf, dass die Fahrbahn insgesamt vier Spuren hat, es also genügend Platz gibt.

Insgesamt ist die Stadt für den Unterhalt von 18 Brücken zuständig, drei sind hinzugekommen, als die Nordanbindung gebaut wurde, erklärt Michael Reichl. Diese neuen Brücken sind nicht so wartungsintensiv. Und es gibt auch Überführungen, die im Unterhalt nicht so teuer sind. Als Beispiel nennt Ute Kramer die Brücken im Gartenfließ an der Diehloer Straße. Für die turnusmäßigen Überprüfungen muss die Stadt in diesem Jahr laut Haushaltsplan rund 24 000 Euro ausgeben. Außerdem steht in diesem Jahr auch noch eine weitere Brücke auf dem Investitionsprogramm So muss die Gewölbebrücke im Ziegelweg, was schon im vergangenen Jahr vorgesehen war, instand gesetzt werden. Dafür sind in diesem Jahr 60 000 Euro veranschlagt. Auch für die weiteren Jahre gibt es schon Planungen für die Reparatur von Brücken, zumindest sind im Finanzplan schon mögliche Kosten eingestellt. So wird die Eisenbahnbrücke in der Straße der Republik ab 2020 in Angriff genommen. 10 000 Euro sollen die Reparaturen in zwei Jahren kosten. 2021 werden dann noch einmal 66 000 Euro fällig.

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