Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sven Weller kandidiert für Wählergruppe BVB/Freie Wähler / Bürgernähe und Transparenz sind seine Prioritäten

Bewerber
Mit Hartnäckigkeit und Leidenschaft

Susan Hasse / 18.04.2018, 15:19 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ) Für den 22. April sind die Barnimer aufgerufen, an die Wahlurnen zu treten, um einen neuen Landrat zu bestimmen. Fünf Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen. Die Märkische Oderzeitung stellt sie in dieser Woche im Porträt vor. Heute: Sven Weller.

Sven Weller geht für die Wählergruppierung BVB/Freie Wähler  ins Rennen um das Landratsamt. Auf die Frage, warum er als Landrat geeignet ist, hat Weller eine klare Meinung: „Ich möchte viel verändern und die Bürger stärker an der Politik beteiligen“. Die Hinterzimmerpolitik im Barnimer Kreistag müsse endlich ein Ende haben, findet er.

Sven Weller brennt für Politik, das wird sofort spürbar: Gerade die kommunalpolitischen Themen liegen ihm am Herzen. Er ist seit 2017 im Kreistag als sachkundiger Einwohner im Bau- und Wirtschaftsausschuss aktiv. Zusätzlich nimmt er, manchmal  zum Missfallen seiner Familie, an Sitzungen des Finanz- und Hauptausschusses teil und stellt unbequeme Fragen. Die notwendige Kraft für die mühselige Gremienarbeit findet Weller beim Werkeln im eigenen Garten und natürlich bei seiner Familie.

Der gelernte Konstruktionsmechaniker ist mit vollem Herzen Familienmensch, er lebt mit seiner Frau und vier  Kindern in Finowfurt. Seine Frau Marietta unterstützt ihn, wo sie kann. Sie hat sich sogar für ein Wahlplakat fotografieren lassen. Sie war es eigentlich auch, die ihn in die Barnimer Kommunalpolitik trieb. Die miserable Essensversorgung in der Schule Finowfurt war das erste politische Projekt von Weller.  Da hat ihn wieder die Leidenschaft zur Politik gepackt. Politisch aktiv war Weller nämlich schon vorher: Bei der Piratenpartei in Brandenburg/Havel.

Vor allem Hartnäckigkeit zeichnet Weller aus, wie politische Wegbegleiter lächelnd bestätigen. So hat er drei Jahre für freien Zoo-Eintritt für Barnimer Kindergärten gekämpft. Von seinem Erfolg erzählt er wie folgt: Von dem von Zoo-Direktor Bernd Hensch erwähnten Programm wollte in der Kreisverwaltung niemand etwas wissen. „Gibt es nicht“, lautete die Antwort. Doch Weller blieb am Ball, telefonierte, stellte Anträge und hakte nach. 2017 dann der Durchbruch: Das Kita-Programm für einen freien Tag im Zoo lebt.

Auch bei anderen Themen legt er die Finger in die Wunde. Sein Engagement ist auch der BVB/Freie Wähler aufgefallen. Sie fragten ihn, ob er nicht seinen Hut in den Ring als Landratskandidat werfen wolle. Er sagte spontan zu. Auf dem Wahlschein hat er die längste Unterstützerliste vorzuweisen: Gleich 14 Bürgerinitiativen setzen auf Weller. Er setzt auf Bürgernähe und Bürgerbeteiligung. Als Landrat würde er viel stärker mit den Menschen kommunizieren.

Mit der Struktur der Kreisverwaltung und den Themen des Kreistages ist er bestens vertraut. Demnach hat er auch viele Ideen, was er ändern würde, wenn er die Wahl gewänne. Ganz vorn: Den Barnim voranbringen. „Der Landkreis muss sich auf seine Stärken besinnen.“ Der Rohstoff der Region sei der Wald, man könne am Beispiel Österreichs sehen, wie dieser wirtschaftlich genutzt werden könne.

Sich selbst bezeichnet Weller als „links-sozial“. Er engagierte sich einst bei den Piraten. Heute vertritt er durchaus auch bürgerliche Themen. Weller will den Bereich Bildung fördern und die Kreisumlage senken.

Der 43-Jährige Versicherungsberater arbeitet in Berlin und kennt daher die täglichen Probleme der Pendler zwischen der boomenden Metropole und dem Land. Den öffentlichen Nahverkehr verbessern, ist daher eines seiner Hauptanliegen. Weller ist gebürtiger Berliner. 1974 ist er in einer klassischen Arbeiterfamilie in Berlin/Pankow geboren, lebte lange Zeit in Brandenburg an der Havel und seit 2012 schließlich in Finowfurt. Hier hat er sein Glück gefunden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG