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Walpurgisnacht
Stockbrot und Suppe vom Hexenfeuer

Wenn sich Hexen mit dem Teufel einlassen: Zünftig haben Mitglieder und Gäste des Dorfvereines Menz die Walpurgisnacht am Roofensee gefeiert.
Wenn sich Hexen mit dem Teufel einlassen: Zünftig haben Mitglieder und Gäste des Dorfvereines Menz die Walpurgisnacht am Roofensee gefeiert. © Foto: Wolfgang Gumprich
Jürgen Rammelt / 01.05.2018, 19:45 Uhr
Menz Wenn es einen Grund zum Feiern gibt, dann wird beim Dorfverein Menz nicht lange überlegt. So war es auch kein Wunder, dass gleich zwei Höhepunkte am Wochenende in dem zur Gemeinde Stechlin gehörendem Ort auf dem Programm standen: Die Aufstellung des Maibaumes am Sonntag und die Walpurgisnacht am Montagabend.

Zum letzteren Fest hatte der Verein an den Badestrand am Roofensee eingeladen. Übrigens zum zweiten Mal, nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr. Hans Jürgen Bartel zeigte sich auch diesmal hinsichtlich der Resonanz außerordentlich zufrieden. Bereits kurz nach 18 Uhr hatten sich rund 50 Leute aus dem Ort am Seeufer eingefunden.

Der Vereinsvorsitzende selbst hatte sich als Teufel verkleidet, während seine Frau Kathrin als Hexe auftrat und Tochter Maria mit wallenden roten Haaren stilecht die Walburga mimte. Dabei waren die drei nicht die einzigen Gäste, die sich als Hexen und Teufel herausgeputzt hatten. Auch die achtjährige Lynn sowie deren Freundinnen Sophie (9) und Helena (6) hatten sich ein Hexen-Outfit zugelegt. Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest. Der Name leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am Tag ihrer Heiligsprechung, dem 1. Mai, gefeiert wurde.

Und natürlich gab es am nahen See ein Hexenfeuer, das vom Teufel in Person von Hans Jürgen Bartel zusätzlich angeheizt wurde und an dem Abend auch zum Backen von Stockbrot genutzt wurde. Um das Feuer tanzten außerdem einige Hexen, wenn sie nicht gerade die Gelegenheit nutzten, um sich mit Hexensuppe oder einem mehr oder weniger hochprozentigen Hexentrunk zu stärken. Dafür sorgte im Hexenkostüm Kristina Grimm, die auch die Hexensuppe zubereitet hatte. Die Mischung aus Schnäbeln vom Kakadu, Sohlen vom Wanderschuh, sechs Litern  Milch, aus drei Löffeln Tiramisu und weiteren ominösen Zutaten hörte sich sonderbar an.

Begleitet von Jannis Poltier auf der Gitarre wurde ein Hexenlied gesungen. Und da die Organisatoren zur Melodie des Liedes „Die Affen rasen durch den Wald“ auch Textblätter vorbereitet hatten, stimmten die meisten Gäste fröhlich mit ein. Doch das war, wie Hans Jürgen Bartel erklärte, nicht das Wichtigste an diesem Tag. Mit dem Fest wurde erneut die Dorfgemeinschaft gestärkt, ein Anliegen, das dem Verein besonders am Herzen liegt.(jr)

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