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Mehr als 200 00 Euro für Straussee-Analyse

Straussee
Sinn eines neuen Gutachtens hinterfragt

Jens Sell / 17.04.2018, 20:21 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Stadt hat am 9. April den Zuwendungsbescheid für die Förderung des Gutachtens zur Untersuchung der Ursachen für das Absinken des Straussee-Wasserspiegels erhalten. Wie Bürgermeisterin Elke Stadeler in der jüngsten Stadtverordnetensitzung auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Fuchs antwortete, sei der Bescheid allein über zwei Zentimeter dick und belaufe sich auf mehr als 200 000 Euro: „Wir müssen den erst einmal durcharbeiten. Fest steht, dass es ohne europaweite Ausschreibung nicht machbar sein wird, alle Regularien einzuhalten.“ Andreas Fuchs hatte den Sinn eines weiteren Gutachtens in Frage gestellt, wo es doch schon mehrere gebe. Elke Stadeler stimmte zu: „Es wäre töricht, wenn wir die alten Dokumente ignorierten.“ Auf Nachfrage des Linken-Stadtverordneten Martin Schultheiß sagte die Bürgermeisterin: „Sie hatten uns beauftragt, mit einer Hochschule zusammenzuarbeiten, aber wir müssen uns bei der Vergabe an die Regeln halten.“

Alt-Bürgermeister Jürgen Schmitz (grün, liberal, bürgernah) verwies darauf, dass der Pegel Ende September 2016 bei 66 Zentimeter gestanden habe: „Jetzt, nach eineinhalb Jahren, steht das Wasser am Hilfspegel bei 106 Zentimetern. Wollen wir tatsächlich  die 230 000 Euro für ein Gutachten mit der Schlusserkenntnis ausgeben, es müsste mehr regnen in der Region?“ Elke Stadeler sagte, man müsse den Bescheid erst lesen, sie könne nicht von Amtswegen sagen, sie nehme das Geld nicht an. (js)

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