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Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung stellt bei der Tour de MOZ drei spannende Forschungsprojekte vor

Tour de MOZ
Strampelnd Wissensdurst gestillt

Sport mit Wissen gemixt: die Tour de MOZ macht es möglich. In diesem Jahr war die Hochschule für nachhaltige Entwicklung mit dabei.
Sport mit Wissen gemixt: die Tour de MOZ macht es möglich. In diesem Jahr war die Hochschule für nachhaltige Entwicklung mit dabei. © Foto: MOZ
Sven Klamann / 01.07.2018, 20:30 Uhr - Aktualisiert 04.07.2018, 14:16
Eberswalde (MOZ) Ein Mix aus Wiederholungstätern und Premierenstartern ist am Sonnabend dem Aufruf zur Tour de MOZ gefolgt, die sich erstmals auf die Spuren der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung begeben hat.

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Am Ende ihrer knapp 40 Kilometer langen Tour haben alle 65 Teilnehmer mehr über das Öko-Huhn und wahlweise über das Teufelsmoor bei Machers-lust oder die Drehnitzwiesen im Eberswalder Westend erfahren. Wer das nach Ansicht mancher Pedalritter etwas zu flotte Tempo wegsteckte, das die Tourführer Jürgen Hübner und Karl-Heinz Ruhnau, beide aus Eberswalde, sowie Wolfgang Ulm aus Gorgast vorgaben, kam überdies in den Genuss, die idyllische Landschaft entlang der Strecke zu genießen, die von Eberswalde über Britz, Senftenhütte und Brodowin wieder zurückführte. Das Konzept der Hochschule, die etablierte Tour de MOZ für ihr Ziel zu nutzen, der Öffentlichkeit ihre wissenschaftliche Arbeit näherzubringen, sei aufgegangen, lautete das Fazit von Annika Bischof, die an der HNE das Forschungs- und Transfermarketing sowie die Hochschulkommunikation verantwortet. „Alle ausgewählten Projekte wurden zum ersten Mal auf diese Weise präsentiert“, sagte Annika Bischof.

Sogar die Mittagspause am Hofladen der Ökodorf Brodowin Landwirtschafts GmbH & Co. KG haben die Teilnehmer der Tour genutzt, um ihren Horizont zu erweitern. Von Gerrit Trei, Dozent im Fachbereich Landschaft und Naturschutz und dabei spezialisiert auf ökologische Tierhaltung, erfuhren sie mehr über das Forschungsvorhaben, ein Huhn zu züchten, das die ökologisch wirtschaftenden Unternehmen von dem Dilemma befreit, aus wirtschaftlichen Gründen männliche Küken töten zu müssen, weil sie als Nachfahren von Legehuhnrassen keine akzepablen Fleischzuwachsraten erreichen würden. „Bis 2019, dem Ende unseres geförderten Projekts, wollen wir ein Konzept entwickelt haben, das Alternativen aufzeigt“, berichtete der akademische Mitarbeiter. Die Hochschule arbeite dabei mit der Biolandberatung in Mainz und der Ökologischen Tierzuchtgesellschaft Augsburg zusammen. In Serwest werde dafür ein Stall mit Vorwerk-Hühnern unterhalten, die sowohl für die Fleisch- und Eierproduktion geeignet seien, deren Leistungen allerdings noch nicht mit denen reiner Mast- oder Legehühner vergleichbar sei. Zwei Vorwerk-Hühner hatte Gerrit Trei in Brodowin dabei.

Auf dem Rückweg hat sich ein Teil der Radler die Drehnitzwiesen in Eberswalde zeigen lassen, die als 1a-Feuchtbiotop gelten. Der andere Abstecher galt dem Teufelsmoor, für dessen Besuch die Räder abgestellt wurden.

Am Ende waren die Teilnehmer voll des Lobes über das gemeinsame Angebot von MOZ und Hochschule. „Und ich habe mir endlich einmal wieder Brodowin angeschaut, wo ich als Kind im Ferienlager war“, verriet Gabi Heinol aus Rüdersdorf. Der Ort habe sich toll entwickelt.

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