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Angebote der Einrichtungen der Region gut angenommen

Museumstag
Neue Knoten im Museumsnetzwerk

Ulf Grieger / 15.05.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 15.05.2018, 08:16
Seelow (MOZ) Zum Museumstag hatten die Gastgeber in allen regionalen Erinnerungsstätten einen guten Zuspruch. Sie profitierten zum Teil auch von den gleichzeitigen 20. Kunst-Loose-Tagen, die Ausflügler in die Region gelockt hatten. Viele Gäste kamen aber auch ganz gezielt in die kleinen Museen.

Das Museumstag-Thema „Netzwerk“ ist in der Oderlandregion ein brennend aktuelles. Gleich zwei Initiativen bemühen sich hier, die zumeist ehrenamtlichen „Einzelkämpfer“ in den kleineren Einrichtungen zusammenzuführen. Die eine gehe vom Oderbruchmuseum Altranft aus. Bereits als zehnte Einrichtung kann sich das Filmmuseum Golzow nun mit der Plakette als „Kulturerbestätte“ schmücken. Nachdem zuvor bereits das Korbflechtermuseum Buschdorf und das Dorfmuseum Friedrichsaue solche Stätten geworden sind, ist nun auch das Filmmuseum in diesem Netzwerk verankert. Lars Fischer vom Museum Altranft würdigte das Filmmuseum als aktiven, lebendigen Ort, an dem Alltagskultur erforscht und präsentiert wird.

Zum Museumstag hatten die Gastgeber in allen regionalen Erinnerungsstätten einen guten Zuspruch. Sie profitierten zum Teil auch von den gleichzeitigen 20. Kunst-Loose-Tagen, die Ausflügler in die Region gelockt hatten. Viele Gäste kamen aber auch ganz gezielt in die kleinen Museen.
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Museumstag 2018 in der Oderlandregion

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In Seelow startete der Museumstag, der dort zum dritten Mal von der Gedenkstätte, dem Schweizerhaus und dem Geschichtsbahnhof veranstaltet wurde, mit einem Auftakt für ein deutsch-polnisches Erinnerungsstätten-Netzwerk. Die Museen in der Kreisstadt werden enger mit Einrichtungen in Küstrin/Kostrzyn und Slonsk/Sonnenburg kooperieren. Anfragen zur Zusammenarbeit gebe es aber auch aus Neudamm/Debno oder Witnica/Vietz, so Bürgermeister Jörg Schröder.

In Golzow gedachten die Teilnehmer des Museumstages des kürzlich verstorbennen einstigen Filmkindes „Jochen“ mit einer Schweigeminute. Das Filmporträt von Hans-Joachim Teich, „Jochen – Ein Golzower aus Philadelphia“, wurde von Barbara und Winfried Junge 2001 veröffentlicht.

Gestartet wurde der Tag in Golzow mit einem Benefiz-Essen zu Gunsten der technischen Ausstattung der Einrichtung. Unterstützt von der Landtagsabgeordneten Simona Koß (SPD) und viele Helfern, wurde das ein voller Erfolg, bedankte sich Ines Mischker, Vorsitzende des Trägervereins „Golzower für Golzow. Horst Wiese, langjähriger Fotograf auch dieser Zeitung, stellte sein Oderbruch-Buch „Pegelgeflüster“ vor. Ein Exemplar ist nun in der Museumsbibliothek vorhanden.

Im Seelower Geschichtsbahnhof zeigte der Heimat- und Geschichtsverein Gusow-Platkow u. a. Exponate zum Alltagsleben während des vor 100 Jahren beendeten Ersten Weltkriegs. In der Gedenkstätte stellte Einrichtungsleiterin Kerstin Niebsch drei Frauenschicksale aus dem Oderbruch vor. Und Höhepunkt des Tages am Schweizerhaus war die Eröffnung der Ausstellung mit Fotos von Horst Seelig zur Stadtgeschichte und aus dem Leben des Heimatvereins Schweizerhaus Seelow.

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