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Bürgermeister Klaus-Dieter Köhler ist begeistert vom Festumzug zur 650-Jahrfeier

650-Jahrfeier
Happy Birthday, Wiesenau!

Janet Neiser / 25.06.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 29.06.2018, 15:11
Wiesenau (MOZ) Happy Birthday, Wiesenau, hieß es am Wochenende. Der Ort im Amt Brieskow-Finkenheerd hat seinen 650. Geburtstag gefeiert, und zwar richtig groß und richtig gut. Der Festumzug am Sonnabend war für die meisten der absolute Höhepunkt der Feierlichkeiten.

„Das war phänomenal. Mir fehlen die Worte“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Köhler wenige Minuten, nachdem der letzte Umzugsteilnehmer durchs Ziel gekommen war. „Zum Glück hat das Wetter gehalten“, meint er und schaut dankbar zum Himmel, während an ihm vorbei die Leute in Richtung Sportplatz und Festzelt laufen, um sich erst einmal zu stärken. „Dieser Umzug war der absolute Höhepunkt“, schwärmt der Bürgermeister und hält ein frisches Brot fest, das er von ein paar polnischen Freunden aus Kunice bekommen hat, die ebenfalls ein Bild beim Festzug gestalteten.

Festumzug zu 650 Jahre Wiesenau
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650 Jahre Wiesenau - der Umzug

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Etwa zweieinhalb Stunden vorher: Verpassen will so gut wie niemand in Wiesenau die historischen Fahrzeuge, die Kostüme und all die Vereine und Unternehmen, die den Umzug auf die Beine gestellt haben. Manche Bewohner bringen sich extra Stühle mit und stellen sie an der alten B 112 auf, so wie Erna Lauke. Die 87-Jährige mag ihr Wiesenau. „Hier hat man doch alles, was man braucht“, sagt sie und schaut immer wieder zur alten Schule hinüber, wo sich die Wagen in Bewegung setzen.

Werner Wetzel hat es sich gleich vor der Haustür gemütlich gemacht und hat von dort einen super Blick auf die Festmeile. Er sei ein Zugezogener aus Müllrose, berichtet er. „Aber ich finde schon, dass sich Wiesenau in den letzten Jahren herausgeputzt hat.“ Herausgeputzt, das trifft vor allem auch zum Jubiläum den Nagel auf den Kopf. Luftballons mit „Happy Birthday“ oder Wimpel hängen an den Grundstücken. Schilder mit „650 Jahre Wiesenau“ sind zu sehen, genau wie Hinweise auf die einstige Nutzung der Häuser. „Das hier war mal das kaiserliche Postamt“, ruft Jutta Berfelde aus dem Dachfenster heraus und winkt aufgeregt in die Menge. „Hier bin ich geboren.“ Und von dort beobachtet sie nun die jungen Fußballer, die Mitglieder von Fantadu, den Trabi, aus dem ein Honecker-Double winkt, die vielen landwirtschaftlichen Maschinen, die Kutsche, in der der Bürgermeister sitzt – die Liste ließe sich weiter fortsetzen. „Flucht“ heißt eins der Bilder. Gerd Waldow und seine Familie erinnern an diesen Teil der Geschichte, der auch zu Wiesenau gehört. „Klar, wollten wir dabei sein“, sagt er. Und seine Frau verweist auf den alten Handwagen, mit dem Verwandte einst tatsächlich über die Oder gekommen seien. Waldow fühlt sich wohl in seinem Heimatdorf. „Hier hat sich viel getan. Und die Gemeindevertreter, die wir aktuell haben, die sind top“, findet er.

Doch das Jubiläumsfest samt Umzug ist auch das Ziel von ehemaligen Wiesenauern wie Hellfried Mieck. „Ich bin hier groß geworden“, erzählt der Diehloer bei einem leckeren Stück Erdbeerkuchen, das vom Stand der Frauen des Fastnachtsclubs stammt. „Und ich hatte in den 1950ern und 60ern eine wirklich schöne Kindheit hier.“ Prompt sind all die Erinnerungen wieder da und das Gespräch mit den Tischnachbarn auf dem Festgelände nimmt Fahrt auf.

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