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Auch das 23. Finowfurter Flößerfest zieht wieder Massen an / Wesentliche Erleichterungen für Vereinsflößerei erreicht

Fest
Brauchtumspflege, Musik und Rummel

Fackeln auf dem Finowkanal: Mit der Einfahrt der Flößer beginnt auch das 23. Finowfurter Flößerfest. Auf der Bühne unterhalb der Schöpfurter Schleuse spielt derweil Hans die Geige. Im Publikum herrscht Gänsehaut-Stimmung.
Fackeln auf dem Finowkanal: Mit der Einfahrt der Flößer beginnt auch das 23. Finowfurter Flößerfest. Auf der Bühne unterhalb der Schöpfurter Schleuse spielt derweil Hans die Geige. Im Publikum herrscht Gänsehaut-Stimmung. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 02.07.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 02.07.2018, 09:58
Finowfurt (MOZ) Rummel plus Konzertmarathon plus Brauchtumspflege gleich Flößerfest. Diese Rechnung ist auch bei der 23. Ausgabe der mit Abstand größten Fete in der Region wieder voll aufgegangen und hat Tausende Feierwillige nach Finowfurt gelockt.

Seit drei Jahren kommt beim Flößerfest das Beste zum Beginn. Statt den Massentreff für ungebremste Lebensfreude in Schorfheides größtem Ortsteil mit Lasershow und Feuerwerk ausklingen zu lassen, wird er jetzt mit dem optischen Knaller eröffnet, der für jede Menge Gänsehautmomente sorgt. „Hinter uns liegt ein dreiviertel Jahr Vorbereitung“, sagte Frank Hennig aus Finowfurt, der mit seiner Firma Laser-Performance die atemberaubenden Laser-Effekte verantwortete. Dass diese im Ensemble mit dem Feuerwerk des Pyrotechnikers Mathias Kürbs aus Pirna, Sachsen, erst recht magisch wirkte, ist das Ergebnis eines perfekt einstudierten Zusammenspiels. Knapp eine halbe Stunde lang war der Himmel über Finowfurt am späten Freitagabend entzückend erhellt.

Auch das 23.Finowfurter Flößerfest erwies sich  wieder als zuverlässiger Besuchermagnet. Tausende Gäste strömten bereits am Freitag zur Eröffnung mit Lasershow und Feuerwerk. Zweimal gab es eine Flößertaufe. Am Sonntag startete um 10 Uhr der Flößerlauf.
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23.Flößerfest in Finowfurt

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Zum Auftakt des Festes gehört ebenfalls seit drei Jahren die Einfahrt einer Abordnung des 55 Mitglieder zählenden Flößervereines sowie von Schorfheides Bürgermeister Uwe Schoknecht auf einem aus Fichtenstämmen selbst gebauten Floß. Diesmal war das Gefährt vorab an den Ort des Geschehens unterhalb der Schöpfurther Schleuse gebracht worden. Die eigentliche Schleusendurchfahrt wäre wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes nur mit kleiner Floßbesatzung möglich gewesen. „Immerhin haben wir vor dem Flößerfest in einem Gespräch mit Peter Münch, dem Leiter der Behörde in Eberswalde, wesentliche Erleichterungen für die Vereinsflößerei erreicht“, freute sich Christian Koch, seit anderthalb Jahren Vorsitzender der Finowfurter Flößer. Und auch die Vorschriften für die Fahrgastschifferei mit dem Floß würden nicht mehr kompromisslos durchgedrückt. „Für den Schiffsführer reicht jetzt eine Sportbootfahrerlaubnis“, nannte Christian Koch ein Beispiel für den Sieg der Vernunft über die Bürokratie.

Spätestens, als das durch Fackeln beleuchtete Floß zum Auftakt des Flößerfestes auf die Bühne unterhalb der Schöpfurther Schleuse zusteuerte, auf der Hans Wintoch, bekannt als Hans die Geige, gerade den Kanon von Johann Pachelbel spielte, war ohnehin aller Ärger vergessen.

Die Flößer haben beim Flößerfest wieder zwei Neumitglieder getauft: Am Sonnabend durfte Marko Hentschke (39) aus Finowfurt ein Bad im Finowkanal nehmen, am Sonntag war Wolfgang Tüpke (79) aus Finowfurt an der Reihe, der indes nur eine Kelle Wasser aushalten musste.

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