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Blasmusik
Angermünde holt Krone der Spielleute

Dietmar Rietz / 02.07.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 02.07.2018, 14:03
Angermünde (MOZ) Bläser aus Bad Freienwalde erneut einsame Spitze / Angermünde stellt den am besten klingenden Fanfarenzug

Das 26. Uckermärkische Blasmusikfest in Angermünde hatte Klasse. 13 Formationen mit mehr als 200 Musikern traten am Sonnabend an. Zum Schluss machten die Musiker das Blasmusikfest zum Volksfest.

Juror Harrier Boers aus den Niederlanden, vom ersten Blasmusikfest im Tierpark Angermünde 1993 an dabei, machte nach siebeneinhalb Stunden Wettbewerb keinen Hehl aus seiner Freude: „Alle Orchester haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die Leute haben im zurückliegenden Jahr sehr gut gearbeitet. Ich mache dem Jugendblasorchester aus Bad Freienwalde ein Kompliment: Einfach hervorragend! Die Literatur war sehr gut ausgesucht und und die Umsetzung sehr, sehr gut.“

Das 26. Uckermärkische Blasmusikfest ist beendet. 13 Bläserformationen aus Brandenburg und Berlin mit rund 200 Musikern machen das Fest im Franziskanerkloster zu einem grandios klingenden Festival. Die Vorjahres-Pokalsieger aus Bad Freienwalde feierten am Sonnabend seinen 55. Geburtstag des Jugendblasorchesters. Beim Angermünder Fanfarenzug war der jüngste Teilnehmer 5 und der älteste 55 Jahre alt.  In der Leistungsstufe 1 wurde das Jugendblasorchester MOL aus Bad Freienwalde. zum Sieger im Wettbewerb. gekrönt und machte sich damit ein First-Class-Geburtstagsgeschenk zum 55-jährigen Bestehen. In der Kategorie Spielleute (Leistungsstufe 2) war der Angermünder Fanfarenzug (Prädikat: "sehr gut") die Nr. 1, bei den Bläser die Musiker des Jugendblasorchesters Kleinmachnow. Das Jugendblasorchester Schwedt holte sich ein Prädikat "sehr gut" von der Jury und der Schwedter Spielmannszug SSV PCK 90 ein "gut".
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Grandioses Festival der Blasmusik in Angermünde

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Festivaleiter Reiner Hellwig bestätigte die Einschätzung am frühen Abend vor dem Franziskanerkloster. Er kürte mit lobenden Worten, Blumen und einem Urkundenersatz – die echten werden nachgerreicht – alle Bläserformationen und hob sich die Spitzenformationen bis zum Schluss auf: In der Leistungsstufe 1 wurde das Jugendblasorchester MOL aus Bad Freienwalde zum Sieger im Wettbewerb. gekrönt. Es machte sich damit ein First-Class-Geschenk zum 55-jährigen Bestehen. „Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk“, freute sich Orchesterleiter Florian Salewski. Am Abend spielten die Musiker auf einem Nachtkonzert in Bad Freienwalde.

In der Kategorie Spielleute (Leistungsstufe 2) war der Angermünder Fanfarenzug um Tambourmajorin Silvia Schmill mit dem Prädikat: „sehr gut“ die Nr. 1. In der Formation spielten am Sonnabend Musiker von fünf bis 55 Jahren. Überraschung beim Auftritt: Festivalorganisator Reiner Hellwig griff schnell mal zur Trommel und zeigte, dass er noch nichts aus seiner Fanfarenzugzeit verlernt hat. Bei den Bläsern in der Leistungsstufe 2 schafften es die Musiker des Jugendblasorchesters Kleinmachnow mit „hervorragend“ ganz nach vorn.  Das Jugendblasorchester Schwedt legte ein tolles Kurz-Konzert hin. Es holte sich bei seinem dritten Auftritt auf einem Blasmusikfest das Prädikat „sehr gut“.“

Die meisten Formationen, außer der Freienwalder, die schon zum nächsten Jubiläumsauftritt nach Hause eilten, spielten nach ihren Auftritten auf Bühnen und Plätzen des Uckermärkischen Stadftestes in Angermünde. Aber zum Volksfest machten die Musiker das Blasmusikfest spätestens beim freien Spiel vor dem Kloster, während die Jury ihre Auftritte auswertete. Angermünder, Frankfurter, Berliner und Kleinmachnower spielten einen um den anderen Ohrwurm. Es wurde musiziert, getanzt und gelacht.

Dem Publikum gefiel es ausnehmend gut. Hunderte waren am Sonnabend ins Kloster gekommen. Edgar Kießling aus Vierraden liebt Blasmusik, aber vor allem wollte er seine Enkelin Alexandra spielen hören. Egal, ob die junge Blasmusikerin nach Angermünde, Potsdam oder sonstwohin muss, Opa ist dabei. Gerda Krüger, Edith Klemke und Hildegard Splittgerber wollten unbedingt das Jugendblasmusikorchester MOL aus Bad Freienwalde hören. Für sie stand schon vor Beginn des Wettbewerbes fest: „Sie sind die Favoriten. Sie haben im Vorjahr den Pokal geholt. Aber wir wollen vor allem sehen und hören, was Dirigent Florian Salewski kann. Wir kannten schon seinen Vater, der das Orchester jahrzehntelang führte.“

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