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Grundschüler hielten fest, was sie an ihrem Heimatort schätzen - und was sie vermissen.

Schulprojekt
Von Hot-Spots bis Zebrastreifen

Engagiert für den Heimatort: Schüler der 6. Klasse der Theodor-Fontane-Schule beraten mit Bürgermeister Michael Böttcher über ihre Projektwünsche für Letschin. Der bedankte sich herzlich für das Engagement der Kinder.
Engagiert für den Heimatort: Schüler der 6. Klasse der Theodor-Fontane-Schule beraten mit Bürgermeister Michael Böttcher über ihre Projektwünsche für Letschin. Der bedankte sich herzlich für das Engagement der Kinder. © Foto: Cornelia Mikat
Ingo Mikat / 28.05.2018, 20:50 Uhr
Letschin Seit März untersuchen Schüler der 6. Klasse der Theodor-Fontane-Schule mit Lehrerin Tina Jablonsky in sechs Arbeitsgruppen die Lebensbedingungen in ihrem Heimatort. Mit Bürgermeister Michael Böttcher haben sie über ihre Ideen gesprochen.

Eineinhalb Stunden lang stellten die Sechstklässler dem Kommunalpolitiker die Ergebnisse ihres im Rahmen des Unterrichtsfachs Politische Bildung organisierten Projektes vor. Dabei unterbreitete jede Arbeitsgruppe Verbesserungsvorschläge. Ein erstes von den Schülern bearbeitetes Themenfeld betraf den möglichen WLAN-Empfang und das in Letschin gegenwärtig vorhandene Internet (siehe Info-Kasten). Michael Böttcher erkundigte sich, wie die Kinder ihre Handys nutzen und in welchen Bereichen der Gemeinde noch Verbindungsprobleme existieren und stellte fest: „In Letschin funktioniert LTE eigentlich schon gut, aber es gibt in den Außenbereichen noch Probleme. Gemeinsam mit dem Landkreis arbeiten wir an einer Verbesserung der Situation, das kann aber noch einige Zeit dauern“, so Böttcher. Für das Internet  existiert ein konkretes Programm des Landkreises, das auch die Verfügbarkeit schnellen Internets bis zum letzten Loose-Gehöft ermöglichen soll. In der Schule verfügen wir gegenwärtig über eine 16 000er DSL-Leitung, beantragt ist eine Geschwindigkeit von 50 000 MBit.“

Um die Einrichtung eines freien WLAN-Hot-Spots zu ermöglichen, beteilige sich die Gemeinde an einem Wettbewerb, dessen Ausgang aber noch offen sei. Hanna kritisierte, dass nicht in jedem Raum der Schule Internet verfügbar sei und WhatsApp nicht benutzt werden dürfe. Der Bürgermeister rechtfertigte die Einschränkung: „Es muss manchmal auch Kompromisse bei der Nutzung der Technik geben, um ungestörtes Lernen zu ermöglichen.“ und erinnerte die Schüler zudem, wie wichtig ein verantwortungsbewusster Umgang mit ihren elektronischen Geräten und persönlichen Daten sei.

Beim Thema Parkbänke empfahl Michael Böttcher eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsinitiative Letschin und äußerte: „Es gab ja mal eine Grundausstattung im Park. Leider ist einiges davon über die Jahre zerstört worden. Wenn ihr als Schüler Bänke selber mitbaut, ist erfahrungsgemäß die Achtung vor der Arbeit größer.“ Er rief die Schüler auf, bei Vorfällen von Vandalismus zeitnah das Ordnungsamt - per Handy - zu informieren.

In punkto Spielplatz freute sich Böttcher über das Angebot der Schüler, selbst aktiv zu werden, verwies aber auch auf nötige Haushaltsmittel sowie gesetzliche Vorgaben für den Umgang mit Holzschutzmitteln und jährliche Kontrollen des Spielplatzes.

Beim Wunsch nach Kinderfilmen in Kino verwies der Bürgermeister auf schon vorhandene vielfältige Angebote in dem Haus, in dem weit mehr als reines Kino stattfinde und empfahl den Kindern bei Interesse eine aktive Mitwirkung im Verein „Altes Kino“ Letschin. Eine Popcornmaschine ließe sich vielleicht mit Hilfe von Sponsoren anschaffen.

