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Salmonellenfall in Altenheim
Zwei Senioren in Klinik gestorben

In der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) werden in einem Labor der LUA Salmonellen in einer Petrischale gezeigt. In einem Altenheim im Landkreis Oder-Spree sollen mehrere Bewohner an einer Salmonellen-Infektion erkrankt sein.
In der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) werden in einem Labor der LUA Salmonellen in einer Petrischale gezeigt. In einem Altenheim im Landkreis Oder-Spree sollen mehrere Bewohner an einer Salmonellen-Infektion erkrankt sein. © Foto: dpa/Arno Burgi
Jörg Kühl / 12.07.2018, 11:10 Uhr - Aktualisiert 12.07.2018, 15:50
Beeskow (MOZ) In einem Pflegeheim bei Storkow (Oder-Spree) sind bei mehreren Bewohnern und Pflegekräften Magen-Darm-Erkrankungen aufgetreten. Bei einem Teil wurden Salmonellen nachgewiesen, zwei Menschen sind in einem Krankenhaus gestorben.

Bis Donnerstag sind in der Einrichtung 19 Bewohner und zwei Pflegekräfte erkrankt, bei acht der Patienten seien Salmonellen nachgewiesen worden, sagte der Amtsleiter des Gesundheitsamtes im Landkreis Oder-Spree, Rutker Stellke, auf einer Pressekonferenz in Beeskow. Bis dahin war noch von 18 erkrankten Bewohnern die Rede gewesen. Die Beschwerden seien seit dem 26. Juni aufgetreten. Amtsleiter Stellke betonte, dass auch die anderen Erkrankungen in einem Zusammenhang mit Salmonellen stehen könnten – aber zum jetzigen Zeitpunkt sei das bislang nicht nachgewiesen.

Sieben betroffene Bewohner der Einrichtung in Storkow kamen den Angaben zufolge ins Krankenhaus. Ein 82 Jahre alter Mann und eine 89 Jahre alte Frau starben dort in den beiden vergangenen Tagen, wie Stellke weiter sagte. Es hätte bei ihnen neben der Erkrankung weitere Komplikationen mit Lungenentzündungen gegeben. Ein anderer Teil der Patienten sei wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Die acht nachgewiesenen Salmonellen-Erkrankungen traten demnach im Zeitraum zwischen dem 28. und 30. Juni auf. Dann habe es noch einmal eine Erkrankungshäufung zwischen dem 4. und 7. Juli in einer anderen Etage der Einrichtung gegeben. Die Verläufe seien aber milder gewesen und bislang gebe es dort keinen Salmonellen-Nachweis. Es gebe bislang auch keine Hinweise auf eine Form von Fehlverhalten in dem Heim, sagte Stellke. Den Essensanbieter als Verursacher der Erkrankungen schloss der Landkreis aus.

Die Bürgermeisterin der Stadt Storkow, Cornelia Schulze-Ludwig (SPD) äußerte sich telefonisch von ihrem Urlaubsort zu den Todesfällen und Erkrankungen in dem Storkower Seniorenheim. Die Verwaltungsspitze, darunter der stellvertretende Bürgermeister Robert Hentschel und die Hauptamtsleiterin, würden mit dem Gesundheitsamt und anderen Behörden eng kooperieren. Auch habe sich die Stadt als Hauptanteilseignerin der gemeinnützigen Heimgesellschaft ein „Höchstmaß an Transparenz“ auf die Fahnen geschrieben. „Ich wünsche mir nur, dass die Heimbewohner durch die Vorgänge nicht allzu sehr beunruhigt werden.“ Es werde alles getan, um die Ursache für die Salmonellen-Infektionen aufzuklären. Die Küche des Seniorenheims beliefert unter anderem auch die städtische Altstadtkita mit Essen. Dort sind nach Aussage des Gesundheitsamts bislang keine Beschwerden aufgetreten. 

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