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Gelungene Beeskower Premiere

Roland Hanke / 11.06.2018, 10:56 Uhr
Beeskow (MOZ) Eine Premiere hat es am Sonntagnachmittag im Sport- und Freizeitzentrum der Kreisstadt gegeben: Gut 30 Leichtathleten beteiligten sich am 1. Beeskower Bahngehen, darunter auch Olympia- und Weltmeisterschafts-Teilnehmer Hagen Pohle als Lokalmatador.

Und der trug sich bein schülwarmer Hitze von 30 Grad Celsius erwartungsgemäß auch als Sieger über die 10 000-Meter-Distanz ein. Der Beeskower, der für den SC Potsdam startet, gewann in 41:14,08 Minuten vor Leo Köpp von der LG Nord Berlin (43:23,88). „Das war ein guter Abschluss des am Freitag beendeten Trainingslagers in Oberhof“, sagt der 26-Jährige, der dem gastgebenden Verein Leichtathletik in Beeskow angehört und viel zum Zustandekommen dieser Premiere beigetragen hat.

Wie er waren auch zwei weitere für die Leichtathletik-Europameisterschaften im August in Berlin nominierte Sportler dabei: Emilia Lehmeyer (Polizei SV Berlin) und Teresa Zurek (SC Potsdam), die über die längste Distanz Erste und Zweite wurden und ebenfalls direkt aus Oberhof kamen.

Weitere angehende Sternchen sowie auch viele Anfänger, der erst kürzlich mit dem Gehen begann, waren auch mit von der Partie und alle kamen nicht nur aus Potsdam oder der Region, sondern zum Teil auch aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und zwei sogar aus Österreich.

Die vorgesehene Qualifikation für die U-20-Weltmeisterschaften für die Dresdnerin Julia Richter und den Berliner Niklas Richter – beiden starten für den SC Potsdam und sind nicht miteinander verwandt – über 10 000 Meter wurde dagegen vertagt. „Das wäre bei diesen extremen Bedingungen ungerecht für beide gewesen, entsprechende Normzeiten abzuverlangen“, erklärt Nachwuchs-Bundestrainerin Manja Berger, die von 2007 bis 2012 auch Hagen Pohle trainierte. „Wir gingen in Beeskow mit den 2000 Metern eine Unterdistanz und werden die Quali wohl am Mittwoch in Potsdam austragen.“

„Insgesamt war es eine schöne Premiere“, sagt Wettkampfleiter Philipp Pohle. „Alle haben bei diesem Wetter sehr gut gekämpft. Ich hätte mir allerdings noch mehr Sportler und Zuschauer gewünscht.“ Besucher waren gut 50 da. Im nächsten Jahr will sich der Beeskower Verein um die Austragung der Deutschen Meisterschaften bewerben und findet mit seiner Idee auch prominente Unterstützer.

Unter anderem Bundestrainer Ronald Weigel vom SC Potsdam, der auch Hagen Pohle betreut, sagt: „Ich befürworte dies auf jeden Fall, denn die Wettkampfpremiere jetzt war sehr gut organisiert, ein gelungener Anfang. Ich hoffe, dass es eine Zweitauflage geben wird.“ Auch Beeskows Bürgermeister Frank Steffen, der zusammen mit Stefanz Kamenz (Geschäftstellenleiter Beeskow der Sparkasse Oder-Spree) und Steuerbüro-Chef Daniel Leinert die Siegerehrungen vornahm, will die DM-Bewerbung unterstützen. „Solche überregionalen Wettkämpfe sind gut für Beeskow. Gehen steht nicht so im Vordergrund, aber vielleicht können wir dazu beitragen, das sich dies ändert.“

Das würde auch Heike Maras freuen. Die 38-Jährige, die auch Übungsleiterin beim Verein Leichtathletik in Beeskow ist, bestritt seit mehr als 30 Jahren wieder einen Wettkampf im Gehen (diesmal 3000 m), während ihre Tochter Tanja Dritte der weiblichen Jugend U16 über 2000 m wurde. „Es hat richtig Spaß gemacht, auch wenn es bei dieser Hitze eine große Herausforderung war“, sagt Heike Maras. „Aber ich hatte ja mit Hagen Pohle einen guten Trainer.“ Sie hatte gemeinsam vier Wochen lang mit ihm und Beeskower Leichtathletik-Kindern das Gehen geübt. Und augenscheinlich wieder Gefallen daran gefunden. „Es ist vor allem sehr schön, dabei mit den Kindern zu trainieren und auch gemeinsam Freude zu haben.“

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