Michael Böttcher bezeichnete die Idee einer Skaterbahn als gut, erinnerte jedoch daran, dass  in Groß Neuendorf bereits eine  existiere. Eine bessere Chance zur Umsetzung dürfte ein weiterere Idee der Schüler haben: Stefan, Finley und Margaine empfahlen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit die Anlage von zwei „Zebrastreifen“ in Letschin. Die Fußgängerüberwege sollten im Bereich der Sparkasse und beim Netto-Einkaufsmarkt entstehen. Böttcher erklärte, dass als Grundlage für eine solche Maßnahme konkrete Verkehrsflusszahlen nötig seien, auch eine Unterschriftensammlung - als Ausdruck des Bürgerwillens - könnte helfen, eine entsprechende Genehmigung vom Verkehrsamt zu erhalten.

Und das sind einzelne Punkte, die den Schülern aufgefallen sind.

■ Paul, Leon, Odin und Leon schlugen die Einrichtung eines frei zugänglichen Hot-Spots im Ortszentrum vor. Sie argumentierten, dass die Zugriffsmöglichkeit  zum Internet sowohl für Einheimische aber auch für Touristen Vorteile bringe, warnten zugleich aber auch vor möglichen Gefahren durch Hacker sowie Trojaner und Viren.

■ Eine zweite Arbeitsgruppe, in der die Schülerinnen Pauline, Emely, Lene und Hannah mitarbeiteten, informierte anschließend über den Zustand von Sitzbänken und Papierkörben im Fontanepark Letschins. Sie schlugen  vor, mit den Schülern der 10. Klassen ihrer Schule zu beraten, ob die jeweiligen Schulabsolventen eines Jahrgangs als neue Tradition der Stadt eine Parkbank schenken können.

■ Eine Verschönerung des Kinderspielplatzes im Fontanepark schlugen Sandro, Jason, Paul und Dario vor. Sie kritisierten fehlende Sitzmöglichkeiten für Muttis und Kinder sowie Unkraut im Sandkasten und wünschten sich ein Baumhaus. Zugleich boten die Schüler Hilfe beim Streichen von Spielgeräten und beim Sandaustausch an.

■ Mehr Kinderfilme wochentags und eine Popcornmaschine wünschten sich Melina, Fatima, Magda und Leonie. Sie hatten sich mit dem Spielplan des Letschiner Kinos beschäftigt.

■ André, Pauline, Joshua und Timm plädierten für eine neue Skaterbahn in Letschin. Sie wäre ein idealer Treffpunkt für Kinder und Jugendliche und könnte sportlichen Aktivitäten dienen. Realistisch bewerteten sie als Hürden für ein solches Projekt, die benötigte Fläche und relativ hohe Baukosten.

■ Stefan, Finley und Margaine empfahlen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit die Anlage von zwei Zebrastreifen in Letschin. Die Fußgängerüberwege sollten im Bereich der Sparkasse und beim Netto-Einkaufsmarkt entstehen.

Ideen der Kinder

■ Paul, Leon, Odin und Leon schlugen die Einrichtung eines frei zugänglichen Hot-Spots im Ortszentrum vor. Sie argumentierten, dass die Zugriffsmöglichkeit  zum Internet sowohl für Einheimische aber auch für Touristen Vorteile bringe, warnten zugleich aber auch vor möglichen Gefahren durch Hacker sowie Trojaner und Viren.

■ Eine zweite Arbeitsgruppe, in der die Schülerinnen Pauline, Emely, Lene und Hannah mitarbeiteten, informierte anschließend über den Zustand von Sitzbänken und Papierkörben im Fontanepark Letschins. Sie schlugen  vor, mit den Schülern der 10. Klassen ihrer Schule zu beraten, ob die jeweiligen Schulabsolventen eines Jahrgangs als neue Tradition der Stadt eine Parkbank schenken können.

■ Eine Verschönerung des Kinderspielplatzes im Fontanepark schlugen Sandro, Jason, Paul und Dario vor. Sie kritisierten fehlende Sitzmöglichkeiten für Muttis und Kinder sowie Unkraut im Sandkasten und wünschten sich ein Baumhaus. Zugleich boten die Schüler Hilfe beim Streichen von Spielgeräten und beim Sandaustausch an.

■ Mehr Kinderfilme wochentags und eine Popcornmaschine wünschten sich Melina, Fatima, Magda und Leonie. Sie hatten sich mit dem Spielplan des Letschiner Kinos beschäftigt.

■ André, Pauline, Joshua und Timm plädierten für eine neue Skaterbahn in Letschin. Sie wäre ein idealer Treffpunkt für Kinder und Jugendliche und könnte sportlichen Aktivitäten dienen. Realistisch bewerteten sie als Hürden für ein solches Projekt, die benötigte Fläche und relativ hohe Baukosten.

■ Stefan, Finley und Margaine empfahlen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit die Anlage von zwei Zebrastreifen in Letschin. Die Fußgängerüberwege sollten im Bereich der Sparkasse und beim Netto-Einkaufsmarkt entstehen.

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