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Drei Frankfurter nehmen im Juni mit einem 29 Jahre alten Audi 100 Avant an der Rallye Baltic See Circle teil / Spendenaktion für Tierheim in Eisenhüttenstadt

Großes Vorhaben
Von der Oder einmal um die ganze Ostsee

Ein großes Vorhaben steht bevor:  Marcus Bunge, Friedrich Hanschel, und Florian Willenberg (v.l.) vor ihrem Audi 100, der sie rund 8000 Kilometer um die Ostsee bringen soll.
Ein großes Vorhaben steht bevor:  Marcus Bunge, Friedrich Hanschel, und Florian Willenberg (v.l.) vor ihrem Audi 100, der sie rund 8000 Kilometer um die Ostsee bringen soll. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 17.05.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 17.05.2018, 08:52
Frankfurt (Oder) (Freier Autor) Es wird wohl das Ding ihres Lebens. Friedrich Hanschel, Marcus Bunge und Florian Willenberg machen sich am 16. Juni auf zu einer Tour rund um die Ostsee. Alle drei stammen aus Frankfurt (Oder). Marcus Bunge wohnt jetzt in Berlin, die anderen beiden sind ihrer Heimatstadt weiterhin verbunden.

„Wir fahren alle drei gerne Auto und deswegen haben wir uns zu dieser 14-tägigen Rallye angemeldet“, erzählen sie. Das besondere: man darf nur mit Autos starten, die älter als zwanzig Jahre sind. Außerdem sollen keine Navis und keine Autobahnen benutzt werden. Mit der Rallye werden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Die Baltic See Circle, wie die Rallye heißt, ist wohl Sehnsucht vieler Männer und einiger Frauen. „Wir hören oft, dass man etwas neidisch ist auf dieses Abenteuer“, sagt Friedrich Hanschel. Dabei sind schon die Vorbereitungen nicht ohne. Als erstes braucht man freilich für den fast 8000 Kilometer Ritt über die Lofoten, das Nordkap und St. Petersburg ein passendes Auto, das nicht allzu teuer ist. Erst hatten die Männer einen alten BMW aufgetan. Der hatte allerdings so viel Rost, dass es sich nicht gelohnt hätte, daran weiter zuarbeiten. Jetzt wird das Rallyeauto ein 29 Jahre alter Audi 100 Avant sein. Dank damals schon vollverzinkter Karosserie ist Rost kein Thema und der Fünf-Zylinder-Motor sei sowieso eine Legende, freuen sie sich. Einige Arbeiten an dem Auto sind trotzdem noch zu erledigen. Ein Hof in Hohenwalde wird derzeit immer mal wieder zur KfZ-Werkstatt.

Fast schwieriger als das Auto zu finden war es ein Spendenprojekt aufzutun. Zwar bieten die Rallye- Veranstalter auch einige Projekte an, für die man spenden kann. Die befinden sich aber alle am Start- und Zielort in Hamburg. „Wir wollten schon etwas für Region machen“, erklären sie. Zwei soziale Einrichtungen in Frankfurt hatten sie angefragt. Eine brauchte ehrlicherweise kein Geld und einer Einrichtung war es zu unsicher, sich über das Internet für das Spendenprojekt anzumelden, erklärt Friedrich Hanschel. „Ich habe mir dann das Tierheim am See in Eisenhüttenstadt angeschaut und gemerkt, dass es hier wirklich nötig ist“.

Um die Rallye erfolgreich abzuschließen, müssen 750 Euro Spenden gesammelt werden. Als Ziel haben sie sich aber das Doppelte vorgenommen. Ganz konkret soll mit dem Geld eine Voliere für Katzen gebaut werden. „Wir hoffen natürlich, dass wir Unterstützer in der Region finden“, sagen die Rallye-Piloten.

Warum heißt das Rallye-Team aber nun Uncle David? „Unser Freund David, der eigentlich nur Uncle genannt wird, hatte die Idee, bei der Rallye mitzufahren. Allerdings wird er demnächst Vater und kann natürlich nicht seine Freundin allein lassen. Da wir als seine Kumpels jetzt alle Onkels werden, heißt das Team jetzt Uncle David“, erklärt Friedrich Hanschel, der als Sportwissenschaftler am Klinikum in Markendorf arbeitet. Außerdem würden sich die drei aus Frankfurt auch über Sponsoren freuen. „Unser Auto wird natürlich ganz rallyemäßig komplett beklebt. Wenn eine Firma aus der Region vielleicht ihren Namen in die Welt hinaus tragen will, wäre das eine gute Chance“, wirbt Friedrich Hanschel.

Schlafen werden sie in den zwei Wochen im Zelt. Über Facebook und über ihre Internetseite www.uncledavid.jimdo.com berichten sie regelmäßig über die Vorbereitungen und über die Rallye. Hier gibt es auch Informationen zur Spendenaktion.

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