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Galopprennbahn
Tief im Rennsport verwurzelte Familie

180520D263HOPPEGARTEN.JPG 20.05.2018, Hoppegarten, Brandenburg, GER - Carola Flint, Helferin des Jockeydieners, bei der Arbeit. Galopprennbahn Hoppegarten. (Flint, Jockeydiener, Hilfe, Jockey, de Vries, Delozier, Portrait, Portraet, Jockeystube, Porträt) 180520D263HOPPEGARTEN.JPG [Copyright (c) Frank Sorge, Fotograf, Tel. 0049(0)3078705340, Mobil: 0049(0)178 788 5678, Fax: 0049(0)30 78705341, web: www.galoppfoto.de, e-mail: info@galoppfoto.de, Bankverbindung: BIC: BELADEBEXXX, IBAN: DE10 100500000620159286 - NO MODEL RELEASE - bei Verwendung des Fotos ausserhalb journalistischer Zwecke bitte Ruecksprache halten - Foto ist honorarpflichtig!]
180520D263HOPPEGARTEN.JPG 20.05.2018, Hoppegarten, Brandenburg, GER - Carola Flint, Helferin des Jockeydieners, bei der Arbeit. Galopprennbahn Hoppegarten. (Flint, Jockeydiener, Hilfe, Jockey, de Vries, Delozier, Portrait, Portraet, Jockeystube, Porträt) 180520D263HOPPEGARTEN.JPG [Copyright (c) Frank Sorge, Fotograf, Tel. 0049(0)3078705340, Mobil: 0049(0)178 788 5678, Fax: 0049(0)30 78705341, web: www.galoppfoto.de, e-mail: info@galoppfoto.de, Bankverbindung: BIC: BELADEBEXXX, IBAN: DE10 100500000620159286 - NO MODEL RELEASE - bei Verwendung des Fotos ausserhalb journalistischer Zwecke bitte Ruecksprache halten - Foto ist honorarpflichtig!] © Foto: Frank Sorge
Jens Sorge / 09.06.2018, 06:30 Uhr
Hoppegarten bei Berlin Ein in jeder Beziehung heißes Wochenende steht den Freunden des Galopprennsportes bevor. Bei der zweiten Doppelveranstaltung der Saison am Sonnabend (ab 10.50 Uhr) und am Sonntag (ab 14 Uhr) heben sich das BBAG-Auktionsrennen (52 000 Euro) und vor allem tags darauf das Diana-Trial (70 000 Euro) ab. Zudem ist am Sonnabend Lesertag der Märkischen Oderzeitung.

Hinter den Kulissen hilft Carola Flint in der Jockeystube im Team um Chef Jochen Möller, so dass den Reitern u. a. stets gepflegtes Sattelzeug zur Verfügung steht. Wer einen so stark vom Rennsport geprägten Familienhintergrund aufweist wie die blonde und aufgeschlossene junge Frau, der kommt oft nie wieder von der Materie los. „Das begann bereits mit meiner Geburt“, denkt Carola Flint schmunzelnd zurück, „denn mein Vater Günter arbeitete als Jockey im Rennstall Lehn. Dort stand ein erstklassiges Pferd namens Carolus. Der bildschöne Hengst gewann das Derby in Hoppegarten. Da war meinen Eltern klar, dass ihre Tochter Carola heißen wird. Tags darauf kam ich zur Welt.“

Eine schöne Kindheit auf dem Holländer folgte. Die Familie wohnte gleich über dem Rennstall. „Oft bin ich mit dem Pferdetransporter mitgefahren“, erinnert sich Carola Fint, „mit neun Jahren durfte ich mein erstes Rennpferd trocken führen. Auch bei der Stallarbeit habe ich geholfen, was allerdings von einigen Mitarbeitern nicht so gern gesehen wurde. Jockey Hermann Freiberg hat mir sogar mal einen Eimer Wasser über den Kopf gekippt, um mich zu verscheuchen.“

Der Vater, ein Onkel, Opa und Uropa – viele von Carola Flints Ahnen betätigten sich im Rennsattel. Und weiter hinten in der Ahnentafel (bei den Pferden sagt man Pedigree) gibt es eine Verbindung zur ebenfalls in mehreren Generationen aktiv im Rennsport eingebundenen Familie Hennig. Der zweifachen Mutter sind viele interessante Details erst spät bekannt geworden, „da hat mir Kai Hildebrandt, er arbeitet übrigens mit seiner Partnerin Kerstin Nickel ebenfalls in unserem Renntags-Team in der Jockeystube, sehr viel erzählt. Er weiß mehr über meine Familie als ich“, schüttelt Carola Flint erstaunt den Kopf.

Ihr Vater besaß in der heimischen Turfszene einen guten Ruf, beendete im Jahr 1954 seine Ausbildung bei Trainer Ewald Schneck und ritt später oft in Hindernisrennen. Günter Flint wog anfangs nur 37 kg, „da musste meine Oma ihm das schwere Sattelzeug mit dem Handwagen von der Wiesenstraße zur Rennbahn fahren. Leider ist er oft gestürzt, Doktor Krause wunderte sich, wenn Papa mal ein Jahr nicht bei ihm war.“ Auch der Opa mütterlicherseits, Franz Steuding, war Jockey und ritt in Flach- und Hindernisrennen, verunglückte in Hop­pegarten am 21. Oktober 1951 im Rennen tödlich.

Im richtigen Leben ist Carola Flint in Neuenhagen geboren und bis zum Studium auch in der Gartenstadt wohnhaft, seit 27 Jahren im Umweltbundesamt beschäftigt. Sieben Jahre sind es auch schon wieder im ehrenamtlichen Renntagsjob, „der macht mir viel Spaß, das Team, zu dem auch Susann Gossing gehört, ist wie meine zweite Familie“, erzählt sie fröhlich. (sor)

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