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Lions Clubs aus Brandenburg taufen Neuzugang des Eberswalder Zoos auf Namen „Smart“ / 1500 Euro fließen in die Pflege der Raubkatzen

Zoo Eberswalde
Wenn Lions und Löwe aufeinandertreffen

Julia Lehmann / 14.06.2018, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Aus 170 Einsendungen ist er nun gefunden, der Name für den jungen weißen Löwen des Eberswalder Zoos. „Smart“ soll das eineinhalbjährige Tier heißen, das vor ein paar Monaten aus dem Magdeburger Zoo in die Waldstadt kam. Die Pfleger hatten die Qual der Wahl. Und die fiel auf den Vorschlag des neunjährigen Hugos und seiner Familie aus Eberswalde. Wie das für den Eberswalder Zoo typisch ist, lädt dieser für die offizielle Namensgebung gern Publikum ein.

An diesem Dienstag waren zur Löwentaufe aber besondere Gäste erschienen. Vertreter des Lions Clubs des Distrikts 111 hatten 1500 Euro für den Löwen sowie die beiden Weibchen gesammelt. Aus Altlandsberg, Wandlitz, Eberswalde, Bernau, Frankfurt (Oder), Königs Wusterhausen, Prenzlau, Schwedt und Strausberg kamen die Mitglieder. Darunter auch Governor Fabian Rüsch und Chairperson Zone Brandenburg Thomas Düsterhöft. Sie alle wollten nur einen sehen: den weißen Löwen.

Vor den Toren der zoologischen Einrichtung hatten sich gut 30 Gleichgesinnte gesammelt, die von Zoodirektor Bernd Hensch in gewohnt scherzhafter Manier empfangen wurden. „Es ist schwierig, einen eineinhalbjährigen Löwen aus dem Gehege zu holen und zu taufen“, so der Zoo-Chef. Deshalb habe man sich eine Spezialanfertigung der Traditionsmarke Steiff aus Plüsch anfertigen lassen. Natürlich in weiß und mit prachtvoller Mähne. Die hat das Original zwar noch nicht. Aber Hensch versprach schon jetzt: „Der wird mal richtig groß.“

Im Tross bewegt sich die Gruppe also durch den Zoo, immer dem Zoo-Chef hinterher. Der hält auf dem Weg zum Löwengehege allerlei Unterhaltsames und Informatives bereit. „Sie dachten, ich bin ihre Mutter“, berichtet Hensch, als er am Wasserbecken der Königspinguine vorbeiführt. Wenig weiter begrüßen die Gelbwangengibbons die Besucher mit ihrem schrillen Geschrei. Bei den Klammeraffen präsentiert Bernd Hensch seine Affensprachen-Kenntisse. Er tritt nah an das Gehege heran, ein Affe begutachtet den Plüsch-Löwen, den Hensch im Arm hält, mit Skepsis.

Vor der Zoo-Schule warten Mitarbeiter mit zwei Aras, einer Kornnatter sowie einer Bartagame. Die Besucher dürfen die Tiere halten, machen Fotos mit ihnen. Credo des Zoodirektors: Wo möglich eine enge Erfahrung mit den Tieren ermöglichen.

Bei den Raubkatzen angekommen, tauchen die Gäste zunächst ab. Unterirdisch führt ein Gang zum Glaspavillon, der sich inmitten des Löwengeheges befindet. Und ein weiterer taucht zunächst ab: Smart macht sich sogleich aus dem Staub, als sich die Besucher im Pavillon mehren. Bernd Hensch unterhält noch ein wenig mit Infos zum Paarungsverhalten der Löwen. Denn darauf läuft es hinaus. Smart, der Clevere, soll für Nachwuchs sorgen, sobald er im Rudel der Weibchen aufgenommen wurde. Ein Schlückchen aus der Sektflasche auf den Kopf des Plüsch-Löwen, das typische Tauf-Ritual.

„Find’ den super schön“, sagt Namensgeber Hugo, als sich Smart dann noch zeigt. Mutter Anja, Vater Marco und Schwester Jette (13) haben bei der Namensauswahl mitgeholfen.

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