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Beschluss
Wohnungsbau: Kreis und Hohen Neuendorf kooperieren

In Oberhavel herrscht Wohnungsnot. Der Kreistag beschloss am Mittwoch eine neue Kooperation zur Förderung des Wohnungsbaus.
In Oberhavel herrscht Wohnungsnot. Der Kreistag beschloss am Mittwoch eine neue Kooperation zur Förderung des Wohnungsbaus. © Foto: Sina Schuldt/dpa
Burkhard Keeve / 18.05.2018, 07:00 Uhr
Oberhavel (MOZ) Mit großer Mehrheit ist die erste Kooperation für eine gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft zwischen dem Landkreis und einer Kommune Oberhavels am Mittwoch von den Kreistagsabgeordneten auf den Weg gebracht worden. Nur der FDP-Abgeordnete Christian Erhardt-Maciejewski stimmte gegen den Vertrag mit Hohen Neuendorf, „weil keine Marktanalyse“ zur Wohnsituation vorgelegen habe. Im Fokus der nun beginnenden Bauplanungen steht bezahlbarer Wohnraum für „wirtschaftlich schwächer gestellte Menschen, junge Erwachsene, Rentner und allein Erziehende“ wie es im Beschluss heißt. Heute noch unklar ist, wie hoch die Mieten sein werden. Landrat Ludger Weskamp (SPD) legte sich so weit fest, dass sie wie zum Beispiel in Lehnitz „unter dem Marktpreis“ liegen werden. Ziel sei nicht der maximale Gewinn wie in der Privatwirtschaft, so Weskamp. Der Kreis plane auf lange Sicht und rechne erst in 25 bis 30 Jahren mit einer „schwarzen Null“ bei seinen Wohnungsbauinvestitionen. Grüne und Linke mahnten an, nicht nur bezahlbaren, sondern sozialverträglichen Wohnraum zu schaffen und die Ausgestaltung „nicht der Verwaltung zu überlassen“, sondern den Sozialausschuss damit einzubinden.

Landrat Ludger Weskamp zurrte am Mittwoch noch einmal die Schulpolitik des Landkreises fest. Statt neue Schulen auf dem Land, wie sie zum Beispiel von Eltern in Bötzow gefordert wird, zu bauen, „werden die Kapazitäten an bestehenden Schulen erweitert“, so Weskamp, um die steigenden Schülerzahlen der nächsten Jahre aufzufangen.  So wird zum Beispiel die Torhorstschule in Oranienburg gerade für 17 Millionen Euro ausgebaut, außerdem soll fürs Schuljahr 2020/2021 in Lehnitz eine dreizügige Oberschule eingerichtet werden. Derzeit werden dort die Gymnasiasten der Torhorstschule unterrichtet, die wegen der Bauarbeitern ihre Einrichtung in Oranienburg verlassen mussten. Der Abgeordnete Andreas Wiersma (Grüne) wollte vom Landrat wissen, wie er mit den zu erwartenden Zuzügen rund um Oberkrämer umgehen werde und wo diese Kinder dann zur Schule gehen sollen. Niemand könne vorhersagen, wie viele Menschen und schulpflichtige Kinder in den kommenden Jahren in die Region zuziehen werden, entgegnete Weskamp. Zuwachs werde es zwar sicher geben, doch dafür setze der Kreis eben auf „ein flexibles System“ bei die Zügigkeit an bestehenden Schulen, die bei Bedarf angepasst werden könne.

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