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Christa und Heinz Zachow feierten Eiserne Hochzeit

65 Jahre
Erster Kuss unter der Dorflinde

65 Jahre verheiratet: Christa und Heinz Zachow aus Zützen. Zum Jubiläum gab es 65 rote Rosen.
65 Jahre verheiratet: Christa und Heinz Zachow aus Zützen. Zum Jubiläum gab es 65 rote Rosen. © Foto: Dietmar Rietz
Dietmar Rietz / 18.05.2018, 06:00 Uhr
Schwedt/Zützen (MOZ) Christa und Heinz Zachow feierten am Mittwoch in der Linde in Criewen mit Familie, Freunden, Nachbarn und Bekannten ihre Eiserne Hochzeit. Vor 65 Jahren gaben sie sich das Ja-Wort. Wie hält man so lange zusammen? „Mit Gottes Segen und täglich einer Hand voll Tabletten“, sagt Heinz Zachow. Ehefrau Christa ergänzt: „Und lieb haben muss man sich, im Alter noch mehr als in der Jugend.“ Die Jubilare sind heute 85 und 87 Jahre alt.

Sie haben sich in Criewen kennengelernt. Nach dem ersten Kuss unter einer Dorflinde heirateten sie bald, 1953, in der Dorfkirche. Dort feierten sie auch alle Jubiläen von der Grünen bis zur Eisernen Hochzeit.

Nach der Hochzeit zog das damals junge Paar in das Zachower Elternhaus nach Zützen. Das Siedlungshaus ist aus Abbruchsteinen errichtet worden, die in der Schwedter Oderstraße geputzt, gestapelt und mit dem Pferdefuhrwerk nach Zützen transportiert worden sind. Dort leben Christa und Heinz Zachow immer noch. Sie sind ihrem Dorf ihr Leben lang treu geblieben. Lohn und Brot verdiente sich das Landwirtspaar erst als Einzelbauern und später in der Genossenschaft und in der KAP auf dem Feld.

Heinz Zachow war viele Jahre leidenschaftlicher Angler und Vorsitzender der DAV Ortsgruppe. Als Imker hatte er zwölf Völker. „Früher brachte das Honigsammeln gutes Geld“, erinnert sich der Jubilar. Mit guten Kameraden war er in der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes. In der Gemeindevertretung setzte er sich für die Interessen aller seiner Nachbarn im Dorf ein.

Mit Trauer erfüllt die Zachows der frühe Tod des einzigen Sohnes, er starb 31-jährig an Leukämie.

Im ausgebauten Stallgebäude wohnt heute ein Neffe mit seiner Frau. Das junge Paar unterstützt die Senioren. Es wird gekocht für Tante und Onkel. Fast alle Besorgungen werden erledigt.

Die Jubilare sind nicht mehr so gut zu Fuß, ansonsten aber  recht agil. Über das, was in der Welt und vor der Haustür passiert, informieren sie sich in der MOZ.

Die stellvertretende Schwedter Bürgermeisterin, Annekathrin Hoppe, gratulierte dem Ehepaar Zachow am Donnerstag mit einem Geschenk und einem Blumenstrauß.

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