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Im vergangenen Jahr haben die fleißigen Freiwilligen beim Bau unseres barrierefreien Zugangs zur Mühle geholfen.

Ehrung
Esskastanie in der Allee der Jahresbäume

Hier könnte was zum Essen wachsen: Harald Schill, Mattes Krüger, Friedhelm Boginski und Bernhard Götz (v. l.) pflanzen.
Hier könnte was zum Essen wachsen: Harald Schill, Mattes Krüger, Friedhelm Boginski und Bernhard Götz (v. l.) pflanzen. © Foto: Ellen Werner
Ellen Werner / 26.04.2018, 22:00 Uhr
Eberswalde Sie blüht in Büscheln langer, gelber Kätzchen und ihre gerösteten Früchte geben ein beliebtes Naschwerk ab: die Esskastanie. Ein Exemplar der mediterranen Baumart ergänzt seit Donnerstag die Allee der Jahresbäume an der Schwärzeachse. Zum Tag des Baumes am Vortag haben Vertreter der Stiftung Waldwelten gemeinsam mit Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) und Stadtförster Mattes Krüger das Bäumchen wenige Meter vom Eingang zum Forstbotanischen Garten eingepflanzt.

Von der späteren üppigen Blüte ist dort noch nichts zu ahnen. Im Moment ist es ein dürres, etwa drei Meter hohes Stämmchen. Davon wie es einmal aussehen könnte, können sich Besucher des Forstbotanischen Gartens ein paar Meter weiter ein Bild machen. Drei Esskastanien wachsen dort. „Mit stattlichem Durchmesser“, sagt Bernhard Götz, wissenschaftlicher Leiter des Gartens und Stiftungsvorstand. Bekannt ist, dass die Esskastanie im Wald bis zu 35 Meter hoch werden kann.

„Sie war einst der Brotbaum für Menschen vor allem in gebirgigen Regionen“, berichtet Stiftungspräsident Harald Schill. Vor etwa 2000 Jahren wanderte die ursprünglich in Südeuropa, auf dem Balkan und Kaukasus beheimatete Baumart nach Norden. „Man hat lange behauptet, sie wächst nur in Weinbauklimaten“, so Schill. Im Zuge des Klimawandels sei der anspruchslose Baum aber ein ernstzunehmender Kandidat für die hiesige Forstwirtschaft, der auch schönes Holz liefere. Zu sehen ist das bereits am etwa 25 Jahre alten Esskastanienbestand auf Versuchsflächen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) im Stiftungswald. „Die Bäume wachsen sehr gut, sie blühen und sie fruktifizieren auch gut“, ergänzt Bernhard Götz.

Wie gut sich der mediterrane Baum in Eberswalde macht, wird sich auch im Stadtwald bald zeigen. „Wir pflanzen die Esskastanie im Herbst bei der Heidereise“, sagt Stadtförster Mattes Krüger. Sturm Xavier im Herbst 2017 habe gezeigt, „wo unsere Grenzen sind“, so Krüger. „Die Windwurflöcher in der Oberheide hinter dem Waldcampus wollen wir nun mit Laubholz bepflanzen, das den Klimawandel besteht.“ Darunter seien etwa 500 bis 1000 Esskastanien.

Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) sieht die Pflanzaktion zum Tag des Baumes als Zeichen einer „sehr lebendigen Kooperation“ zwischen der HNE und der Stadt in der Stiftung Waldwelten. Diese Kooperation wolle die Stadt künftig auch finanziell unterstützen. „Das wollen wir den Stadtverordneten im Mai vorschlagen“, so Boginski.

Die Esskastanie bildet mit Elsbeere, Holzapfel, Linde, Feldahorn, Eiche, Lärche und der Gemeinen Fichte die Allee der Jahresbäume. (wer)

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