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Der Song gibt den Kurs vor – die Südsee. Die Uckermärkischen Bühnen

Premiere an den ubs
Schwedt liegt in der Südsee

MOZ / 11.06.2018, 10:55 Uhr - Aktualisiert 11.06.2018, 11:00
Schwedt (Eva-Martina Weyer) Mit dem Piratenlied „Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Kiste“ startet die Premiere auf der Odertalbühne. Der Song gibt den Kurs vor – die Südsee. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt lichten die Anker für einen Abend mit allen künstlerischen Zutaten, die sich der sommerlich gestimmte Zuschauer wünschen kann: eine Handlung mit Witz, tolle Kostüme samt Seeräuberschiff sowie actionreiche Tanz- und Kampfszenen. In diese Kunst im Scheinwerferlicht schiebt sich manchmal die Natur: flatternde Motten etwa oder eine durchs Bühnenbild irrende Amsel.

Die Schatzinsel - so der Titel des neuen Freilichtstückes auf der Odertalbühne.  In Anlehnung an den Klassiker der Abenteuerliteratur von Robert Louis Stevenson haben sich die Schwedter Theatermacher ihre „Schatzinsel“-Fassung selbst geschrieben. Das Publikum honorierte die Aufführung mit Standing-Ovations.
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Schatzinsel feiert erfolgreiche Premiere

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Alles fügt sich bestens zusammen für das neue Familienmusical „Die Schatzinsel“, das sich die Schwedter Theaterleute für den Sommer auf ihrer Freilichtbühne ausgedacht haben. Regie führt Schauspieldirektor André Nicke. Er verfolgt mit dieser Produktion ein ebenso einfaches wie anspruchsvolles Ziel: „Ich will gut unterhalten.“ Das ist ihm am Premierenabend, der eine Uraufführung war, gelungen. Denn die Bühnenfassung samt Popsongs mit Karibikeinschlag haben Jan Kirsten und die Mitglieder der Band Takayo und Freunde geschrieben. Die Band begleitet die Darsteller auf ihrem Segeltörn in die Südsee.

Immer wieder schimmert die Romanvorlage von Robert Louis Stevenson durch. Aber in Schwedt steht ein Mädchen, Joanna, im Zentrum des Geschehens. Es zieht aus, um den Schatz zu suchen, und findet am Ende die Liebe. Ehe es so weit ist, müssen Joanna und ihre Freunde sich gegen die Piraten behaupten. Die sind ebenfalls hinter dem Schatz her, werden aber in Schwedt so liebenswert dargestellt, dass man ihnen nicht böse sein kann. Überhaupt findet hier jede Figur zu ihrem eigenen Charakter. Das geht über die Hauptrollen hinaus, in denen Antonia Wilke eine freche Joanna gibt und Uwe Heinrich den Chefpiraten. Da sind zum Beispiel die vier etwas dusseligen Matrosen, die in einem witzigen Song ihre Träume offenbaren, die so ganz weit weg sind von Raub und Mord.

Manche Szenen entwickeln sich zu Bildern, die sich einprägen. Zum Beispiel als die Schatzsucher auf der Insel anlanden. Sie zelebrieren das tänzerisch und pantomimisch elegant, begleitet von musikalischen Zitaten aus „Conquest of Paradise“. Wenig später wird die Gier der Seeräuber untermalt von der Erkennungsmelodie aus „Wer wird Millionär?“. Das sind feine, aber deutliche ironische Seitenhiebe. Davon hat die Schwedter „Schatzinsel“ einige zu bieten.

Das Ende ist eine Überraschung. Wer will schon nach Britannien zurückkehren? Joanna und die herzensguten Piraten bleiben auf der Schatzinsel und bauen dort ihr Paradies auf – eine Feriensiedlung für Kreuzfahrtschiffe. In deren Abendshow singt es „15 Mann … und ’ne Buddel voll Rum“.

Begeisterter Schlussapplaus. Dann gibt der Theaterförderverein die Preisträger des Uckermark-Oskars bekannt. Es sind Katarzyna Kunicka und Fabian Ranglack. Sie werden für herausragende schauspielerische Leistungen in der Spielzeit 2018/19 geehrt. Die MOZ unterstützt den Preis finanziell seit 1997.

Vorstellungen: 15./29.6., 13./14.7., 17./18./24./25./31.8. und 1.9., jeweils 20 Uhr, sowie 8.7., 15 Uhr, Odertalbühne, Uckermärkische Bühnen, Berliner Str. 46/48, Schwedt, Kartentel. 03332 538111

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