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Neuer Oberbürgermeister legte Amtseid ab / Martin Wilke feierlich verabschiedet / Große Bürgerbeteiligung bei Festakt

OB René Wilke
„Unsere Stadt, das sind wir“

René Wilke nachdem er die Amtskette überreicht bekommen hat in der Marienkirche Frankfurt (Oder).
René Wilke nachdem er die Amtskette überreicht bekommen hat in der Marienkirche Frankfurt (Oder). © Foto: MOZ
Heinz Kannenberg / 06.05.2018, 16:40 Uhr - Aktualisiert 06.05.2018, 23:25
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nach acht Jahren Amtszeit wurde am Sonntag in der Marienkirche Martin Wilke (parteilos) als Oberbürgermeister verabschiedet. Unter großer Bürgerbeteiligung wurde René Wilke (Linke) ins Amt eingeführt. Er leistete den Amtseid mit den Worten „So wahr mir Gott helfe“.

Peter Fritsch (SPD), der vor acht Jahren als Stadtverordnetenvorsitzender Martin Wilke die Amtskette im Rathaussitzungssaal übergab, würdigte ihn als Oberbürgermeister der „erstaunliches“ geleistet habe. Unter anderem sei die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Slubice erheblich intensiviert worden. Und Martin Wilke habe erheblichen Anteil am Erhalt der Kreisfreiheit. „Wer Erfolge kleinredet, verschließt die Augen vor Realitäten“, mahnte Fritsch rückblickend auch auf den Wahlkampf. Er drückte unter Beifall der Anwesenden seine Hoffnung aus, dass Martin Wilke auch künftig seine Erfahrungen und Netzwerke an gegebener Stelle zum Wohle der Stadt einsetzen wird. Der scheidende Oberbürgermeister dankte allen, die ohne Wenn und Aber ihn und die gesamte Verwaltungsspitze beim Erhalt der Kreisfreiheit unterstützt haben. Er verwies darauf, dass er als OB seinem Amtsnachfolger erstmals wieder nach 16 Jahren einen ausgeglichenen Haushalt, ohne dafür Vermögen veräußert zu haben, hinterlässt. Mit herzlichen Worten bedankte sich Slubices parteiloser Bürgermeister Tomasz Ciszewicz vor etwa 500 Anwesenden bei Martin Wilke. René Wilke lud er zu einem Ausflug nach Slubice und in den Landkreis ein, um gemeinsam noch viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit kennenzulernen.

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Oberbürgermeister René Wilke wird vereidigt

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Unter den Anwesenden in der Marienkirche waren Landräte, Bundestagsabgeordnete, der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jacobs und zahlreiche Linken-Politiker. Sozialministerin Diana Golze (Linke) würdigte René Wilke als Menschen, der für einen anderen Politikstil stehe, der Hoffnung mache. Frankfurt habe jetzt mit René Wilke die Chance, dass es auch anders geht. In einer sehr grundsätzlichen politischen Rede warb die Landeschefin der Linken, sich gegen Armut, insbesondere Kinderarmut, stark zu machen. Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen und nicht der Gewinn, betonte sie. Im Anschluss hängte der Stadtverordnetenvorsitzende Wolfgang Neumann René Wilke unter lang anhaltendem Beifall die Amtskette um. Viele Bürger erhoben sich von ihren Sitzen. René Wilke leistete den Amtseid mit den Worten „So wahr mir Gott helfe“.

In einer mehrfach von Beifall unterbrochenen Rede betonte René Wilke, dass er als OB vor allem die Bürgergesellschaft weiter voranbringen wolle: „Kümmern wir uns um unsere Stadt so, als wäre es unser Zuhause. Es ist unser Zuhause. Unsere Stadt, das sind wir.“ Er warb um einfache Freundlichkeit, überall wo sich Menschen begegnen und miteinander zu tun haben. Das schließe Kritik nicht aus. Er wolle ein OB sein, der allen Frankfurtern gleichermaßen zuhört.

Nach der Stichwahl habe er sich bereits intensiv auf die Amtsübernahme vorbereitet. So wolle er zügig eine neue, erweiterte Verwaltungsspitze, die die politischen Verhältnisse in der Stadt breit abbilde, zusammenstellen. In seiner letzten Landtagswoche hatte Wilke sich in Potsdam vernehmen lassen, dass dieser dann zwei Parteilose und vier Vertreter von Parteien angehören werden. In der Marienkirche betonte Wilke, dass er vor allem mit der CDU und der SPD gesprochen habe. Wie aus SPD-Kreisen zu vernehmen ist, soll der neuen Verwaltungsspitze auch künftig Jens-Marcel Ullrich angehören. Heute am ersten Arbeitstag im Rathaus, so hatte er es mindestens geplant, will René Wilke erste Ausschreibungen auf den Weg bringen.

Der neue Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) heißt René Wilke. Am 6. Mai wurde er offiziell in der Marienkirche vereidigt.
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Vereidigung von René Wilke

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René Wilke stellte in den Mittelpunkt seiner 30-minütigen Rede die Herausforderung, dass sich in den Städten Europas die Zukunft der Europäischen Union entscheide. Dort wo das Leben konkret und die Folgen spürbar seien. Frankfurt und Slubice bezeichnete er als „Leuchtfeuer der Hoffnung für die europäische Idee“. „Ich möchte, dass wir ein Ort der europäischen Debatte – ja unbedingt auch der kritischen – werden“, betonte er (siehe Seite 15).

Als erste Amtshandlung nahm René Wilke dann die Eintragung seines Vorgängers in das Goldene Buch der Stadt vor. Darin heißt es: „Die Stadt Frankfurt (Oder) dankt Martin Wilke und würdigt seine Verdienste für die Stadtentwicklung, insbesondere seinen Erfolg beim Erhalt der Kreisfreiheit unserer Kleist-Stadt, sein großes Engagement für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Ostdeutschland und seinen Einsatz für die Förderung bürgerschaftlichen Engagements.“

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Roland Totzauer 06.05.2018 - 17:44:09

DPA-Journalist kennt sich nicht aus!

Toll - Frankfurt hat also - glaubt man der Verlautbarung der/des ahnungslosen DPA-Journalisten/in - jetzt also noch ein zweites "Konzerthaus". Auch erstaunt mich, wieso die MOZ-Redaktion diesen Unsinn vom "heutigen Konzerthaus" ungefiltert veröffentlicht. Scheinbar ist der/die diensthabende Journalist/in nur ein vor sehr kurzem zugezogene/r "Neu-Frankfurter/in".

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