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Umsichtige Mitarbeiter lösen Alarm aus, löschen mit Wasserguss das entstehende Feuer und verhindern Schlimmeres

Katastrophe verhindert
Alarm im Schwedter Hafen - Großeinsatz der Feuerwehr

Feuerwehr-Großaufgebot im Schwedter Hafen: Mitarbeiter des Hafens hatten am frühen Dienstagnachmittag Qualm in einer Hafenhalle, in der 75 Tonnen schwefelhaltiger Stoffe von einer Spedition zwischengelagert worden waren, entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.
Feuerwehr-Großaufgebot im Schwedter Hafen: Mitarbeiter des Hafens hatten am frühen Dienstagnachmittag Qualm in einer Hafenhalle, in der 75 Tonnen schwefelhaltiger Stoffe von einer Spedition zwischengelagert worden waren, entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. © Foto: Dietmar Rietz
Dietmar Rietz / 19.06.2018, 18:37 Uhr - Aktualisiert 19.06.2018, 18:50
Schwedt (MOZ) Feuer-Alarm bei der Schwedter Feuerwehr am frühen Dienstagnachmittag. Loser Schwefel soll sich in einer Lagerhalle auf dem Gelände des Neuen Hafens entzündet haben. Die Halle steht nur einen Steinwurf vom Wald entfernt.

Ein Großaufgebot von mehr als einem Dutzend Feuerwehrfahrzeugen aus Schwedt und Angermünde rückte in Richtung Hafen aus – vom Löschzug bis zum Gefahrgutfahrzeug. Die Gefahrstoffeinheit des Landkreises Uckermark war ebenfalls alarmiert worden. Vorsichtshalber waren auch Notarzt, Sanitäter und Polizei im Einsatz.

Schwedt. Das umsichtige Handeln von Mitarbeitern des Schwedter Hafens hat am frühen Dienstagnachmittag wahrscheinlich eine kleine Feuerkatastrophe verhindert. Sie entdeckten Qualm in einer Hafenhalle, in der 75 Tonnen schwefelhaltiger Reststoff aus der Raffinerie von einer Spedition zwischengelagert worden waren, schütteten Wasser auf die vermutetet Brandstelle und alarmierten dann umgehend die Feuerwehr. Ein Großaufgebot an Feuerwehren, Rettungskräften und Polizei rückte an. Am Nachmittag wurde noch weitere Brandnester gesucht. Die Brandursache ist noch unklar.
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Brandalarm im Schwedter Hafen

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Umsichtige Mitarbeiter des Hafens hatten den Feueralarm ausgelöst. Sie hatten Qualm in der Lagerhalle einer Spedition entdeckt und so möglicherweise Schlimmeres verhindert.

Gebrannt haben soll nach Feuerwehr-Informationen weniger als ein Quadratmeter des in der Halle gelagerten Schwefels. Den Hafenmitarbeitern scheint es gelungen zu sein, das Brandnest mit einem beherzten Wasserguss zu löschen.

Alexander Trenn erklärte: „In der Halle roch es stechend nach Schwefeldioxid als wir ankamen. Die Gefahrstoffeinheit hat mit einem Thermometer die Temperatur um die Brandstelle herum gemessen. Dabei hat sie keine erhöhten Werte mehr feststellen können. Mit einem Radlader wurde das Schüttgut kontrolliert auf Brand- und Glutnester oder Beimengungen. Es wurde nichts mehr gefunden bei dieser Nachsuche.“

Hafenbetreiber sind die Stadtwerke Schwedt. Geschäftsführer Dirk Sasson war am Dienstag vor Ort. Er sagte am Nachmittag: „Die Kollegen haben super reagiert!“ Sasson informierte, dass in der Halle 75 Tonnen eines Raffinerieabfallproduktes von einer Spedition gelagert worden sind. Normalerweise, so Sasson, sei das nicht selbstentzündlich.

Das Rätsel um die Brandursache ist trotz intensiver Untersuchungen der Gefahrstoffexperten vor Ort noch nicht geklärt, bestätigte am Abend Alexander Trenn, Abteilungsleiter Brandschutz im Schwedter Rathaus. Messungen ergaben zudem keine Anhaltspunkte oder Hinweise auf akute Gefahren.

Die Feuerwehr beendet am späten Nachmittag die Suche nach weiteren Brandnestern in der Lagerhalle.

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