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Jugendorchester Bad Freienwalde feiert mit Mitternachtskonzert am 30. Juni auf der Freilichtbühne sein 55-jähriges Bestehen

55 Jahre
Mit Pauken und Trompeten zum Jubiläum

Spaß am Musizieren: Den haben Eva Wesolek (vorn), Jakob Bonin, Finn Goyke und Susanne Mette, Vorsitzende des Fördervereins Jugendorchester Bad Freienwalde, (hinten, v. l.). Sie spielen im Jugendorchester.
Spaß am Musizieren: Den haben Eva Wesolek (vorn), Jakob Bonin, Finn Goyke und Susanne Mette, Vorsitzende des Fördervereins Jugendorchester Bad Freienwalde, (hinten, v. l.). Sie spielen im Jugendorchester. © Foto: Heike Jänicke
Heike Jänicke / 18.05.2018, 07:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Es gibt wohl kaum eine Veranstaltung in der Region, wo es nicht zur Unterhaltung aufspielt – das Jugendorchester Bad Freienwalde. Am 30. Juni feiert es 55-jähriges Bestehen. Natürlich mit viel Musik und guten Freunden – auf der Freilichtbühne.

Proben-Wochenende im Januar, Festival der Ensemble der Musikschule Märkisch-Oderland und Bahnhofsfest in Bad Freienwalde, Köhlerfest am 17. Juni, Aula-Konzert am 24. Juni, Proben-Ferienlager Ende Juni, Jubiläumskonzert und Uckermärkische Blasmusiktage am 30. Juni – beim Blick auf den Terminkalender des Jugendorchesters wird klar: Die aktuell 35 Musiker habe keine Langeweile. Hinzukommen die schulischen Verpflichtungen. Die meisten von ihnen besuchen das Bertolt-Brecht-Gymnasium. Da bleibt wenig Zeit für anderes. Was keinen zu stören scheint.

Diesen Eindruck jedenfalls vermittelt unter anderem Finn Goyke. Der Zehntklässler hat offenbar die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt bekommen. Schon seine älteren Geschwister, Lisa und Ole, musizierten im Jugendorchester. Finn spielt Saxophon, seit der dritten Klasse. Und das mit sehr viel Disziplin, wie Susanne Mette am Dienstag kurz vor den Proben in der Musikschule bestätigt. Sie ist die Vorsitzende des Fördervereins Jugendorchester Bad Freienwalde und selbst noch Mitglied der aktuellen Besetzung des Ensembles,  kennt die meisten der Jugendlichen viele Jahre – über das Nachwuchsorchester oder die Bläserklassen, die sie betreut. Von Finn weiß sie: „Er macht seine Sache ziemlich gut. Sonst wäre er nicht Mitglied der drei anderen Besetzungen.“ Das sind die Band „Los Knackos“, die Big Band und das Landesjugendorchester. „Ich muss schon jeden Tag üben“, gesteht Finn Goyke. Und auch dass es einfacher ist, allein zu spielen als im Ensemble. „Doch hier geht es um das große Ganze und nicht um die einzelne Stimme“, findet er. Das sieht Jannick Meijer nicht anders. Der Siebtklässler sorgt seit zwei Jahren im Orchester für Stimmung – als Schlagzeuger. Mit vier Jahren habe er damit angefangen, erzählt er. Es bereitet ihm viel Spaß, mit anderen zusammen zu spielen. „Und wer bereits mit vier Jahren angefangen hat, der spielt natürlich auch als 13-Jähriger schon in allen Besetzungen“, sagt Susanne Mette mit einem Lächeln.

Das Lachen vergeht ihr auch nicht, wenn sie auf die bevorstehende Termine des Jugendorchesters schaut. Neben dem Jubiläumskonzert hat sie einen Termin fest im Blick: die Uckermärkischen Blasmusiktage. Dort will das Jugendorchester an den Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen. „2017 haben wir erstmals wieder seit 2012 einen Pokal gewonnen“, erzählt Susanne Mette und blickt zu Florian Salewski. Ihm sei es zu verdanken, schiebt sie hinterher. Der 31-Jährige ist in die Fußstapfen seines Vaters und langjährigen Dirigenten des Jugendorchesters, Endrik Salewski, getreten. Seit mittlerweile vier Jahren gibt er den Ton an und ist voll des Lobes: „Es ist ein sehr schwungvolles, energetisches Orchester“, sagt er. Am Zusammenspiel und an der Klangentwicklung müsse noch gearbeitet werden, findet Florian Salewski, der selbst einmal als Jugendlicher im Orchester saß, fürs Studium nach Dresden ging, um dann wieder in die Kurstadt zurückzukehren – der Musik wegen. Dafür nimmt er auch das Pendeln zwischen Bad Freienwalde und seinem Wohnort Berlin in Kauf.

Wann das Jugendorchester wieder auf Auslandstournee geht, das steht nicht fest. Gute Erinnerung an die letztjährige hat Eva Weselolek. Seit drei Jahren spielt die Neuntklässlerin Trompete im Orchester. „Es war sehr aufregend, spannend und eine wunderschöne Zeit“, erinnert sie sich an die Reise nach Frankreich. Während der Zeit habe sie alle Orchestermitglieder richtig kennenlernen können. Und natürlich sei sie vor jedem Konzert aufgeregt gewesen. „Das ist jetzt auch noch so. Doch wenn der erste Ton reingespielt ist und ich merke, dass es den Leuten gefällt, geht die Aufregung weg“, meint Eva Wesolek.

Dass das Jubiläums-Mitternachtskonzert am 30. Juni um 20.30 Uhr auf der Freilichtbühne dem Publikum gefällt, darauf setzt Susanne Mette. Das Programm wird vom ehemaligen Orchester gemeinsam mit Mitgliedern des jetzigen Ensembles gestaltet. Es dirigiert Endrik Salewski. Als Gäste werden das Tanztheater Strausberg, die Band „Los Knackos“ und der SONUS-Chor erwartet. Im Anschluss gibt es eine After-Show-Party mit Live-Musik der Band „Wanka“.

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