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Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbands jetzt in Viktor-Blüthgen-Straße / Organisation bündelt Engagement in Stadt

Soziales
Senioren-WGs als neues Standbein

In neuer Geschäftsstelle: Geschäftsführerin Cordula Töpfer und Geschäftsstellenleiterin Birgit Wiedmann (v. l.).
In neuer Geschäftsstelle: Geschäftsführerin Cordula Töpfer und Geschäftsstellenleiterin Birgit Wiedmann (v. l.). © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 22.06.2018, 22:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Die Geschäftsstelle des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Märkisch-Oderland Ost ist vom Stadtrand ins Zentrum gezogen. Die Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Seelow feierte die Eröffnung ihres neuen Domizils mit einem kleinen Empfang.

Noch ist die Fassade des denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses mit der markanten „runden Ecke“ an der Viktor-Blüthgen-/Adolf-Bräutigam-Straße verhüllt. Luftballons markieren den Eingang zur neuen Geschäftsstelle. Darin bündelt das DRK jetzt auf mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche nahezu sei gesamtes Engagement in Bad Freienwalde. Neben der Geschäftsstelle befindet sich dort die Kleiderkammer, der Fahrdienst, der ambulante Pflegedienst sowie Wohngemeinschaften für Senioren und drei barrierefreie Wohnungen. 35 der insgesamt 130 Mitarbeiter des Kreisverbandes arbeiten in dem Gebäude. Die Tagespflege des DRK mit dem Titel „Seniorenoase“ bleibt am bisherigen Standort.

„Wir sind ein kleiner Kreisverband und ganz regional“, begrüßen Karsten Schulte, Präsident des DRK Märkisch-Oderland Ost, die Gäste, darunter Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU). „Wir sind froh, dass wir jetzt hier sind und es geschafft haben“, fügt er hinzu. Der Erfolg habe viele Vertreter, einer davon sei sein Stellvertreter Wolfgang Dix. Die ersten Überlegungen eines Ortswechsels entwickelte der Kreisverband bereits in den Jahren 2012 und 2013, als der Gedanke aufkam, dass das DRK etwas in der Altenhilfe tun müsse. Zuerst sei die „Seniorenoase“ eröffnet worden, dann der ambulante Pflegedienst.

„Als drittes Standbein wollten wir die stationäre Pflege“, sagt Wolfgang Dix. Doch allmählich habe sich herauskristallisiert, dass diese nicht mehr finanzierbar sei. Also suchte der Kreisverband nach einem Kompromiss. Diese fand er in Senioren-Wohngemeinschaften mit Begleitung und ambulanter Pflege.

„Wir hatten die Wohngemeinschaften vor zwei Jahren ins Auge gefasst“, erklärt Geschäftsführerin Cordula Töpfer. Dafür habe das DRK in Bad Freienwalde zusammen mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WoBaGe) ein geeignetes Domizil gesucht. „Vor einem dreiviertel Jahr waren wir mit Frau Lamm unterwegs und fanden dieses Objekt“, so Cordula Töpfer. Als sie in dem Haus an der Viktor-Blüthgen-Straße standen, habe sie gewusst: „Das ist es.“ Sie lobt die Zusammenarbeit WoBaGe-Geschäftsführerin Claudia Lamm und mit dem Architekten Dirk Möller.

Für ihn war es eine große Herausforderung, das Haus aus dem Jahr 1926, ein Einzeldenkmal, so umzubauen, dass er allen Bedürfnissen gerecht wird. Einerseits sollte das Haus für das DRK nutzbar sein, andererseits musste er die Auflagen des Denkmalschutzes erfüllen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Alte Türen wurden, so weit vorhanden, aufgearbeitet und wiederverwendet. Auch die Struktur des Hauses, in dem früher die Bediensteten des Amtsgerichts wohnten, ist weitgehend beibehalten worden. Auf zwei Etagen befinden sich jeweils fünf Wohnungen. Es sind Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. Auf jeder Etage gibt es einen Gemeinschaftsraum. Die Senioren beziehen jeweils ein einzelnes Zimmer, das sie mit eigenen Möbeln gestalten, erläuterte Cordula Töpfer. „Sie führen ein selbstbestimmtes Leben“, betonte sie. Ein Teil der Zimmer sei bereits bewohnt.

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