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Fördermittel nicht wegwerfen

BARANDTN / 04.06.2008, 07:00 Uhr
Grunow-Dammendorf Der Weg zum Hammersee in Dammendorf ist teileingezogen. Die Gemeindevertreter von Grunow-Dammendorf gaben einer Beschlussvorlage der Amtsverwaltung Schlaubetal ihre Zustimmung, die als Kompromiss ein Befahren von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen vorsieht.

Der Weg am Hammersee in Dammendorf ist bis zum Einmündungsbereich auf den Weg an der Schlaubebrücke in der Nähe des Gasthauses Forsthaus Siehdichum teileingezogen. Im ersten Anlauf hatten die Abgeordneten die Beschlussvorlage der Amtsverwaltung Schlaubetal abgelehnt. Gegen den ersten Beschluss zur Teileinziehung im vergangenen Jahr hatte es Bedenken beispielsweise vom Gasthaus Forsthaus Siehdichum und vom Campingplatz Schernsdorf gegeben. Die Betreiber fürchteten einen Besucherrückgang, wenn wie vorgesehen nur noch Krafträder, Mofas, Radfahrer und Fußgänger sowie Fahrzeuge zur Bewirtschaftung und Nutzung anliegender Grundstücke den Weg nutzen dürfen. Deshalb hatte die Verwaltung in einer neuerlichen Beschlussvorlage vorgeschlagen, dass auch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen den Weg befahren dürfen. Damit konnten sich die Gemeindevertreter nicht anfreunden und wiesen den Beschluss ab.

Bei der jüngsten Sitzung hatte die Verwaltung einen Kompromiss formuliert: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen dürfen den Weg zum Hammersee nutzen. Dieser Beschluss wurde zwar letztlich einstimmig gefasst, ihm gingen jedoch viele Diskussionen voraus. Ziel der Teileinziehung sei es allein, den Landkreis endlich mit diesem Mittel aufzufordern, den Weg mit Hilfe von Fördermitteln auszubauen.

In der Einwohnerfragestunde vor dem Beschluss erhielt Norbert Krause vom Forsthaus Siehdichum von den Gemeindevertretern Rederecht. Er plädierte noch einmal eindringlich dafür, die Straße als wichtige Querverbindung für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen offen zu lassen. Immerhin solle dort auch der Lückenschluss für den Fahrradweg Beeskow-Sulecin entstehen, der durch den Kreis finanziert wird. "Die Schlaubebrücke wurde für 260 000 Euro saniert. Für eine Sackgasse?", fragte er. Den Radweg sieht Krause als Chance für die Sanierung der Straße.

Als die Gemeindevertreter die Straße 1994 vom Kreis "übergeholfen" bekamen, konnten sie den Eigenanteil für den Ausbau nicht aufbringen. Jetzt sähe das schon anders aus, meinen sie. Doch laut Bürgermeister Bruno Blasche seien mehrere Gespräche mit dem Landkreis bisher nicht über Absichtserklärungen hinausgegangen. "Die Beschlussvorlage ist für mich ein Risiko. Wenn der Bau 2009 nicht kommt, bleibt für mich die Straße eine Gefahrenstelle", so Blasche.

Amtsdirektor Detlef Meine formulierte es drastisch: "Wenn Sie die Straße nicht wollen, wird auch der Radweg sicher nicht gebaut." Deshalb folgten die Gemeindevertreter auch dem Ansinnen von Wolfgang Pfoth: "Wir dürfen uns den Weg zu Fördermitteln nicht verbauen. Deshalb sollten wir den Weg bis 3,5 Tonnen zulassen." Was dann auch geschah.

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