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Grundsteinlegung für Grundschule samt Turnhalle und Ortsteilzentrum mit Gemeinde- und Schulbibliothek

Stadtplanung
Hönows neue Mitte entsteht

Das hat Spaß gemacht: Einige Mädchen und Jungen der Grimm-Grundschule durften ihre Hände in den frischen Beton drücken. Das Ganze wird jetzt trocknen und die daraus entstehende Platte samt der kupfernen Grundsteinlegungs-Hülse wird in einigen Monaten im Schulhaus hängen.
Das hat Spaß gemacht: Einige Mädchen und Jungen der Grimm-Grundschule durften ihre Hände in den frischen Beton drücken. Das Ganze wird jetzt trocknen und die daraus entstehende Platte samt der kupfernen Grundsteinlegungs-Hülse wird in einigen Monaten im Schulhaus hängen. © Foto: Margrit Meier
Margrit Meier / 24.05.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 24.05.2018, 16:15
Hönow. (MOZ) Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Mittwoch der Grundstein für die bisher größte Investition in der Gemeinde Hoppegarten gelegt. Für 23 Millionen Euro wird das neue Ortszentrum von Hönow mit Grundschule samt Turnhalle einschließlich der Schulbibliothek gebaut.

„Wer friert uns diesen Moment ein?“ , heißt es im Bourani-Lied „Auf uns“. Und diese Frage war am Mittwoch nicht ganz unberechtigt, denn es war ein großartiger Augenblick. Viele Schüler, Kita-Kinder, Eltern, Lehrer, Gemeindevertreter, Hoppegartener und Bauleute verfolgten die Grundsteinlegung für Hönows neue Mitte, wie Ortsvorsteher Christian Klahr sagte. Viele Jahre wurde diskutiert, nun aber gebe es kein Zurück mehr, sagte Schulleiterin Elke Heitmann, die sich wie ihre Kollegin Jana Schröder, die den Hort leitet, auf den Neubau freut. Bürgermeister Karsten Knobbe konnte die Bauleute von der Firma Implenia dazu bewegen, sich festzulegen, dass im November dieses Jahres Richtfest gefeiert wird und der Bau im vierten Quartal 2019 übergeben wird, bevor die kupferne Hülle mit Zeichnungen der Kinder, einer MOZ, Bauplänen und Münzen gefüllt wurde. Dann durften einige Kinder ihre Häne in den frischen Beton drücken. Die so entstehende Platte wird einen Platz im Schulhaus finden.

Wie ein riesiges Y mit einem Komma oben drüber – so wird sich aus der Vogelperspektive der neue Komplex zwischen Schul- und Marderstraße präsentieren. Das Komma ist das eingeschossige Ortsteilzentrum (OTZ), in dem der Ortsvorsteher sein Büro haben wird, die Revierpolizisten zu Sprechstunden einladen und die rund 300 Quadratmeter große Gemeinde- sowie Schulbibliothek zu finden sein werden. Das Komma befindet sich zwischen der Kita Rappelzappel und einem Wall, der das Kita-Gelände und die dann verschwenkte Brandenburgische Straße voneinander abschirmt.

Von der Brandenburgischen Straße aus biegt eine kleine Zufahrt ab, die künftige Kiss & Ride-Zone. Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, lassen sie dort hinaus. Zehn Kurzzeitparkplätze sind angedacht. Das OTZ öffnet sich zu einem mit Bänken versehenen Vorplatz, von dem aus man nur zu Fuß zum dreigeschossigen, barrierefreien Schul- und Hortgebäude (dem großen Y) gelangt. Inklusive Vorgaben wurden bei der Planung berücksichtigt. So gibt es zum Beispiel Vorrichtungen für Sehbehinderte, einen Therapieraum sowie WC-Anlagen für Behinderte.

Im Zentrum dieses Neubaus steht das Foyer. Von dem gehen die Hort- und Schulräume ab. Die Grundschule erhält 20 Unterrichtsräume à 65 Quadratmeter, neun Teilungs-, fünf Fachräume sowie Räume für Verwaltung, Lehrer, Sozialarbeiter, Fundbüro und zwei für externe Bildungseinrichtungen, etwa die Musikschule. Die Mensa wird rund 160 Essenteilnehmern Platz bieten. Innerhalb von zwei Pausen können so 320 Kinder speisen.

Schule und Hort nutzen gemeinsam den Pausenhof, der in Sport-, Spiel- und Ruhezonen gegliedert ist. Geplant sind u. a. Wald- und Sandspielmöglichkeiten. Tischtennisplatten und Basketballkörbe sollen installiert werden. Es wird eine Wasserstrecke und Kletteranlagen geben, aber auch ein grünes Klassenzimmer und Hochbeete.

Der Hort wird 350 Kindern Platz bieten. Sie werden in 17 Räumen von der Holzwerkstatt bis zum Kreativraum sowie in fünf Klassenräumen der Schule betreut. Zwei Räume stehen für Lückekinder zur Verfügung, das sind Mädchen und Jungen der 5./6. Klasse, die nicht mehr in den Hort gehen, aber oft noch gern eine Betreuung hätten. Für die soll es extra Angebote geben.

Rund 15 000 Kubikmeter Erde, sagte Oberbauleiter Holger Sell, sind bereits bewegt worden. In das riesige Loch – fünf Meter tief, 60 Meter lang und 35 Meter breit – kommt die Zwei-Felder-Turnhalle, die zu zwei Dritteln im Boden stecken wird. Sie wird über eine Zuschauertribüne verfügen und neben dem Zugang über die Schule auch über externe Eingänge. Das ist vor allem für Vereine interessant, die die Halle nach Schulschluss nutzen wollen. Zudem gibt es einen Sportplatz, der durch einen Lärmschutzwall vom Wohngebiet abgetrennt wird. Er wird mit einem Zaun vom Außenbereich der Schule separiert.

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