Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Das Immanuel Krankenhaus lud zu einem „Ökotag“ / Themen waren die Verwertung und Entsorgung des Klinikabfalls

Umweltschutz
Das Herzzentrum Bernau will ökologischer werden

Krankenhaus Bernau Vortrag zur Mülltrennung mit Andreas Neue
Krankenhaus Bernau Vortrag zur Mülltrennung mit Andreas Neue © Foto: Wolfgang Rakitin
Kerstin Ewald / 13.06.2018, 06:30 Uhr
Bernau Wer denkt, Krankenhäuser sind vom allgemeinen Bemühen um mehr Nachhaltigkeit ausgeschlossen, irrt sich. Gerade in den medizinischen Einrichtungen, wo für die Reinhaltung der Krankenhausbetten und die Überwachungsapparate von Schwerkranken riesige Mengen an Energie benötigt werden und überdies hinaus große Müllmengen anfallen, wird seit längerem über Ökologie nachgedacht.

Auch im Bernauer Herzzentrum wird Ressourceneffizienz und umweltgerechte Entsorgung immer wichtiger. Andreas Neue leitet die pathologische Abteilung im Immanuel Klinikum Bernau.  Groß, kräftig, in grüner Arbeitsmontur moderierte er die Informationsveranstaltung zum „Ökotag“ der Klinik, denn gleichzeitig ist er der Leiter der Stabsstelle für Umweltmanagement des Betriebes.

Er hatte zum „Ökotag“ im Krankenhaus eingeladen. So konnten sich die Mitarbeiter verschiedene Vorträge über Möglichkeiten des nachhaltigeren Wirtschaftens im Herzzentrum Bernau informieren. Auch Pflegedirektorin Birgit Pilz war gekommen, um mit den Kollegen die Möglichkeiten der Mülltrennung zu erörtern. Insgesamt zeigten 15 Besucher ihr Interesse an diesem Thema.

Mit der Änderung des Abfallkreislaufwirtschaftsgesetz, die letzten Sommer in Kraft trat,  wird auch in Krankenhäusern Mülltrennen zur Pflichtaufgabe. Und so sollen bis 2021 schon 90 Prozent der Abfallmenge streng sortiert werden.

Dies sei eine große Aufgabe für das Personal des Herzzentrums von der Immanuel Diakonie, erläuterte Andreas Neue: „Die Kollegen trennen jetzt schon fleißig, Recycling gehört zur Philosophie hier im Haus“.

Die Remondis GmbH ist im Moment der wichtigste Entsorgungspartner der Bernauer Immanuel Klinik. René Liese, Vertriebsleiter Ost, von Remondis konnte in einem Vortrag mit einer Angebotsbreite seiner Firma beeindrucken. Remondis verwertet Herzkatheter, recycelt Röntgenfilme, entsorgt Röntgenschutzkleidung wie Bleiwesten ordnungsgemäß und ist versiert im Umgang mit Abfällen, die noch ansteckende Keime in sich tragen, um nur einige Beispiele zu nennen. Für Unternehmen wie das Herzzentrum sei auch immer die Wirtschaftlichkeit des ökologischen Handelns wichtig. So konnten allein durch die getrennte Entsorgung von Papier 7000 Euro im Jahr gespart werden, erklärte AndreasNeue.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG