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Kultur
Kammeroper-Gründer bittet Woidke um Hilfe

Komponist Siegfried Matthus
Komponist Siegfried Matthus © Foto: dpa
Markus Kluge / 12.07.2018, 06:00 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Rheinsbergs Kammeroper-Gründer und Komponist Siegfried Matthus lässt nicht locker: Als Kritiker der Strukturveränderungen von Kammeroper und Musikakademie hat er nun Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der auch Schirmherr des Opernfestivals ist, schriftlich um ein Gespräch gebeten, an dem auch Kulturministerin Martina Münch (SPD) teilnehmen soll. Matthus hält es für falsch, dass künftig eine Doppelspitze aus einem Geschäftsführer und einem künstlerischen Leiter Opernfestival und Musikakademie managen soll (RA berichtete). Das hat er auch in seinem Schreiben an Woid­ke deutlich gemacht.

Eine Antwort auf seinen Brief hat Matthus bisher nicht bekommen. Er fürchtet daher weiter um das Opernfestival, das er aufgebaut hat und das weltweit anerkannt ist.  „Ich protestiere gegen die vom Vorsitzenden in den Aufsichtsrat hinein getragenen, von der Ministerin bestätigten und durch keine Erklärungen begründeten sinnlos und undurchdachten Veränderungsvorschläge, die die künstlerisch organisatorische Grundstruktur der Kammeroper zerstören, bei deren Festival die allerbesten Opernsänger aus aller Welt sich ohne Honorar für den internationalen Opernmarkt in Rheinsberg präsentieren“, so der 84-Jährige.

Er weist zudem darauf hin, dass die Kammeroper keinen eigenen Sänger hat. Nur ein Team von vier bis fünf Personen vermittle die erfolgreichen Sänger des vergangenen Sommers an die Operntheater, bereite die Ausschreibung für das nächste Jahr vor, führe das Vorsingen durch, suche die künstlerischen Vorstände für die Arbeit mit den Sängern aus und organisiert das bekannte Festival in jedem Sommer. „Wie soll diese intensive, von großer Sachkenntnis und Erfahrung geprägte Arbeit durch eine künstlerische Fusion mit der Musikakademie gefördert werden? Wie soll ein geplanter alleiniger unerfahrener künstlerischer Leiter dies bewältigen?“, fragt sich der Gründer nun. Die Akademie habe mit ihrem Förderungsprogramm für Musiker ebenfalls spezifische Aufgaben. „Eine Fusion zwischen den beiden künstlerisch eigenständig arbeitenden Instituten ist einfach unnötig und sinnlos.“ Nach seinem Dafürhalten haben beide Rheinsberger Institutionen in den vergangenen Jahrzehnten auch für sich gut gearbeitet.

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