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Nach Abbruch der Gespräche: Bürgermeister, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU wetteifern um Erklärungstext

Wasserwege
Vierfaches Ja zum Finowkanal

Andrang auf dem Finowkanal: Die Hubbrücke an der Eisenspalterei in Eberswalde wird bereits seit Anfang Mai wegen einer Havarie nur einmal täglich für den Schiffsverkehr geöffnet. Am Sonntag um 12 Uhr gab es sogar einen Stau im Wartebecken.
Andrang auf dem Finowkanal: Die Hubbrücke an der Eisenspalterei in Eberswalde wird bereits seit Anfang Mai wegen einer Havarie nur einmal täglich für den Schiffsverkehr geöffnet. Am Sonntag um 12 Uhr gab es sogar einen Stau im Wartebecken. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 25.06.2018, 20:38 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Zustimmung der Volksvertreter fiel am Ende weit deutlicher aus, als es die drei Änderungsanträge von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU sowie die anderthalb Stunden währende Diskussion erwarten ließen. Die von Eberswaldes Stadtoberhaupt Friedhelm Boginski verfasste Erklärung ist Bekenntnis, Offenbarungseid und Absichtserklärung in einem. Der Finowkanal sei ein wichtiges historisches und identitätsstiftendes Kulturgut, die Aufrechterhaltung der durchgängigen Schiffbarkeit sei eine wünschenswerte Voraussetzung für die weitere touristische Entwicklung der Region, heißt es darin. Zugleich wird der Bürgermeister beauftragt, gegenüber dem Bund zu erklären, dass die Stadt Eberswalde nicht die Finanzkraft besitze, die Aufgaben zu realisieren, die mit der Übernahme der Schleusen am Finowkanal einhergehen würden. Überdies soll sich der Bürgermeister gemeinsam mit den Vertretern der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal bei Landkreis, Land und Bund dafür einsetzen, dass die durchgängige Schiffbarkeit erhalten bleibt. Und Friedhelm Boginksi hat den Auftrag, beim Bund dafür zu werben, dass dieser die Schleusen saniert, damit diese offen bleiben. Des Weiteren steht der Bürgermeister in der Pflicht, gemeinsam mit den Anrainern und dem Landkreis einen Finanzierungsvorschlag für den Betrieb der Schleusen zu erarbeiten.

Zu Beginn der Debatte kam nur von Carsten Zinn, Vorsitzender der Fraktion Unabhängiges Wählerbündnis Eberswalde, ein uneingeschränktes Ja zum Wortlaut der Erklärung. „Wir sind allerdings der Ansicht, dass die Kommunale Arbeitsgemeinschaft völlig neu formiert werden muss“, sagte er.

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Hasso Isenhagen 26.06.2018 - 05:23:20

man kann nicht alles erhalten

und man will es auch nicht. Vor einigen Hundert Jahren wurde der Finowkanal gebaut um Handel und Wandel zu befördern. Dann wurde er zu klein und man hat ihn vor 100 Jahren ersetzt durch den Oder-Havel-Kanal. Dort reichte in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Schleusentreppe nicht mehr aus und es wurde ein Schiffshebewerk gebaut. Auch das soll inzwischen zu klein sein und es wird ein neues daneben gestellt. An der Ursprungsaufgabe, Handel und Wandel zu fördern hat sich aber nichts geändert. Nur gebraucht wird der Oder-Havel-Kanal immer weniger. Deutsche Schiffe sind dort kaum unterwegs. Wer hat das alles immer bezahlt. Erst der König? Dann der Kaiser? Dann der Führer? und zuletzt der Bund? Nee, es waren immer die einfachen Leute die das Geld der Zentrale für die Förderung des Gemeinwohls zur Verfügung gestellt haben oder aber es wurde ihnen gestohlen. Und jetzt gibt es einige Leute die meinen, all die alten Anlagen müssen erhalten werden weil sie so schön und so schön identitätsstiftend sind und die Langeweile beseitigen weil man am Finowkanal so schön angeln kann. Fehlt nur noch, dass jemand in Finowfurt die Schleusentreppe wieder aktivieren will. Und der Landschaftsverbrauch? Und die Unterhaltskosten? Das soll alles der Bund machen. Aber egeal ob Bund oder Land oder wer auch immer. Das Geld haben alle vom kleinen Mann. Und ob der dafür einen Finowkanal einschließlich Schleusentheater kaufen will, da sollte man ihn fragen. Alles andere ist undemokratisch. Und ob der wirklich sein Geld für die Kahnfahrten einiger Hobbybootsfahrer statt für Schulen und Krankenhäuser ausgeben will, wage ich zu bezweifeln. Das bekommt doch alles langsam Merkmale spätrömischer Dekadenz.

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