Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gemeindevertretung
Ausschüsse folgen einstimmig Krieger

MOZ / 18.05.2018, 06:15 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (Meier, Margrit) Gleich drei Ausschüsse berieten am Mittwoch gemeinsam ein Thema, das sich Bürgermeister Thomas Krieger auf die Fahnen geschrieben hat: Die Einführung des 20-Minuten-Bustaktes zur Hauptverkehrszeit. Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus.

Solche Einigkeit ist selten: Doch den Fredersdorf-Vogelsdorfern scheint es zu reichen, dass die Busse nur alle Stunde fahren. „Wir haben jetzt die Chance, die Taktzeiten auf 20 Minuten zu verkürzen, müssen dafür allerdings drei Jahre selbst zahlen“, sagte Bürgermeister Thomas Krieger (CDU). Nicht gerade wenig, denn immerhin eine dreiviertel Million Euro müsste die Gemeinde in den kommenden drei Jahren aufbringen.

Doch eine bessere Anbindung an die S-Bahn, was vor allem den unzähligen Pendlern zugute käme, ist den drei Ausschüssen Wirtschaft, Bau und Soziales die Investition wert. Sie sind nach konstruktiver Sitzung ihrem Bürgermeister einstimmig gefolgt und haben empfohlen, dass die gesamte Gemeindevertretung nächste Woche Donnerstag beschließt, 253 000 Euro pro Jahr und für maximal drei, in den Haushaltsplan aufzunehmen. Sie finanzieren damit, dass die Busse in den Hauptverkehrszeiten von 5.30 bis 8.30 Uhr und 14 bis 19 Uhr alle 20 Minuten rollen.

Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit dem Landkreis eine Vereinbarung für dieses Zusatzangebot abzuschließen. Mögliche Mehreinnahmen des Landkreises MOL aus Landes- und Bundesmitteln zur Förderung des übrigen ÖPNV sollen mit den Kostenanteilen der Gemeinde verrechnet werden. Vorausschauend haben die Ausschussmitglieder festgelegt, dass Thomas Krieger alles dafür tun soll, dass dieser 20-Minuten-Takt im künftigen Nahverkehrsplan – 2020 bis 2024 – als ein Mindestangebot aufgenommen wird. Vorteil wäre, wenn das Ansinnen im Nahverkehrsplan festgezurrt wird, dass der Kreis zahlt und nicht mehr die Gemeinde(n).

Außerdem soll Krieger bei mobus verhandeln, ob dies die Linie 948 statt über die Goethestraße künftig durch Beethoven- und Posentsche Straße führt und das Gewerbegebiet mit anschließt. Die Ausschussmitglieder möchten wissen, ob überhaupt möglich ist, da sich die Fahrtzeit verlängert. Umgekehrt wurde angeregt, dass Teile der Linie 933 (Schulbus) entfallen könnten. Das eingesparte Geld könnte sich kostensenkend auswirken.

Auch in den Nachbarkommunen wird über den 20-Minuten Takt diskutiert, müssten doch alle Gemeinden tief in die Tasche greifen. In Neuenhagen ist die Tendenz ein Jein. Zum einen sagt man dort, dass der 20-Minuten-Takt sinnvoll ist, zum anderen aber wird argumentiert, dass die Finanzierung solcher offensichtlicher Bedarfe Sache des Kreises sei. In Altlandsberg soll das Interesse eher mau sein. Die Kassen seien leer, heißt es von dort. In Petershagen-Eggersdorf wird noch diskutiert, aus Rüdersdorf ist noch keine Diskussion bekannt. Auch für diesen Fall, dass Fredersdorf allein dasteht, haben sich die Gemeindevertreter gewappnet. Sie haben ihren Bürgermeister beauftragt, der Gemeindevertretung kurzfristig ein mit mobus ausgearbeitetes Konzept für die Einführung des 20-Minuten-Bustaktes ab Dezember – ohne Nachbarkommunen, inklusive Linienführung und Kosten – vorzulegen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG