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Blumberger fährt im Porsche Cayman GT-4 beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Motorsport
Mike Ortmann erfüllt sich Kindheitstraum

Lieferte einen tollen Einstand im Prosport Performance Team: Mike Ortmann
Lieferte einen tollen Einstand im Prosport Performance Team: Mike Ortmann © Foto: www.kartnet.de / Michael Schulz
Michael Schulz / 18.05.2018, 04:45 Uhr
Nürburgring Über 210 000 Zuschauer vermeldete der Veranstalter des 46. ADAC Zurich 24-Stunden-Rennens am Nürburgring am Wochenende. Erstmals beim Motorsport-Spektakel dabei war auch der Blumberger Mike Ortmann: „Es war unfassbar. Diese ganzen Eindrücke werden mich noch sehr lange begleiten. Schon als Kind – vor dem Fernseher – habe ich davon geträumt. Mir die Frage gestellt: Wie cool muss das sein, da einmal mitfahren zu können?“

Die Vorbereitungen zu diesem Langstreckenrennen sind nicht viel anders als bei einem Sprintrennen. „Du musst körperlich absolut topfit sein. Bei mir stand daher neben dem üblichen Krafttraining in den letzten Monaten das Konditionstraining etwas stärker im Fokus“, erklärt Ortmann. Die große Herausforderung für die Fahrer liegt darin, dass ein Rennen 24 Stunden lang ist. Im Normalfall teilen sich vier Piloten ein Auto, für alle sind das enorme physische und mentale Belastungen.

Mike David Ortmann ging mit seinen drei Fahrerkollegen Jörg Viebahn, Thomas Koll und Alexander Mies für das Prosport Performance Team um Teamchef Chris Esser auf einem Porsche Cayman GT-4 an den Start. „Wenn du in den freien Trainings immer zu den besten drei Fahrzeugen zählst, dann schielst du schon nach einem Sieg. Aber alleine das erste Mal in der Nacht auf der Nordschleife mit bis zu 280 Stundenkilometer unterwegs zu sein, ist schon eines meiner ganz persönlichen Highlights.“

Nach dem Zeittraining am Freitagnachmittag stand der Porsche Cayman mit der Startnummer 62 auf Platz zwei seiner Klasse, der SP 10 für Fahrzeuge der GT-4 Kategorie. Bereits beim Start am Samstag setzte sich Ortmanns Teamkollege Jörg Viebahn auf den ersten Platz. Nachdem als nächster Ortmann den Porsche übernahm, schlug in seiner dritten Runde die Defekthexe zu. Ein Gelenk seiner Antriebswellen quittierte seinen Dienst, konnte jedoch schnell repariert werden. Die nächsten Stunden verliefen nach Plan.

Auch nachdem Mike David Ortmann von Mitternacht an den Porsche für zweieinhalb Stunden über die Nordschleife im Höchsttempo prügelte. „Das war ein klasse Ritt. Superschnell und absolut fehlerfrei“, sagte der sympathische Blumberger sichtlich glücklich. Er freute auf seinen nächsten Einsatz. Der sollte morgens kurz vor acht sein.

Doch aus einem weiteren Einsatz wurde für das Fahrerquartett nichts mehr. Kurz nach sieben Uhr morgens verlor Jörg Viebahn bei schwierigsten Wetterbedingungen die Gewalt über den Porsche und kollidierte mit einer Leitplanke. Das ist das Brutale an der Nordschleife: Jeder Fehler, jedes Abkommen von der Ideallinie und gerade bei Starkregen, kann das Aus bedeuten. Der Cayman GT4 war so stark beschädigt, dass das Prosport Performance Team den Porsche aus dem Rennen nehmen musste.

Porsport Performance Teamchef Chris Esser zollt seinem jungen Fahrer Ortmann dennoch großes Lob: „Er hat uns gezeigt, dass er sich auf der Nordschleife bei solch einem Rennen behauptet hat. Meine anfänglichen Zweifel waren am Sonntag restlos ausgeräumt“.

Für den Blumberger geht es vom 8. bis 10. Juni in der ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring weiter. (msc)

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