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Auslaufplatz
Hier können Hunde wild sein

Freilauf und Schnuppern: Zwischen Leistikowstraße und Lützowring wurde die erste Hundeauslauffläche im Land Brandenburg, die direkt im Wald liegt, eröffnet.
Freilauf und Schnuppern: Zwischen Leistikowstraße und Lützowring wurde die erste Hundeauslauffläche im Land Brandenburg, die direkt im Wald liegt, eröffnet. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 17.04.2018, 20:39 Uhr
Fürstenwalde Fürstenwalde. Kaum hat Stadtforstchef Thomas Weber die Schleuse zum neuen Hundeauslaufplatz zwischen Leistikowstraße und Lützowring geöffnet, stürmen die zahlreich erschienenen Gäste mit ihren vierbeinigen Begleitern das Areal. Ursula-Anne Bochel lässt Emil – einen English Springer Spaniel – von der Leine. Sofort nimmt Emil Fährte auf und jagt seinen Artgenossen hinterher. „Ich finde die Idee super. Wo kann man schon seinen Hund frei laufen lassen, ohne gegen das Waldgesetz, das Leinenzwang vorsieht, zu verstoßen“, sagt die Steinhöflerin.

Rund zwei Dutzend Hunde verschiedener Rassen nehmen die 1,2 Hektar große, eingezäunte Waldfläche derweil in Besitz. Wild laufen die Tiere durcheinander, schnuppern und klären die Rangfolge nach Hundemanier. Die Reden zur Eröffnung des ersten Hundeauslaufs in einem Brandenburger Wald gehen fast im tierischen Gerangel unter. Carolin Schilde, Staatssekretärin im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft nimmt es – selbst Hundebesitzerin – gelassen. „Meine Hündin ist zu Hause, sonst hätten sich alle anwesenden Rüden sofort verliebt“, begründet sie schmunzelnd. Das sollten auch die Nutzer des Auslaufplatzes beachten: Läufige Hündinnen sind auf dem Gelände tabu. „Hier darf Hund noch Hund sein. Die Halter sollten aber auch im umzäunten Gelände ihre Verantwortung wahrnehmen“, sagt der zuständige Revierförster Martin Müller, der auch Ansprechpartner für die Nutzer ist. „Das Projekt auf Initiative des Fürstenwalder Stadtforstes  ist beispielgebend. Hundeauslaufgebiete in Brandenburger Wäldern sind Neuland“, sagt Carolin Schilde und begrüßt  darüber hinaus weitere Aktivitäten.

Das Pilotprojekt sorgte im vergangenen Jahr zuerst bei den Stadtverordneten für kontroverse Diskussionen und erhielt schließlich eine knappe Mehrheit. Noch in diesem Jahr soll eine zusätzliche Auslauffläche am Amselweg übergeben werden. Eine weitere ist 2019  in der verlängerten Frankfurter Straße geplant.(bw)

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