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Schwedter Kegler Teil einer grandiosen Deutschen Senioren-A-Meisterschaften in Sachsen

Kegeln
Platz 15 bei der Premiere

Clara Neuner / 04.06.2018, 07:30 Uhr
Markranstädt Sechs Schwedter Kegler und ihre kleine Fanschar waren am Sonnabend Teil einer sportlich hochkarätigen, mehr als zwölfstündigen Deutschen Meisterschaft der Senioren A (+50 Jahre). Das „Team Uckermark“ belegte am Ende trotz mehrerer persönlicher Bestleistungen Platz 15 unter den 16 Startern aus zehn Bundesländern. Meister wurde der KV München.

Mit drei Verbandsliga-Keglern (Thomas Schulz, Frank Pachmann, Jörg Matthies) und drei Sportlern aus der Kreisliga (Jens Zillmann, Thomas Schiller, Jürgen Kneist) waren die Oderstädter personell gegenüber der Konkurrenz mit etlichen Bundesliga-Aktiven und vielen Keglern aus den jeweils höchsten Landesspielklassen als klarer Außenseiter auszumachen. Deshalb stand das Erlebnis, das „Genießen“ eines solchen Events bei allem natürlich vorhandenen sportlichen Ehrgeiz im Mittelpunkt. Bereits am Vorabend nach Leipzig angereist, ging es um 7 Uhr in die nahegelegene Sport-Kleinstadt (16 000 Einwohner – 4000 Vereinsmitglieder), denn bereits um 8 Uhr ging mit Thomas Schiller der erste Schwedter zum 120-Kugel-Wettkampf auf die Bahn.

Und Schiller startete herausragend: Seine letztlich erreichten 558 Kegel waren gleich mal die erste persönliche Bestleistung bei den Uckermärkern, die von Anfang an miterlebten, wie herausragend an diesem Tag gekegelt werden sollte. Den absoluten Höhepunkt lieferte später auf einer top vorbereiteten Zehn-Bahnen-Anlage Zweitbundesliga-Starter Andreas Kühn aus Mücheln (Team KKV Saalekreis) mit sage und schreibe 701 Kegeln!

Für den KV Uckermark war kurz nach 9 Uhr Thomas Schulz (Einzel-Landesmeister und DM-Zehnter 2017) der zweite Starter. Am Ende zeigte er sich persönlich zwar nicht hundertprozentig zufrieden, obwohl nicht weniger als 570 Kegel im Ergebnisprotokoll standen. Bereits nach dem dritten Durchgang für jedes Team trennten sich im Klassement deutlich Spreu und Weizen – inzwischen waren bereits fünf Stunden Kegelsport in grandioser Atmosphäre mit teilweise bis zu 200 Sportlern und Fans in der Kegelhalle absolviert.

Auch bei den Schwedtern, für die Jürgen Kneist letztlich 511 Kegel schaffte, hatte ein kleiner Anhang aus Vereinsmitgliedern und Partnern der Kegler den weiten Weg bis ins Leipziger Umland nicht gescheut und feuerte die Sportler an. Aus der Heimat fieberten weitere im ständigen Kontakt per Live-Ticker und WhatsApp kräftig mit.

Jens Zillmann, der kurzfristig als Ersatzstarter eingesprungen war, lieferte als vierter Uckermärker 490 Kegel. Inzwischen war klar, dass es für das Schwedter Sextett um die Plätze 14 bis 16 gehen würde, denn die Konkurrenz lieferte ein herausragendes Resultat nach dem anderen, sodass letztlich nicht weniger als 26 Ergebnisse mit 600 Kegeln oder mehr zu registrieren waren. Team-Kapitän Jörg Matthies hielt in seinem Durchgang mit etlichen Sportlern auf den anderen neun Bahnen gut mit und schaffte mit 571 Kegeln die zweite persönliche Bestleistung in seiner Mannschaft. Doch der sportliche Höhepunkt aus Uckermark-Sicht sollte noch folgen: Im sogenannten „kleinen Finale“ der Teams auf den Rängen 9 bis 16 schaffte Frank Pachmann 599 Kegel – die 600er-Schallmauer hätte sogar geknackt werden können: Auf zwei Bahnen setzte Pachmann die Kugeln beim jeweils vorletzten Wurf neben einzeln stehende Kegel, sodass er jeweils nicht mehr die Chance bekam, noch einmal ins volle Neuner-Kegelbild anzuschieben. Das „Ärgern“ fand dann aber logischerweise auf höchstem Niveau statt.

Als mehr als zwölf Stunden gekegelt waren, erlebten die Schwedter nach ihren sehr guten 3299 Gesamt-Holz (als Überraschungs-Landesmeister vor Dauer-Sieger Elbe-Elster hatten die Oderstädter vor vier Wochen 3147 erreicht) das bis zur letzten Bahn spannende große Finale mit, nach welchem sich letztlich der KV München durchsetzte – mit 3620 Kegeln vor Titelverteidiger Kleeblatt Berlin (3604) und dem SKV Regensburg (3602).

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Regionalsport Jens Zillmann Kegeln Thomas Schiller Herausragen

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