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Besuch
Staatssekretärin steht Schülern Rede und Antwort

Staatssekretärin Anne Quart (vorn) sah sich die Abschlusspräsentation an.
Staatssekretärin Anne Quart (vorn) sah sich die Abschlusspräsentation an. © Foto: Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 03.05.2018, 18:41 Uhr
Fehrbellin (MOZ) Die Projekttage der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik haben an der Fehrbelliner Oberschule am Rhin eine lange Tradition. Diesmal ging es um Flucht, Migration und Integration sowie um nachhaltigen Konsum. Zum Abschluss konnten die Zehntklässler eine Politikerin mit ihren Fragen löchern, und sie nutzten die Chance ausgiebig.

In zwei Gruppen unterteilt hatten sich die 37 Zehntklässler den gesamten Tag über mit den Themen befasst. Das hatte sich am Ende des Tages auch gelohnt, wie die Schüler einschätzten. „Ich habe viel gelernt, besonders zum Thema Immigration“, erklärte einer der Zehntklässler. „Das war nicht langweilig, und die Frauen waren super nett“, schätzte sein Mitschüler Brian Krohn ein. Die Frauen, das waren die Mitarbeiterinnen der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik (Geko), die seit Jahren regelmäßig die Fehrbelliner Schule besucht.

Nach der Arbeit in den Gruppen spielten die Schüler das Brettspiel „Keep cool“, das veranschaulicht, dass niemand das Problem des Klimawandels lösen kann, wenn jeder nur seine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt. Die Abschlusspräsentation wohnte dann auch die brandenburgische Europastaatssekretärin Anne Quart bei, die sich im Anschluss den Fragen der Schüler stellte. Nachdem diese anfangs etwas steif von Karten abgelesen wurden, entwickelte sich schließlich ein echter Dialog. Begonnen hatte dieser mit der Frage nach der Entwicklungshilfe für Afrika. Quart berichtete den Zehntklässlern, dass dort mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat: weg vom Verschiffen von Hilfsgütern aus Europa in den Süden – hin zu dem Verständnis dafür, dass den Menschen in den Ländern geholfen werden muss, sich ihren Wohlstand selbst zu erarbeiten. Warum deutsche Soldaten im Ausland kämpfen, warum Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden oder warum es viele Waffen für den Krieg gibt, aber nicht genügend Geld für Lebensmittel da ist, waren da nur einige der weiteren Punkte. Die Schüler wollten wissen, warum Marihuana verboten, Alkohol aber erlaubt ist,  welche Vor- und Nachteile eine Zuckersteuer hätte, warum Quart Abrüstung als eher für den Frieden geeignet sieht als Aufrüstung, warum es Altersbeschränkungen bei Medien gibt und wie Quart den US-Präsidenten Trump einschätzt.

Viel Gemurmel gab es, als die Frage nach ihrem Gehalt beantwortet wurde: 10 000 Euro brutto. „Das ist viel. Aber ich spende eine Menge und bin über den Rest als alleinerziehende Mutter zweier Kinder ganz froh“, gab die Staatssekretärin zu.

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