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Übergriff
Mann würgt Zugbegleiter am Löwenberger Bahnhof bis zur Bewusstlosigkeit

Der Übergriff ereignete sich im RE 5, der gerade auf dem Weg zur Ostsee war.
Der Übergriff ereignete sich im RE 5, der gerade auf dem Weg zur Ostsee war. © Foto: dpa
Odin Tietsche / 11.07.2018, 12:35 Uhr - Aktualisiert 11.07.2018, 18:40
Löwenberg (MOZ) Ein Fahrgast hat am Dienstagnachmittag am Löwenberger Bahnhof einen Zugbegleiter des RE 5 angegriffen. Bundespolizisten mussten den 23-Jährigen schließlich überwältigen.

Gegen 15.30 Uhr griff der Mann, der aus dem Tschad stammt, den Zugbegleiter an. Dieser kontrollierte gerade die Fahrausweise der Reisenden im RE 5, der in Richtung Rostock unterwegs war. Laut Zeugenaussagen sprang der Fahrgast dem Zugbegleiter unvermittelt entgegen und würgte ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Mitreisende, darunter zwei Bundespolizisten auf dem Heimweg, verhinderten Schlimmeres und hielten den Angreifer fest. Anschließend übergaben sie ihn an die alarmierten Einsatzkräfte. Den Verletzten brachten Rettungskräfte in ein Krankenhaus, das der 55-jährige Deutsche nach einer ambulanten Behandlung aber noch am selben Tag wieder verlassen konnte.

Die Bundespolizei leitete gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein und informierte die zuständige Ausländerbehörde. „Bei Übergriffen in Zügen haben wir es normalerweise nur mit Beleidigungen und leichten Körperverletzungen zu tun. Daher war dieser Fall für uns nicht ganz alltäglich“, sagt Matthias Lehmann, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion in Berlin. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten die Beamten den Mann vorerst wieder auf freien Fuß.

„Wir stellen leider fest, dass die Übergriffe in den Regionalzügen mit zunehmender Härte passieren“, zeigt sich der Pressesprecher der Deutschen Bahn, Burkhard Ahlert, besorgt. Die Mitarbeiter werden aus diesem Grund regelmäßig geschult, um „solchen Übergriffen aus dem Weg zu gehen oder die Situation zu entschärfen“, wie Ahlert sagt. Auch der Umfang der Sicherheitstrainings bei der Deutschen Bahn wurde bereits ausgeweitet. Fahrgäste, die Übergriffe beobachten, sollten, wenn möglich, die „Hotline der Bundespolizei oder die 110 anrufen und sich keinesfalls selbst in Gefahr begeben“, so Ahlert.

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Paul Müller 12.07.2018 - 13:40:47

Der Flüchtling ist freigelassen worden ...

... weil keine Fluchtgefahr besteht, allenfalls ist der mal kurz auf Heimaturlaub. Im übrigen bietet jedes Gefängnis in Deutschland einen höheren Lebensstandard wie seine Heimat, der verschwindet garantiert nie wieder :)

Frank Schneider 12.07.2018 - 08:41:19

Versteh ich auch nicht

Was hätte er mit dem Schaffner anstellen müssen, um in Haft zu kommen?

Piefke Saga 11.07.2018 - 19:00:21

Versteh ich nicht ...

Zitate: "... sprang der Fahrgast dem Zugbegleiter unvermittelt entgegen und würgte ihn bis zur Bewusstlosigkeit." Und was kommt bei raus? "Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten die Beamten den Mann vorerst wieder auf freien Fuß."

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