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Zahl der Betreuungsplätze steigt auf 130 / Unterstützung von Biesenthal-Barnimer Kommunen / Insgesamt wird eine Million Euro investiert

Fördermittel
Land fördert Grüntaler Hort und Schule

Olav Schröder / 07.06.2018, 07:00 Uhr
Sydower Fließ (MOZ) Einen Fördermittelbescheid über 746 000 Euro überbrachte Jörg Vogelsänger (SPD), Brandenburgs Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, am Mittwoch für den Ausbau des Schulcampus in Grüntal. Die EU-Mittel tragen insbesondere zur Horterweiterung bei.

Derzeit verfügt der Hort an der Dorfstraße in Grüntal vis-a-vis der Grundschule über 57 Plätze. Bis spätestens 2020 sollen auf dem Grundstück insgesamt 130 Plätze vorhanden sein. „Auf diese Weise kann der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen für die kommenden Jahre abgesichert werden“, sagt Biesenthal-Barnims Amtsdirektor André Nedlin. Vorgesehen ist der Ausbau der oberen Etage des größeren Gebäudes und der Bau einer Verbindung zum kleineren Backsteingebäude. Mit dem Erhalt des Fördermittelbescheids könne nun die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen.

Insgesamt wird rund eine Million Euro in den Schulstandort mit Hort investiert. Der kommunale Eigenanteil, der Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung ist,  beträgt 250 000 Euro. In der Gesamtsumme ist auch die neue Schallschutzdecke für die Mensa und die energetische Sanierung der Sporthalle enthalten.

„Bei nur 900 Einwohnern hätte unsere Gemeinde die Eigenmittel allein nicht aufbringen können“, sagte Konstantin Schubert, Gemeindevertreter von Sydower Fließ, und bedankte sich zugleich für die an der Schülerzahl ausgerichtete Beteiligung der Nachbargemeinden an der Finanzierung des Eigenanteils. Neben den Schülern aus Grüntal und Tempelfelde sind es vor allem Kinder aus Rüdnitz, Melchow und  Breydin, die die Schule der Gemeinde Sydower Fließ besuchen. Auch die Stadt Biesenthal hatte im Juli vergangenen Jahres die anteilmäßige Beteiligung beschlossen. Mit Blick auf weiteren baulichen Sanierungsbedarf an der Schule erhofft sich Schubert weitere Fördermittel vom Land. Froh, so Schubert, wären kleinere Gemeinden vor allem über einen geringeren Eigenanteil. Vogelsänger – der sich von der erfolgreichen Arbeit an der Schule schon bei früheren Besuchen ein Bild gemacht hat – erinnerte daran, dass die EU ursprünglich für die Fördermittel zur ländlichen Entwicklung einen 45-prozentigen Anteil vorgesehen habe, dieser aber auf 25 Prozent gedrückt werden konnte. Die Förderung weiterer Projekte scheint jedoch nicht ausgeschlossen. Vogelsänger wies auf die neue Förderperiode hin. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die durch die Aufstellung einer Entwicklungsstrategie für die ländliche Region die Voraussetzung für die Förderung schaffe, habe eine „starke Arbeit“ geleistet. Und nicht zuletzt hielt der Minister fest: „In Grüntal klappt alles.“

„Die Schule ist überschaubar und die Kinder kennen uns alle“, erläuterte Annette Villain, die kommissarische Schulleiterin. 260 Schüler besuchen die verlässliche Halbtagsgrundschule. Die Erweiterung der räumlichen Kapazitäten soll daher auch dem Nachmittagsangebot mit den vielfältigen Arbeitsgemeinschaften dienen. Mit einem Lied und Versen zum bevorstehenden Umbau begrüßte denn auch eine Kindergruppe mit ihrer Horterzieherin Sabine Schenk-Winrich die Gäste der Schule.

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