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Schlaubetal-Teller
Gartenfrische wird mitserviert

Geheimzutat: Die Schnittlauchblüte (r.) auf dem Schlaubetal-Teller – Wildgulasch mit Apfelrotkohl und Klößen – kommt direkt aus dem Garten von Restaurantchef Hartmut Rose (54).
Geheimzutat: Die Schnittlauchblüte (r.) auf dem Schlaubetal-Teller – Wildgulasch mit Apfelrotkohl und Klößen – kommt direkt aus dem Garten von Restaurantchef Hartmut Rose (54). © Foto: Christopher Braemer
Christopher Braemer / 18.05.2018, 06:30 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Schlaubetal-Teller ist im Restaurant „Rose“ ein echter Dauerbrenner. Neben Spezialitäten aus der Region setzt Gastwirt Hartmut Rose auf ein Gericht, das sein Vater bereits zu DDR-Zeiten im Kulthotel Lunik kochte.

Es sind die üblichen Verdächtigen aus der Region auf dem prall gefüllten Schlaubetal-Teller – hausgemachter Wildgulasch mit Apfelrotkohl und Klößen – im Herzen der Stahlstadt. Wenn sie nicht wäre: Die zarte Schnittlauchblüte neben Gemüse und Fleisch aus Wellmitz und Neuzelle kommt aus dem Garten vom Chef persönlich. „Es ist gerade Blütezeit“, bestätigt Hartmut Rose am Donnerstag auf der Terrasse seines gleichnamigen Restaurants. Er wird von Vorbeigehenden gegrüßt: Ein „Mahlzeit“ hier, ein „Hallo“ da, man kennt sich eben.

Seit zwölf Jahren serviert Hartmut Rose den Schlaubetal-Teller in allen Formen und Farben. Auch der Hirschgulasch in diesem Jahr ist ein absoluter Gaumenkitzler in der „Rose“, wie der 54-Jährige bestätigt. „Die Leute freuen sich über Abwechslung“, sagt Rose, der neben deutscher Hausmannskost auf regionale Kost aus Neuzelle und Wellmitz setzt – in flüssiger und fester Form. „Die Qualität stimmt und die Zuverlässigkeit ist da“, lobt er. „Und es gibt immer mal wieder etwas Neues.“ Für diese Qualität sei der Gastwirt auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Gerade geht vor allem auch der Beelitzer Spargel ganz gut, bestätigt Rose. Der Allrounder, der das Kochen einst bei seinem Vater im Hotel Lunik lernte, ist sich für nichts zu schade, steht auch mal selbst in der Küche oder kellnert.

Was zu DDR-Zeiten ein Delikatessen-Laden war, ist heute eine der ersten kulinarischen Adressen der Stadt – die „Rose“ ist nach stolzen 26 Jahren eine lokale Marke. „Einige Stammgäste kommen seit der Eröffnung“, sagt Servicemeisterin Ramona Penz-Freiheit, die zu den Gastro-Pionieren in der Saarlouiser Straße gehört. Wie ihr Chef hat die 57-Jährige ihr Handwerk im Hotel Lunik gelernt. Neben der saarländischen Küche bietet des Restaurant in der nach der Partnerstadt Saarlouis getauften Straße, eine echte Rarität. „Kalbssteak á la Maison“ wie einst im Hotel Lunik. Mit Pommes, gekochtem Schinken, Creme-Champignons und Sauce Hollandaise – Nostalgie pur.

„Der Schlaubetal-Teller ist auch in diesem Jahr sehr gefragt“, sagt der Mann, der ihn zubereitet hat. Für den 22-Jährigen Dennis Grünberg ist es wichtig, mit regionalen Zutaten zu kochen. „Die Leute kennen die Qualität“, weiß der Mann am Herd. Die Region käme bei seinen neuen Kreationen nicht zu kurz – wie bei der gegrillten Hähnchenbrust auf Spargel-Tomaten-Gemüse mit gebutterten Kartoffeln am Donnerstag. „Man muss den Leuten viel aus der Region bieten“, sagt Grünberg, der seinen Beruf in der Kochhütte erlernte. Junge Köche wie er werden nach Aussage seines Chefs immer mehr zur Mangelware in der Region. „Es fehlt an jungen Köchen“, kritisiert Rose. In zehn Jahren werde es deswegen kaum noch deutsche Gastronomie auf dem deutschen Markt geben. Das sei  ein bundesweiter Trend.

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Mona Wahl 18.05.2018 - 10:40:07

HM

LECKER u Guten Appetit

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