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Ausschuss begrüßt abgestuftes Gebäude und mobile Tribünenplätze

Schulsport
Ideen für Biesenthals Dreifeld-Sporthalle

Olav Schröder / 29.06.2018, 07:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) Läuft alles wie vorgesehen, dann soll im September in der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung über die Gestaltung der neuen Dreifeld-Sporthalle abgestimmt werden. Anschließend kann der Bauantrag gestellt werden. Der Bauausschuss hat jetzt eine Bauvariante empfohlen.

Das neue Gebäude soll an der Schützenstraße auf dem freien Areal hinter der bestehenden Halle errichtet werden. Gegenüber dem bisherigen Entwurf hat das Freitaler Planungsbüro für Sport- und Mehrzweckanlagen Went & Went in der Bauausschusssitzung am Mittwochabend mehrere Änderungsvorschläge vorgestellt. Dabei ist es insbesondere das Ziel gewesen, die Wege innerhalb des Gebäudes zu verkürzen und auf den praktischen Betrieb des Schul- und Vereinssports abzustimmen. Die Aufsicht für die Lehrer sollte erleichtert und vor allem im Außenbereich die benachbarte Kita nicht beeinträchtigt werden.

Letzteres kann erreicht werden, indem der zentrale Sporthalleneingang auf der Kita-abgewandten Seite der Halle errichtet wird, so Planer Steffen Went. Auf diese Weise bleibt auch der Weg zwischen der neuen und der alten Halle - was aus ihr werden soll, ist noch offen - kurz. Und nicht zuletzt liegt der Eingangsbereich auch nicht in der Schützenstraße.

Außerdem soll das Dach der Halle abgestuft und somit zur Kita in der Höhe angepasst werden. Möglich wird dies aufgrund der neuen Gestaltungsidee für die gesamte Halle: Lediglich der mittlere Bereich, der die Sportfelder überspannt, wird zweigeschossig ausgeführt. Die Traufhöhe liegt hier bei acht bis 8,25 Meter. Die beiden Längsseiten bleiben jedoch eingeschossig. Statt der ursprünglich vorgesehenen zweigeschossigen Anordnung von Umkleide-, Sanitär- und anderen Räumen können diese dann alle im Erdgeschoss integriert werden.

Die vorgeschriebenen Größen der insgesamt sechs Umkleideräume mit Duschen und Waschbecken werden auch so eingehalten, bestätigte Went. Der bisherige Entwurf sah jedoch sehr große Verkehrs- und Nebenflächen unter anderem im Eingangsbereich vor. Auch die sehr großzügigen Doppelumkleideheinheiten seien nicht zwingend. Zu den bisher in der zweiten Etage vorgesehenen Räumen und der weitläufigen Galerie müssten ein Treppenaufgang und zur Absicherung der Barrierefreiheit ein Aufzug eingebaut werden. Diese könnten nun entfallen.

Für die 199 Zuschauer kämen mobile Tribünenplätze in Frage. Sofern sie nicht benötigt werden, können sie im Gerätebereich mit eingestellt werden. Statt des Flachdachs schlägt das Planungsbüro ein leicht geneigtes Satteldach vor. Dies sei nicht nur optisch gefälliger. Bei Stark-regenfällen leite es auch große Niederschlagsmengen besser ab. Das Dach wird für eine eventuelle spätere Solarnutzung vorbereitet.

In die Planung einzuarbeiten sind noch weitere Autostellplätze, wie Went sagte. 25 wurden bereits untergebracht, sie reichen für 199 Zuschauer jedoch nicht aus.

Einstimmig empfiehlt der Bauausschuss die abgestufte Variante mit dem Satteldach. Andreas Wilknitz (CDU/Pro Danewitz) unterstrich aus Sicht der Sportler den Verzicht auf eine Fensterfront an der nördlichen Gebäudeseite (zur Kita). Beim Sport blende Seitenlichteinfall erfahrungsgemäß. Außerdem bleibe in den Abendstunden die Umgebung der Halle vor „Licht-smog“ verschont. Oberlicht sei beim Sport geeigneter. Auch die mobilen Tribünen ernteten Lob: „Sie sind super, weil flexibler zu handhaben.“

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