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Männer des MTV Altlandsberg gewinnen das letzte Saisonspiel

Handball
Zum Abschluss große Show

Georgios Tsapanos / 16.05.2018, 05:00 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Nun ist auch der letzte Spieltag der Oberliga Ostsee-Spree Geschichte. Eine, an die sich die MTV-Männer auch zukünftig gerne erinnern werden, beenden sie sie doch neben Meister und Aufsteiger Füchse Berlin II   und Stralsunder HV als Dritte auf dem Treppchen.

Der dritte Platz in der Liga wurde letztendlich möglich, weil sich gleichzeitig der HSV Insel Usedom und der Ludwigsfelder HC 28:28 trennten.

Der Erfolg gegen Brandenburg-West war vor dem tobenden Pub-likum in der Erlengrund-Halle bereits gebührend bejubelt und gefeiert worden, die traditionellen Auszeichnungen und Verabschiedungen am Ende einer Saison liefen, als die Begeisterung eine weitere Marke der nach oben offenen Extraklasse erklomm. Die Nachricht, dass die Insulaner auf Usedom gegen Ludwigsfelde nicht hatten gewinnen können, machte in Windeseile die Runde. Das war das Sahnestückchen des Spieltages: Die 1. Männer-Mannschaft des MTV 1860 Altlandsberg beendet die Spielzeit 2017/18 als Tabellendritter. Das am Ende gar nicht mehr so heimliche Saisonziel des Teams war allen zwischenzeitlichen Widrigkeiten zum Trotz tatsächlich erreicht.

„Es ist symptomatisch für diese Saison“, fasste MTV-Coach Tilo Leibrich die Ereignisse nochmals zusammen, „dass wir unseren Erfolg nicht nur der eigenen Leistung, sondern auch der tätigen Mithilfe der Ludwigsfelder verdanken. Das ist in meinen Augen das Leitmotiv der Spielzeit. Beinahe immer, wenn wir mangels Fortune, Professionalität oder Tagesform den eigenen Anforderungen nicht gerecht wurden, haben andere Teams Ergebnisse abgeliefert, die vor allem einem nutzten: dem MTV.” Der Versuch des Altlandsberger Übungsleiters, dabei abgeklärt und irgendwie tiefenentspannt zu wirken, ging jedoch hoffnungslos daneben. Zu sehr war ihm nicht nur an den Augenwinkeln die tief sitzende Freude über das Erreichte anzusehen.

Auf dem Feld war die Angelegenheit allerdings einigermaßen zäh losgegangen. Die Gäste aus Brandenburg hatten als Tabellenletzte wirklich nichts mehr zu verlieren und legten dementsprechend los. Die Altlandsberger hatten wohl noch die jüngsten, eher durchwachsenen Ergebnisse ihrer letzten Auftritte in den Beinen und vor allem im Kopf, weshalb sie zunächst eher verhalten dagegenhielten.

Nach zehn Minuten stand es erst 4:4. Der Stimmung beim einheimischen Anhang tat das zum Glück keinen Abbruch, weshalb diese dann auch auf die Platte überschlug. Nach etwa einer Viertelstunde war aus dem 4:4 ein 10:4 geworden und fortan war in dieser Partie nur noch eines offen: die letztendliche Höhe des Heimsieges. Alles wurde untermalt von den Fan-Gesängen der MTV-Fußballer, die mal wieder für die berühmte Gänsehautstimmung in der Erle sorgten.

Und während im Hintergrund bereits die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen, wurden Friedrich Hanschel und Stephan Untermann, die sich beide auch in die Torschützenliste eintragen konnten, aus der Mannschaft sowie Co-Trainer Thomas Krakow aus dem Trainer- und Betreuerteam verabschiedet. Insbesondere er war ein ganz maßgeblicher Garant des Erfolges. Einer von den ganz wichtigen Leuten, die beinahe heimlich, still und leise, dafür aber umso effektiver im Hintergrund wirken. Tilo Leibrich und die Abteilungsleitung aber wissen, wie bedeutsam er für das Team war und wie schwierig jemand wie Thomas Krakow, in all seiner fachlichen wie sozialen Kompetenz, zu ersetzen sein wird. Wenn überhaupt.

Ehe sich die Männer in den wohlverdienten Handballurlaub  verabschieden, gab es dann noch die Torjägerkanone für den besten Werfer und die beste Werferin. Bei den Männern ging sie dieses Jahr an Dominic Witkowski, der aber ironischerweise das Kunststück fertig brachte, ausgerechnet im letzten Spiel keinen einzigen Treffer zu erzielen. Bei den Frauen konnte sich Ann-Catrin Höbbel freuen.

Gestiftet wurden die Trophäen auch in diesem Jahr wieder von den Senioren der Handballabteilung.

MTV Altlandsberg: Philipp Pohl, Emmanuel Frimpong – Nico Cornelius 4, Friedrich Hanschel 2, Marco Leupert 7/3, Josip Perkovic 5, Fabian Plaul 1, Florian Riegler 5, Toni Schäl 2,  Arian Thümmler 1, Ridha Trabelsi 4, Christian Untermann 2, Stephan Untermann 5/3, Dominic Witkowski

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