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Im Neuzeller Landweg wird illegal Müll entsorgt / Neben der Wilhelmstraße einziger Schwerpunkt in der Stadt

Müllentsorgung
Dreckecke blüht wieder auf

Illegal entsorgt: Im Neuzeller Landweg liegt dieser Müllhaufen am Straßenrand.
Illegal entsorgt: Im Neuzeller Landweg liegt dieser Müllhaufen am Straßenrand. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 16.05.2018, 06:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Ein ausrangiertes Sofa, ein Teppich, kaputte Gartenmöbel und Säcke voller Müll: Nachdem eine Zeit lang Ruhe war im Neuzeller Landweg, kommt es wieder zur illegalen Müllentsorgung. Schuldige werden keine gefunden. Die Entsorgungskosten bleiben an der Allgemeinheit hängen.

„Ja machen sie ruhig ein Foto. Eine Sauerei ist das“, sagt ein älterer Mann, der gerade mit seiner Frau auf dem Weg zu seinem Kleingarten in den Diehloer Bergen ist. Was ihn ärgert, ist nicht zu übersehen. Direkt am Neuzeller Landweg, in Nachbarschaft des Städtischen Alten- und Altenpflegeheims, ist eine illegale Müllkippe entstanden. Ausrangierte Möbel, Kanister mit undefinierbaren Flüssigkeiten, Teppiche, Matratzen und Müllsäcke liegen achtlos hingeworfen und abgekippt an einer Stelle, an der eigentlich einen Tag vor der Abholung Gelbe Säcke aus den Kleingartenanlagen gelagert werden sollen.

Das Müllproblem im Neuzeller Landweg ist nicht neu, hatte sich zeitweise aber erledigt, wie Jörg Slupecki, Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung, sagt. „Da haben sich wohl Kleingärtner ausgemüllt“, stellt der Verwaltungsmitarbeiter fest. „Da kann man nur den Kopf schütteln.“Denn was da am Straßenrand liegt und unansehnlich aussieht, könnte jederzeit kostenlos über den Sperrmüll entsorgt werden oder man bringt es direkt zur Kleinmengenannahmestelle des kommunalen Wirtschaftsunternehmens Entsorgung (KWU) in der Oderlandstraße.

Das wäre alles durch die Müllgebühren, die jeder zu entrichten hat, gedeckt. So entstehen nun aber zusätzliche Kosten. Die Stadt hatte schon einmal die Stadtwirtschaft beauftragt, den Müll abzutransportieren. Das muss die Stadt bezahlen. Die Entsorgung des sogenannten herrenlosen Mülls ist dagegen Aufgabe des KWU. Deren zusätzliche Kosten, die sie durch diesen Aufwand haben, werden auf die Allgemeinheit umgelegt. Laut der eigenen Statistik des KWU wurden im vergangenen Jahr 27 900 Euro für die Entsorgung von herrenlosen Müll ausgegeben. Insgesamt waren im gesamten Landkreis 421 Tonnen angefallen. Um die 400 Tonnen ist auch das Aufkommen der vergangenen Jahre.

Doch kaum war der Müll im Neuzeller Landweg beseitigt, wurde schon wieder neuer hingeschmissen. Jörg Slupecki erklärt sich das auch damit, dass Gelbe Säcke falsch befüllt werden. Das Entsorgungsunternehmen Alba nimmt die dann nicht mit, wie auch an anderen Stellen in der Stadt,weil sich in den Säcken nicht nur Plastikmüll befindet. Liegt aber erst einmal Müll am Straßenrand, kommt schnell neuer hinzu.

Die Müllecke im Neuzeller Landweg ist derzeit die einzige im Stadtgebiet, so Jörg Slupecki, abgesehen von dem großen Problem in der Garagenanlage Wilhelmstraße. Vor ein paar Jahren gab es auch einen Problemstandort an der Unterschleuse. Dort konnte durch bauliche Veränderungen Abhilfe geschaffen werden. Auch im Neuzeller Landweg gab es schon verschiedene Lösungsvarianten, die aber nicht wirklich geholfen haben. Geschnappt wurden Täter noch nicht. Kleingärtner vermuten, dass sie von auswärts kommen.

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