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Knabenchor
Begegnungen in Russland

Fotozeit vor den Kremlmauern: Der Frankfurter Knabenchor auf dem Roten Platz in Moskau
Fotozeit vor den Kremlmauern: Der Frankfurter Knabenchor auf dem Roten Platz in Moskau © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 18.05.2018, 06:15 Uhr - Aktualisiert 18.05.2018, 09:49
Frankfurt/Konakowo (MOZ) Mit vielen Erlebnissen und noch mehr Souvenirs im Gepäck ist der Knabenchor der Singakademie von einer Reise nach Russland heimgekehrt. Die Sänger nahmen an einem internationalen Chorfestival teil und trafen sich mit Jugendchören aus Russland und Weißrussland.

„Begegnungen an der Wolga“, heißt das Festival, das extra zum Besuch des Frankfurter Knabenchores in der Region Twer nahe Moskau veranstaltet worden war. Der Knabenchor aus Konakowo, mit dem der Frankfurter Chor seit zehn Jahren befreundet ist,  hatte das Festival organisiert. Zeit für Begegnungen gab es vor allem bei den fünf gemeinsamen Konzerten und Auftritten in Konakowo, der Gebietshauptstadt Twer und in Klin, wo Tschaikowski viele Jahre gelebt hat. Sechs Knabenchöre und Mädchenchöre nahmen an dem Festival teil. Und zum Abschluss gab es für den Frankfurter Chor mehrere Einladungen für Besuche in Russland und Weißrussland, „die wir aber wohl nicht alle werden wahrnehmen können“, bedauert Chorleiter Jürgen Hintze. „Wir durften wieder die typische russische Gastfreundschaft erleben“, sagt er und betont: „Solche Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen verschiedener Länder sind gerade in der heutigen Zeit wichtig.“ Auch deshalb wolle und werde sein Chor „die Freundschaft mit dem Knabenchor in Konakowo unbedingt aufrechterhalten“.

Die Konzertreise sei „sehr schön gewesen, aber auch sehr anstrengend“, erzählt Jürgen Hintze. „Unsere Gastgeber hatten nicht nur viele Konzerte, sondern auch ein volles touristisches Programm für uns vorbereitet. Da blieb kaum mal Zeit zum Luftholen, unsere Jungs waren fast jeden Tag von frühmorgens bis Mitternacht unterwegs – aber alle haben gut durchgehalten.“ Zufrieden ist der Chorleiter auch mit den musikalischen Leistungen seiner Sänger. „Die Qualität unserer Auftritte war wirklich gut und wir haben bei jedem Konzert ein anderes Programm gesungen, was ja eine zusätzliche Herausforderung ist“, lobt er. Danken möchte er dem Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ), der die Reise im Rahmen des deutsch-russischen Jugendaustausches finanziell unterstützt hat, sowie mehreren russischen Sponsoren, die „sehr großzügig“ viele Kosten vor Ort übernommen hatten.

Begeistert sind nach der Rückkehr auch die Sänger. Danach gefragt, was denn am schönsten gewesen sei, fällt ihnen die Entscheidung schwer angesichts des reichhaltigen Programms mit dem Tagesausflug nach Moskau, dem Besuch im Museum für Neujahrstannenschmuck, den Sportspielen am Ufer der Wolga und vielem mehr. „Am schönsten war eigentlich alles“, sagt Ole Lüdtke (9), der zum ersten Mal mit dem Knabenchor auf Flugreise war. Dann fällt ihm doch noch was Besonderes ein:  „Ich fand es cool, eine eigene Weihnachtskugel zu bemalen“, erzählt er, „die schenke ich meiner Mutti.“ Auch Odin Lenz (8) hat es in dem Museum mit dem vielen Baumschmuck am besten gefallen: „Da gibt es so schöne Kugeln, und Väterchen Frost hat uns auch besucht.“ Seinen ersten Flug fand er „sehr schön“ – genauso wie das Herz, das eine Sängerin eines Mädchenchores ihm geschenkt hat. Und Philipp Lehmann (9) schwärmt nach der Landung von Moskau, „wo wir mal Zeit hatten, rumzulaufen und uns alles anzusehen. Die Kirche mit den Zwiebeltürmen war am schönsten“, erinnert er sich gern an die Basilius-Kathedrale. Auf dem Roten Platz hat der Chor übrigens nicht nur Wirtschaftminister Peter Altmaier getroffen, sondern auch den Comedian Luke Mockridge – wovon etliche Selfies zeugen.

Lange ausruhen können sich die Sänger jetzt nicht von ihrer großen Reise. Schon am 26. Mai steht das nächste Konzert an, in der Kirche in Finow. Und am 24. Juni wird der Knabenchor Dresden zum gemeinsamen Sommerkonzert erwartet.

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