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Biesenthaler Regionalmarkt bietet Gruppen und Betrieben Werbebühne mit eigenen Produkten

Markt
Blumenstrauß aus grünen Ideen

MOZ / 27.05.2018, 21:00 Uhr
Biesenthal (Andrea Linne) Ausgeschenkt wird sie in 200 Portionstassen kostenfrei an die vielen Besucher, die in der Tafelrunde im Schatten unter der alten Eiche sitzen. Naschen will auch Sabine Behnke, die gern zum Kosten abgibt. „Mir schmeckt die Suppe außerordentlich gut“, lobt die Biesenthalerin. Ihre Banknachbarn Regina Felgner und Dieter Klöpping nicken zustimmend.

Gemüse gibt es in allen Varianten. Während Elisabeth Westphal vom Naturschutzbund mit etwa 30 Interessierten noch die Wiesen um Biesenthal auf der Suche nach Kräutern durchstreift, hat Anna-Marie Thiemann längst die Salate geputzt und Erdnuss-Zitronen-Soße gekocht. Mit ihrem Wagen ist die Brandenburgerin als „anna’s spice oddity“ angereist. „Ich esse selbst sehr gern vegetarisch oder vegan, da kam mir die Idee mit den Burgern“, berichtet die Kreative, die ihr Gemüse aus Augustfelde bei Prenzlau bezieht. Die Burger aus Halloumi oder Mozzarella, versetzt mit Gurken, Tomaten, roten Zwiebeln und besonders knackigen Brötchen, als I-Tüpfelchen die Soßen, gehen gut weg am Sonntag.

Zum siebten Mal haben die 20 Aktiven der Lokalen Agenda 21 und die Naturparkstadt Biesenthal den Schauplatz grüner Ideen und kreativer Gedanken organisiert. Für Ursula Kaufmann-Micka, die am Gemüsesuppen-Ausschank frisches Brot verteilt, eine gute Möglichkeit, „zu zeigen, was Biesenthal und Umgebung alles zu bieten hat“.

Die Naturschule Barnim stellt sich vor. Gründerin Monique Reiter, selbst Mutter von vier Kindern, war auf der Suche nach alternativen Bildungsansätzen. Nun lernen bereits 15 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur achten Klasse in der Oberschule mit integrierter Grundschule in der Grünstraße. „Wir suchen ein Grundstück, um uns zu erweitern“, berichtet die 34-jährige Biesenthalerin. 500 bis 1000 Quadratmeter Innen- und 2500 Quadratmeter Außenfläche wären nötig. Ab dem kommenden Schuljahr wächst die freie Einrichtung, die ohne Hausaufgaben und Zensuren auskommt, auf 27 Schüler an. Sogar aus Mexiko gibt es Bewerber. „Unsere Kinder lernen frei und selbstbestimmt, sie entwickeln Beziehungskompetenzen und setzen sich mit dem Gedanken der Gleichwürdigkeit auseinander“, umreißt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Ob der Koch Tobias Schumann von der neuen Wukantina, die demnächst bis zu 500 Schul- und Kita-Essen liefert, oder die Naturkita Wukaninchen - an vielen Ständen präsentieren sich Menschen, die unweit des historischen Rathauses zeigen, wie regional und bio sie leben möchten. Dazu gehört auch Sanna Joenperä, die gemeinsam mit anderen ihren Hof betreibt. „Wir versuchen, ganzjährig Lebensmittel aus dieser Region herzustellen“, berichtet die 31-Jährige, die über Finnland nach Berlin und dann nach Rüdnitz kam. Was nicht gleich verwertet werden kann, wird weiterverarbeitet. Säfte gibt es, getrocknete Kräuter, aber auch Tomatensoße. „Bei uns kann man lernen, erste Erfahrungen im Gemüseanbau zu machen, zum Beispiel für die Selbstversorgung.“ Ihr Selbstbedienungswagen steht am Ortseingang von Rüdnitz, auch in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg ist die Gemeinschaft vertreten. Als Teil ihrer Idee wird solidarische Landwirtschaft betrieben. Florian Matzke antwortet gern auf Fragen.

Während die Kleinsten der Kita Knirpsenland aufgeregt ihre Lieder vortragen, ist am Stand von Babette Hübner eine lange Schlange entstanden. Als Mitgründerin der gentechnikfreien Region Barnim verbindet die Landwirtin bäuerliches Wirtschaften über Generationen seit 1849 auf dem Danewitzer Hof mit modernen Anbaumethoden.

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