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Pferdetherapeutin Sabine Nakelski fiebert dem Sonntag entgegen

Pferdesport
Spezialbeschlag aus Frauenhand

Blue Distant soll sich Sonntag beweisen: Gespannt sind Besitzerin Sabine Nakelski (v.l.) und Tochter Kim-Lynn, wie der Wallach im Ausgleich III startet.
Blue Distant soll sich Sonntag beweisen: Gespannt sind Besitzerin Sabine Nakelski (v.l.) und Tochter Kim-Lynn, wie der Wallach im Ausgleich III startet. © Foto: Frank Sorge
Frank Sorge / 19.05.2018, 07:00 Uhr
Hoppegarten bei Berlin Ein sportlich hoch interessanter Renntag mit acht bestens besetzten Rennen lockt am Pfingstsonntag ab 12 Uhr, erster Start um 14 Uhr, nach Hoppegarten. Es ist der erste Saisonhöhepunkt um die erste von fünf Gruppe-Prüfungen. Das Comer Group International 47. Oleander-Rennen über 3200 Meter vereint ein ausgezeichnetes Feld. Zwölf Bewerber aus drei Ländern sind am Start.

Auch die Rahmenrennen haben viel zu bieten. Da ist die hoch motivierte Besitzerin Sabine Nakelski auf ihren dreimaligen Sieger Blue Distant gespannt. Dieser kleine, aber kernige Vollblüter, kam Ende 2017 und zu Saisonbeginn in Hoppegarten groß heraus. Da fackelte er nicht lange und ließ nach starken Ritten von Maxim Pecheur zahlreiche Gegner hinter sich. Am Sonntag startet er in einem Ausgleich III.

Die Pferde spielen bei Besitzerin Sabine Nakelski seit jeher eine wichtige Rolle. Auch beruflich, denn sie ist Pferdetherapeutin und Huftechnikerin. „Seit fast 20 Jahren sorge ich für normalen Beschlag, aber nach Gliedmaßen-Erkrankungen von Pferden auch für Spezialbeschlag“, erklärt die in Berlin-Kreuzberg wohnende Frau, deren Kunden zwischen Potsdam und Frankfurt zu finden sind.

Vor elf Jahren ist Sabine Nakelski unter die Züchter gegangen, „erst mit Arabischen Vollblütern, dann mit Englischen. Blue Distants Mutter habe ich einst vom Hofgut Mappen wegen einer Fehlstellung vorn rechts geschenkt bekommen.“

Am Anfang ging vieles schief. Bis Blue Distant im November 2016 zu Trainerin Sarka Schütz nach Hoppegarten kam. Und zum Wallach befördert wurde. „Er hat schnell gelernt,“ urteilt die Trainerin.

Für einige Wochen ist Sabine Nakelskis Tochter Kim-Lynn zu Besuch. Sie ist ebenfalls mit Herz und Seele bei den Pferden, hat ihre Ausbildung zum Pferdewirt im Rennsport-„Mekka“ Newmarket bei Trainer Sir Marc Prescott absolviert. Für die Bewerbung musste sie ein Formular ausfüllen mit nur einem Satz: „Warum willst Du den Beruf lernen?“ Kim-Lynns Antwort: „Weil ich reiten lernen will wie Andrasch Starke!“ Bald geht es wieder zurück nach England, „aber am Sonntag werde ich erst einmal in Hoppegarten unseren Blue Distant zum Rennen führen.“

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